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Neuer Wildenstein

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Neuer Wildenstein und Hausberg
Neuer Wildenstein und Hausberg

Der Neue Wildenstein ist ein 337 m ü. NHN hohes Felsmassiv in Sachsen. Er liegt in der Hinteren Sächsischen Schweiz, südöstlich des Lichtenhainer Wasserfalls und oberhalb des Kirnitzschtales bei Lichtenhain, gehört aber zur Gemarkung Ostrau und somit zu Bad Schandau. Ihm nordöstlich benachbart liegt der mit 396 m etwas höhere Hausberg.[1]

Felsentor Kuhstall
Kuhstall

Im Unterschied zum benachbarten, kegelförmigen und vollständig bewaldeten Hausberg ist der Neue Wildenstein ein stark gegliedertes Felsmassiv, dem diverse Felsgruppen vorgelagert sind. Der Name ist auf die mittelalterliche Herrschaft Wildenstein zurückzuführen, deren Herrschaftsmittelpunkt zunächst auf dem kleineren, etwa knapp einen Kilometer weiter westlich liegenden Alten Wildenstein lag. Die Berken von der Duba, denen die Herrschaft gehörte, verlegten ihren Sitz im 14. Jahrhundert in die auf dem Neuen Wildenstein liegende Burg Wildenstein. Nachdem die Herrschaft 1451 an die Wettiner übergegangen war, wurde die Burg nicht mehr benutzt und verfiel. Wie bei den meisten Felsenburgen der Sächsischen Schweiz sind von den überwiegend aus Holz bestehenden Bauten lediglich noch Balkenlager, Mauerreste, Stufen und Felszeichnungen vorhanden.

Am bekanntesten ist der Neue Wildenstein für den Kuhstall, das größte Felsentor der Sächsischen Schweiz, das bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel ist. Nördlich vorgelagert gibt es seit 1824 ein Berggasthaus.

Der Neue Wildenstein liegt im als Wildensteiner Gebiet bezeichneten Teilgebiet des Klettergebiets Sächsische Schweiz. Der Gipfelbereich des Berges kann fußläufig über die Himmelsleiter und weitere Treppenanlagen erreicht werden, entsprechend der Sächsischen Kletterregeln ist daher das Klettern an seinen Felswänden nicht erlaubt. Dem Berg vorgelagert und benachbart, teilweise nur durch schmale Felsklüfte getrennt, liegen jedoch diverse Kletterfelsen:[2]

  • Münzstein
  • Glocke
  • Glöckner
  • Wildspitze
  • Wilderer
  • Zyklopenmauer
  • Ochsenkopf
  • Wildensteinwand
  • Blasketurm
  • Hebamme
  • Kuhstallscheibe
  • Hohler Turm

Einzelnachweise

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  1. Rolf Böhm, Große Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000, 15. Auflage 2014, ISBN 978-3-910181-09-0
  2. Dietmar Heinicke (Gesamtredaktion): Kletterführer Sächsische Schweiz. Band Großer Zschand / Wildensteiner Gebiet / Hinterhermsdorfer Gebiet. Berg- & Naturverlag Peter Rölke, Dresden 2001, ISBN 3-934514-04-9, S. 181 ff.

Koordinaten: 50° 56′ N, 14° 15′ O