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Nder

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Nder
Nder (Senegal)
Nder (Senegal)
Koordinaten 16° 16′ N, 15° 53′ WKoordinaten: 16° 16′ N, 15° 53′ W
Basisdaten
Staat Senegal
Region Saint-Louis
Département Dagana
Arrondissement Ndiaye
Gemeinde Ngnith
Höhe 6 m
Einwohner 320 (2013)

Nder (oder N'Der oder Ndeer) ist ein Dorf im Norden Senegals am Guiers-See. Es ist Teil der Gemeinde (commune) Ngnith im Département Dagana der Region Saint-Louis.

Geographische Lage

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Das Dorf Nder liegt am Westufer des Guiers-Sees, neun Kilometer nordnordöstlich von Ngnith, dem Hauptort der Gemeinde, und 48 Kilometer südwestlich der Départementspräfektur Dagana auf 6 m Meereshöhe.[1][2]

Nder war von 1733 bis 1855 Hauptstadt des Königreichs der Waalo. Der Brak hatte dort seinen Regierungssitz.

In der Geschichte des Dorfes ereignete sich eine spektakuläre Tragödie. Im November 1819 opferten sich die Frauen von Nder am Ende ihres Widerstandes kollektiv, anstatt in die Hände der Mauren und Toucouleur-Sklavenhändler zu fallen.[3]

Das Dorf Nder war von 1972 bis 2008 Teil der Landgemeinde (communauté rurale) Ross Béthio in der Region Saint-Louis. Als der Hauptort Ross Béthio von den anderen Dörfern getrennt wurde um ihn in den Status einer städtischen Gemeinde (Commune) zu erheben, wurde Nder Teil der Landgemeinde Ngnith. Diese erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals ebenfalls den Status einer Gemeinde (Commune).

Nach dem Zensus von 1988 hatte das Dorf Nder 285 Einwohner und lag damit nach Einwohnerzahl in der Landgemeinde Ross Béthio ungefähr an 14. Stelle unter 96 Dörfern. Der damalige Hauptort Ross Béthio hatte 3105 Einwohner und der spätere Hauptort „Gnith“ hatte 1609 Einwohner.[4] Im Jahr 2013 wurde für Nder von 320 Einwohnern ausgegangen, während der Hauptort „Gninth“ 2190 Einwohner zählte.[5]

Die Bevölkerung ist muslimisch.

Das Dorf Nder ist eingeschrieben in die nationale Liste der historischen Monumente.[6]

Die einkommensschaffenden Aktivitäten sind wenig diversifiziert (Kleinhandel, Gemüseanbau).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Nder bei Geonames
  2. ↑ Entfernungen messen mit Google Maps
  3. ↑ au-senegal.com: Les femmes de Nder : résistantes sénégalaises à l’esclavage (Quelle: „Reines d’Afrique et Héroïnes de la diaspora noire“ von Sylvia Serbin - Editions Sépia)
  4. ↑ Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - RGPH 1988: Repertoire des villages, region de Saint-Louis (Memento vom 11. September 2024 im Internet Archive; PDF; 1,23 MB); alle Dörfer und Weiler (CR Ross Béthio) siehe Seite 15–19 der Datei
  5. ↑ Répertoire des villages officiels du Sénégal (Memento vom 24. Juli 2013 im Internet Archive)
  6. ↑ Le Village de Nder, site historique: Arrêté N° 8836 MCPHC-DPC, 12. September 2007, Portant publication de la liste des Sites et Monuments historiques classés (Memento vom 25. April 2019 im Internet Archive)