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Mythology

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mythology
Studioalbum von Vinny Golia / Peter Kowald

Veröffent-
lichung

2009

Aufnahme

16. April 2000

Label(s)

Kadima Collective

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

12

Länge

58:30

Besetzung

Studio(s)

Newzone Studio, Los Angeles

Chronologie
Vinny Golia: Music for Like Instruments: The Bb Saxophones
(2008)

Peter Kowald, Eric Stach, Doug Innis: The Abandonment of Everything Superfluous
(2008)

Mythology Bertram Turetzky / Vinny Golia: The San Diego Session
(2009)

Peter Kowald: Bass Solo
(2009)

Mythology ist ein Musikalbum von Peter Kowald und Vinny Golia. Die am 16. April 2000 im Newzone Studio in Los Angeles entstandenen Aufnahmen erschienen 2009 auf dem israelischen Label Kadima Collective.

Die Musik entstand während der Tournee des Bassisten Peter Kowald durch die Vereinigten Staaten 2000/01, die zu zahlreichen musikalischen Begegnungen führte, u. a. mit Rashied Ali/Assif Tsahar (Deals, Ideas & Ideals), Daniel Carter/Laurence Cook (Principle Hope), Miya Masaoka/Gino Robair (Illuminations), Tatsuya Nakatani (13 Definitions of Truth) und Damon Smith (Mirrors - Broken But No Dust). Die Titel der Stücke auf dem Duoalbum mit dem Saxophonisten Vinny Golia verweisen jeweils auf die von Kowald verwendete Technik (Coll’arco, Pizzicato) und das von Golia gespielte Instrument.

  • Peter Kowald / Vinny Golia: Mythology (Kadima Collective – KCR 20)[1]
  1. Arco / Bb Clarinet 2:03
  2. Pizz / Bass Clarinet 3:54
  3. Arco / Bass Clarinet 3:29
  4. Arco / Soprano 5:31
  5. Prepared Pizz & Vocals / Piccolo 2:23
  6. Arco & Vocal / Taragoto 4:31
  7. Pizz / Ab Clarinet 2:28
  8. Arco / Contra Alto Clarinet 3:41
  9. Pizz / Baritone 6:29
  10. Pizz / Alto Flute 4:02
  11. Arco / Sopranino 3:57
  12. Arco / A Clarinet 6:00
  13. Pizz / Chinese Flute 3:37
  14. Pizz / G Flute 5:48

Die Kompositionen stammen von Peter Kowald und Vinny Golia.

Vinny Golia (2017)

Nach Ansicht von Nic Jones, der das Album in All About Jazz rezensierte, sind Kowald und Golia in der Szene der freien Improvisation seit Langem geschätzte Musiker und hätten sich einen festen musikalischen Namen gemacht. Doch was dieses Programm so besonders mache, sei beider außergewöhnliches musikalisches Wissen. Golia würde über ein ganzes Arsenal an Instrumenten verfügen, während Kowald verschiedene Spieltechniken einsetze. Beides verleihe der Musik Tiefe und Substanz, die man sonst kaum erwarten würde. „Arco / Soprano“ sei ein Paradebeispiel dafür, wie man mit relativ wenigen Mitteln maximale Wirkung erzielen könne. Es sei eine beachtliche Leistung Golias, dass er auf dem geraden Saxophon so unverwechselbar ist, dass er niemanden außer sich selbst heraufbeschwören könne. Die Musik profitiere davon, denn beide Musiker würden im besten Sinne des Wortes im Hier und Jetzt aufgehen.[2]

„Arco / Contra Alto Clarinet“ werde nur geringfügig von Anthony Braxtons Verwendung des Kontrabassmodells dieses Instruments beeinflusst, doch sobald Golia seine anfängliche Fixierung auf die tiefen Lagen überwinde, würde die Musik ihre ganze Pracht entfalten, so Jones. Kowald entlocke seinem Bass Töne jenseits der temperierten Töne, und gerade die bewusst unkonventionelle Herangehensweise des Duos verleihe der Musik eine noch größere Resonanz als gewöhnlich. In „Arco / Bass Clarinet“ würden sie beweisen, wie sehr sie „dem Augenblick verfallen“ seien. Golia zeige sich erneut als eigenständiger Musiker auf einem Instrument, dem man eine ambivalente Stellung in der Musikgeschichte zuschreiben könnte. Hier sei er in den tiefen Lagen des Instruments am wirkungsvollsten, während Kowald zeitweise allgegenwärtig zu sein scheine, wobei sein Eingehen auf den Moment durch die Anforderungen des gemeinsamen Musizierens gebremst werde. „Arco / Sopranino“ sei im Grunde der Ausdruck der impliziten Übereinkunft, nicht übereinzustimmen, doch Kowalds Heimlichkeit scheine diesen Eindruck ohnehin zu untergraben. Während Golia auf schnelle und kaum artikulierte Noten zurückgreife, trotte der Bassist zeitweise unbeholfen dahin, nicht so sehr in Golias Gefolge, sondern neben ihm, während er radikal andere Perspektiven eröffnen würde.[2]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Peter Kowald / Vinny Golia: Mythology. In: Discogs. Abgerufen am 11. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 Nic Jones: Peter Kowald / Vinny Golia: Mythology. In: All About Jazz. 16. August 2009, abgerufen am 11. September 2026 (englisch).