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Money Mule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Money Mule („Geldesel“ oder „Finanzagent“) ist eine Person, die Geld aus illegalen Quellen über ihr Bankkonto im Auftrag anderer weiterleitet, um die Herkunft des Geldes zu verschleiern. Dabei macht sich die Person in der Regel strafbar, etwa wegen Beteiligung an Geldwäsche oder Beihilfe zu Betrugs- und Vermögensdelikten. Die Konten von Money Mules werden im Zusammenhang mit Betrugsdelikten, Diebstahl oder Geldwäsche von Kriminellen genutzt. Neben Bankkonten können auch andere Zahlungsinstrumente wie Kreditkarten oder E-Wallets missbraucht werden. Der Vorgang selbst wird als Money Muling bezeichnet.[1][2]

Money Mules erhalten oft eine geringe Provision für ihre Beteiligung. In vielen Fällen sind sie sich der illegalen Herkunft des Geldes nicht bewusst und glauben, eine legale Tätigkeit auszuüben, etwa als Finanzagenten zu arbeiten oder indem sie eine Überweisung für eine andere Person durchführen. Ähnliche Methoden werden auch zur Verschleierung illegal erworbener Waren eingesetzt.[3]

Anwerbung von Money Mules

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Money Mules werden häufig über Online-Plattformen wie Social Media oder gefälschte Webseiten angeworben, die durch gezielte Verbreitung über soziale Netzwerke, Spam-Mails, Messaging-Apps, Suchmaschinen oder betrügerische Online-Werbung sichtbar gemacht werden. Diese Seiten imitieren seriöse Arbeitgeber oder Jobportale und enthalten vermeintliche Angebote bei Scheinunternehmen. Ebenso erfolgt die Rekrutierung im Rahmen von Romance-Scam-Betrugsmaschen, bei denen Täter über vorgetäuschte persönliche Beziehungen Vertrauen aufbauen und die Betroffenen anschließend zur Durchführung von Geldtransfers bewegen.

Verschleierung von Geldflüssen

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Die bereitgestellten Konten werden anschließend zur Weiterleitung der Gelder auf ausländische Bankkonten oder zur Umwandlung in Gutscheine oder Kryptowährungen genutzt, wodurch die Nachverfolgung der Geldflüsse erschwert wird.[1][4]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Schweizerische Kriminalprävention: Money Mules. Abgerufen am 1. Mai 2026.
  2. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF): «Money Mule»-Masche: Kriminelle machen Unwissende zu Geldwäschern. In: Kassensturz / Espresso. Abgerufen am 1. Mai 2026.
  3. Europol: Money muling. Abgerufen am 1. Mai 2026 (englisch).
  4. Finanzagenten. In: BACS - Cyberbedrohungen. Bundesamt für Cybersicherheit, abgerufen am 2. Mai 2026.