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Micro-Credential

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Micro-Credential (auch Microcredential, Microdegree oder Nanodegree genannt) ist sowohl eine Bezeichnung für eine Bescheinigung der Teilnahme an einem kompakten Bildungskurs als auch Bezeichnung für einen kompakten Bildungskurs an sich.[1]

Microcredentials werden hauptsächlich von Hochschulen und privaten Bildungseinrichtungen – insbesondere von Online-Akademien/Bildungswebsites und in Form von E-Learning als Massive Open Online Course[2] – angeboten und sollen den Erwerb von Zusatzqualifikationen der Teilnehmenden innerhalb einer kurzfristigen bis mittelfristigen Zeit (in der Regel zwischen 25 und 180 Stunden) sicherstellen.

An einer Qualitätsprüfung auf Basis einheitlicher Standards der Angebote wurde bereits gearbeitet[3], weitere, z. T. lokale Konkretisierungen sind in Vorbereitung.[4]

Eine generelle Anerkennung oder Anrechnung von Micro-Credential-Zertifikaten, beispielsweise durch Arbeitgeber beziehungsweise Unternehmen, aber auch durch Lehrende, Prüfungsausschüsse und Prüfungsverwaltungen an Hochschulen, gibt es nicht.[1]

Manche Microcredentials werden von Hochschulen anerkannt (insbesondere solche, die an derselben Hochschule stattfinden) und mit Creditpoints vergütet.[1]

Micro-Credentials sollen lebenslanges Lernen beziehungsweise Weiterbildung fördern.[1]

Basis der deutschlandweiten Entwicklungen ist das vom European Consortium of Innovative Universities entwickelte – und von allen Hochschulen in der Europäischen Union dementsprechend zu berücksichtigende – Konzept von Micro-Credentials.[1]

Im Mai 2022 veröffentlichte der Rat der Europäischen Union, darauf aufbauend, eine Empfehlung über einen europäischen Ansatz für Microcredentials für lebenslanges Lernen und Beschäftigungsfähigkeit, die neben Begründungen und Zielen von Micro-Credentials auch eine Liste gemeinsamer europäischer Standardelemente zu ihrer Beschreibung enthält.[5]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Katharina Hölter: (S+) Stecken unsere Lebensläufe bald voller Micro-Credentials? In: Der Spiegel. 6. Februar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Februar 2022]).
  2. Adam Vigdor Gordon: 'MicroMasters' Surge As MOOCs Go From Education To Qualification. In: forbes.com. Abgerufen am 6. Februar 2022 (englisch).
  3. Hochschulrektorenkonferenz (HRK): HRK-Modus-Projekt "Microcredentials an Hochschulen – Strategische Entwicklung und Qualitätssicherung" - Ergebnisse der HRK-Modus-Zukunftswerkstatt Microcredentials. (hrk-modus.de [PDF; abgerufen am 6. Februar 2026]).
  4. Hochschulverbund Microcredentials in Sachsen-Anhalt (MC4LSA): Career Readiness durch Microcredentials. (stiftung-hochschullehre.de [abgerufen am 6. Februar 2026]).
  5. Ein europäischer Ansatz für Microcredentials. In: education.ec.europa.eu. Abgerufen am 5. März 2023.