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Michael Gasteiger

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Michael Gasteiger (* 24. April 1877 in Birkenstein, Fischbachau;[1]25. September 1957 in Schliersee)[2] war ein deutscher Schreiner und Autor sowie von 1914 bis 1933 Münchner Stadtrat der Bayerischen Volkspartei. Vor 1902 war er Mitarbeiter im statistischen Amt, seit 1902 bei einem Gewerkschaftsblatt.[2] Zwischen 1904 und 1918 neben Carl Walterbach und von Januar 1919 bis Oktober 1920 alleinverantwortlich fungierte Gasteiger als Chefredakteur beim Verband Süddeutscher katholischer Arbeitervereine. Zwischen 1921 und 1931 leitete er die bayerische Landesabteilung der Reichszentrale für den Heimatdienst als Direktor, seit 1919 bereits als stellvertretender Direktor. Er arbeitete auch beim Bauvereinkartell. Vor 1929 wurde er Aufsichtsratsmitglied im Verein für Volkswohnungen e. V.,[3][4] den er im Jahr 1909 mitbegründet hatte. Im Jahr 1931 leitete er die Pressestelle der kommunalen Spitzenverbände Bayerns sowie des Caritasverbands München.[2] Von 1945 bis 1948 war er Bürgermeister der Miesbacher Gemeinde Schliersee, deren Ehrenbürger er später wurde.[5] Wenige Jahre nach seiner Zeit als Bürgermeister war er noch bis zu seinem Lebensende stellvertretender Landrat von Miesbach.[2]

Im Jahr 1984 wurde der Michael-Gasteiger-Weg im Münchner Stadtbezirk Allach-Untermenzing nach ihm benannt.[6]

Schriften (Auswahl)

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  • Die Christliche Arbeiterbewegung in Süddeutschland. Verlag des Verbandes Süddeutscher katholischer Arbeitervereine, München 1908
  • Die gelben Gewerkschaften. Sozialpolitischer Verlag, München 1909.
  • Die Christliche Arbeiterbewegung in Geschichte und Arbeit. Breer & Thiemann, Hamm (Westfalen) 1914
  • Die Arbeiterwohnungsfrage in Deutschland. Verlag Leohaus, München 1916
  • Präses Lohr: Blumen auf ein Priestergrab. Huber, München 1938
  • Fünf Jahre Gemeindepolitik. Pfeiffer, München 1924.
  • Unser Weg und unsere Arbeit. Reichszentrale für Heimatdienst, München 1926.
  • Die deutsche Gemeinde in Geschichte und Arbeit: ein Abriß der Gemeindepolitik. Verlag der Bayerischen Kommunal-Korrespondenz, München 1929.
  • Das Buch von Schliersee: 1200 Jahre Natur und Kultur im Schlierseer Winkel; Erlebtes, Erlauschtes, Erlesenes. Dom Verlag, München 1951
  • Der Landkreis Miesbach: eine kleine Heimatgeschichte in Wort, Bild u. Zahl. Bommer, Miesbach 1953.
  • Markt und Stadt Miesbach: in Geschichte und Gegenwart. Mayr, Miesbach 1957

Einzelnachweise

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  1. Der bayerische Bürgermeister. Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, 1947, S. 80 (google.de [abgerufen am 10. März 2026]).
  2. 1 2 3 4 Joachim Lilla: Der Bayerische Landtag 1818/19 bis 1933. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte. Die Landtagswahlvorschläge 1919 bis 1932 (1933): Index der nicht gewählten Bewerber. – Gasteiger, Michael, S. 146–147 (google.de).
  3. Dorit-Maria Krenn: Die christliche Arbeiterbewegung in Bayern vom Ersten Weltkrieg bis 1933. Matthias-Grünewald-Verlag, 1991, ISBN 978-3-7867-1551-1, S. 123, 338 (google.de [abgerufen am 10. März 2026]).
  4. Friedrich Prinz: Die Geschichte Bayerns. Piper, 1999, ISBN 978-3-492-04123-2, S. 402, 508 (google.de [abgerufen am 10. März 2026]).
  5. Michael Gasteiger Archive. In: Schliersee Magazin. 4. April 2019, abgerufen am 10. März 2026.
  6. Gerhard Willhalm: Michael-Gasteiger-Weg in München – Geschichte & Architektur. Abgerufen am 12. März 2026.