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Messlupe

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Messlupe für einen Messbereich von 20 mm

Eine Messlupe, auch als Brinellupe bezeichnet, ist ein optisches Messgerät mit integrierter Mess- oder Vergleichsskala. Sie wird in der Werkstoffprüfung zum Ausmessen von Brinelleindrücken und Aufkohlungszonen an gebrochenen Probestäben verwendet.[1]

Aufbau und Funktionsprinzip

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Einfache Bauform mit Strichplatte und Messskala

Messlupen werden für Messbereiche von 10 oder 20 mm bei einer Ablesung von 0,1 mm angeboten. Durch Verschiebung der Messlupe lässt sich beispielsweise der größte Durchmesser eines Brinelleindrucks ermitteln; ebenso können Facettenlängen und sonstige Abstände gemessen werden. Mit zunehmender Tiefe der Messkante nimmt deren Schärfe in Abhängigkeit vom Abstand der Auflage ab, was der Messung Grenzen setzt.[1]

Messlupen sind mit unterschiedlichen Strichplatten erhältlich, sodass sie unter anderem auch als einfaches Winkelmessgerät, als Radiuslehre oder als Fadenzähler verwendet werden können.[1]

Der Typograf Henri Friedlaender bei der Arbeit mit einer Messlupe

Messlupen eignen sich besonders für rasche Stichprüfungen vor Ort. Für umfangreiche Massenprüfungen sind sie weniger geeignet, da das menschliche Auge dabei stark belastet wird; hier kommen zweckmäßigerweise Profilprojektoren zum Einsatz.[1]

Über die Werkstoffprüfung hinaus werden Messlupen auch in der Philatelie verwendet, etwa zum Ausmessen von Druck- und Perforationsmerkmalen sowie zur Beurteilung von Plattenfehlern oder Reparaturen.

  • Paul Bauer: Grundlagen und Geräte der technischen Bohrungsmessung (= Technica-Reihe. Nr. 17). Birkhäuser, Basel 1974, ISBN 978-3-7643-0663-2.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Paul Bauer: Grundlagen und Geräte der technischen Bohrungsmessung (= Technica-Reihe. Nr. 17). Birkhäuser, Basel 1974, ISBN 978-3-7643-0663-2, S. 57.