Messlupe
Eine Messlupe, auch als Brinellupe bezeichnet, ist ein optisches Messgerät mit integrierter Mess- oder Vergleichsskala. Sie wird in der Werkstoffprüfung zum Ausmessen von Brinelleindrücken und Aufkohlungszonen an gebrochenen Probestäben verwendet.[1]
Aufbau und Funktionsprinzip
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Messlupen werden für Messbereiche von 10 oder 20 mm bei einer Ablesung von 0,1 mm angeboten. Durch Verschiebung der Messlupe lässt sich beispielsweise der größte Durchmesser eines Brinelleindrucks ermitteln; ebenso können Facettenlängen und sonstige Abstände gemessen werden. Mit zunehmender Tiefe der Messkante nimmt deren Schärfe in Abhängigkeit vom Abstand der Auflage ab, was der Messung Grenzen setzt.[1]
Messlupen sind mit unterschiedlichen Strichplatten erhältlich, sodass sie unter anderem auch als einfaches Winkelmessgerät, als Radiuslehre oder als Fadenzähler verwendet werden können.[1]
Anwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Messlupen eignen sich besonders für rasche Stichprüfungen vor Ort. Für umfangreiche Massenprüfungen sind sie weniger geeignet, da das menschliche Auge dabei stark belastet wird; hier kommen zweckmäßigerweise Profilprojektoren zum Einsatz.[1]
Über die Werkstoffprüfung hinaus werden Messlupen auch in der Philatelie verwendet, etwa zum Ausmessen von Druck- und Perforationsmerkmalen sowie zur Beurteilung von Plattenfehlern oder Reparaturen.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Bauer: Grundlagen und Geräte der technischen Bohrungsmessung (= Technica-Reihe. Nr. 17). Birkhäuser, Basel 1974, ISBN 978-3-7643-0663-2.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Paul Bauer: Grundlagen und Geräte der technischen Bohrungsmessung (= Technica-Reihe. Nr. 17). Birkhäuser, Basel 1974, ISBN 978-3-7643-0663-2, S. 57.