Der Mendlingbach entspringt östlich der Promau, zwischen Scheibenberg im Süden und Königsberg1452mü.A. im Norden, wo er sich aus mehreren kleinen Gewässern (Großer Höllgraben, Kleiner Höllgraben, Seitgraben, Lebersgraben von Königsberg und Schwarzbachgraben vom Bodingsattel) bildet.[2]
Ab oberhalb Großegg, beim Halstal, wendet sich der Bach nach Südost, zuerst in einem kurzen Klammabschnitt, dann einer sanften Talung, links liegt das Schwölleck(1069mü.A.), rechts die Breitseiten des Scheibenbergs. Bei Grossegg liegt auch die Großeggerquelle, eine Karstquelle.[6]
Bei Lassing, das etwa 100m höher liegt, schwenkt der Bach dann südwestwärts, und fließt geradewegs weiter, bis er (auch als Lassingbach bezeichnet)[1] bei Erzhalden in die Salza mündet. In Talabschnitt des Unterlaufs liegt der Ort Mendling. Vom Hochkar im Süden nimmt der Mendlingbach hier die Gerinne aus Königsgraben, Dürrengraben, und Bösgraben auf, vom Scheibenberg den Raffelgraben.
Das mittlere Mendlingtal bildet heute die Erlebniswelt Auf dem Holzweg im mittleren Mendlingtal, die das Kleineisengewerbe der Eisenwurzen als Freilichtmuseum dokumentiert. Sie ist eine der letzten bestehenden funktionierenden Holztriftanlagen Mitteleuropas, mit Mühlen, einer Venezianischen Brettersäge, Schmiedegesellenhaus, Fischteichen und im Sommer Schautriftvorführungen. Der Wanderweg führt vom oberen Ortsende bis zum Hammerherrenhaus in Großegg.
Am 4. Oktober 2020 war der Erlebnisweg im Mendlingtal am Vormittag wegen Sturms geschlossen, wurde mittags von einem Sachkundigen begangen und nachmittags bei vorhergesagt abflauenden Winden wieder geöffnet. Ein aufgekommener Wind hat nachmittags Bäume entwurzelt, die auf den Weg gestürzt sind und hier ein 4-jähriges Mädchen getötet und mehrere Menschen leicht verletzt haben.[7]
Am Unterlauf läuft zwar die Erlauftal Straße B25, trotz Ort und dem wasserbaulich genutzten Mittellauf (dort verläuft die L6179Lassing– Hof-Großegg oberhalb am Hang) ist das Tal aber weitgehend naturnah, am Oberlauf naturbelassen, die Gemeindestraße Großegg– Hollenstein verläuft seitab in einem Nebengraben.
Der Bach ist kein explizites Ziel für Wildwassersport, wird aber mit SchwierigkeitsgradII/III geführt.[8]
Die Großeggerquelle, auch Großegger-Quelle genannt, (Lage)47.75163714.869458 ist eine Karstquelle am Nordfuß des etwa 1400mü.A. hohen Scheibenberges. Sie liegt am orografisch rechten Ufer des Mendlingbaches südlich von Großegg. Der dort entspringende Bach wird zum Betreiben einer Getreidemühle genutzt. Das Quellwasser entspringt einer vertikal verlaufenden Schachtwasserhöhle im Felsen.
Ernst Zettel: Unser Mendlingttal, wie ich es erlebe. o.D. (goestling.at, [PDF-Datei], abgerufen am 22. April 2012).
M. Moser: Bericht 2003 über geologische Aufnahmen im Gebiet Lassing (NÖ) – Mendlingbach – Scheibenberg auf Blatt 101 Eisenerz. Geologische Bundesanstalt, Wien 2004.
12nur in der ÖK200, an der Mündung; Namensgebrauch für den Unterlauf lokal üblich Lassing[bach] heißen auch die beiden nächsten Bäche flussaufwärts bei Gußwerk und bei Wildalpen (Holzäpfelbach)
1234Quelle im Kartenwerk nicht exakt bestimmt; Atlas-Gewässerkarte (in der Suche "Orte/Berge/Gebiete:" "Mendlingbach" eintragen) → Koordinatenmessung; Angabe nach Wasserbuch Gewässerkennzahlen/Grundwasserkörper: 401090001 Mendlingbach Unterlauf: 2.000 m; 401090002 Mendlingbach Mittellauf 1: 3.000 m; 401090003 Mendlingbach Mittellauf 2: 2.500 m; 401090004 Mendlingbach Oberlauf: 2.500 m; Steirischer Anteil nach Digitale Gewässerkartei Steiermark: Mendlingbach; Gewässernummer: 2519; Gewässerlänge: 4,173km; wis.stmk.gv.at, (https).