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Meinhardt Messner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Meinhardt Messner (* 19. Februar 1944) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er hat bei seinem Heimatverein SV Arminia Hannover von 1962 bis 1974 in der Fußball-Oberliga Nord beziehungsweise Fußball-Regionalliga Nord insgesamt 12 Ligarunden absolviert, darunter von 1963 bis 1974 die gesamten elf Jahre der damals zweitklassigen Regionalliga Nord. Im letzten Jahr der erstklassigen Oberliga Nord, 1962/63, debütierte der aus der Jugend übergewechselte Nachwuchsspieler mit 13 Einsätzen in der Oberliga, ehe er sich von 1963 bis 1974 mit 300 Ligaeinsätzen (37 Tore) zum Regionalliga-Rekordspieler von Arminia Hannover entwickelte.[1]

Spielerlaufbahn

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Zur Saison 1962/63 wurden die bisherigen A-Juniorenspieler Jürgen Grupe und Meinhardt Messner in den Ligakader des Oberliganord-Aufsteigers Arminia Hannover übernommen. Zusätzlich wurden noch die externen Neuzugänge Johannes Hein (Heider SV), Ernst-August Künnecke (VfV Hildesheim) und Willi Langemann (SC Leu Braunschweig) neu unter Vertrag genommen.

Bei den „Blauen“ vom Stadion am Bischofsholer Damm ragten die Halbstürmer Gerhard Elfert und Lothar Ulsaß aus der Mannschaft heraus und Trainer Fritz Schollmeyer führte den Aufsteiger auf den 10. Tabellenrang. In der Rückrunde hatte der zumeist als Rechtsaußen im damaligen WM-System aufgebotene Messner, die Mehrzahl seiner 13 Ligaeinsätze zu verzeichnen gehabt. Darunter auch die drei Begegnungen gegen Werder Bremen (2:5), Hannover 96 (4:2) und FC St. Pauli (2:3).

Da Norddeutschland mit dem Hamburger SV, Werder Bremen und Eintracht Braunschweig drei Vereine für die neu ab 1963/64 startende zentrale Fußball-Bundesliga zugestanden wurde, ging es für Arminia Hannover und Messner 1963 in der zweitklassigen Regionalliga Nord weiter. Arminia verpflichtete mit Helmut Kafka, Hans Wiesenmüller und Uwe Witt drei neue Spieler; alle drei Neuzugänge erwiesen sich als Verstärkungen und gehörten der Stammbesetzung an. Der Druck mit aller Gewalt die BL-Aufstiegsrunde erreichen zu wollen, legte die Nerven bei den „Blauen“ aber blank. Bereits zum 19. November wurde Trainer Schollmeyer entlassen und durch den langjährigen Arminen-Spieler Robert Pluta ersetzt. Durch die drei Niederlagen in Serie am 18., 19. und 20. Spieltag, es waren die drei Startspiele zur Rückrunde im Januar 1964 gegen Altona 93 (1:3), Holstein Kiel (1:2) und VfL Osnabrück (0:3), wurde das Rundenziel aber verfehlt. Hinter Meister FC St. Pauli und Vizemeister Hannover 96 reichte es nur zum 3. Platz und der Lokalrivale setzte sich danach auch noch in der Aufstiegsrunde durch und stieg in die Bundesliga auf. Ulsaß hatte in 32 Ligaeinsätzen 29 Tore erzielt und Messner war an seiner Seite in 16 Spielen auf Rechtsaußen aufgelaufen und hatte dabei drei Tore beigesteuert.

In den folgenden Runden 1964/65 und 1965/66 wurden die Plätze vier und sechs belegt und Messner gehörte ab dem dritten Regionalligajahr der Stammbesetzung von Arminia Hannover an. Zwischenzeitlich hatte sich das Eigengewächs zu einem Allrounder entwickelt und lief unter Trainer Hans Hipp in der Saison 1966/67 als rechter und linker Verteidiger sowie als linker und rechter Außenläufer im Team vom Bischofsholer Damm auf. Die Arminen gewannen mit 47:17 Punkten die Meisterschaft und legten mit 29:3 Punkten in den Heimspielen dazu die Grundlage. Die Vizemeisterschaft erreichte Göttingen 05, punktgleich vor Holstein Kiel. Allrounder Messner hatte 29 Ligaspiele mit drei Toren absolviert. In der Bundesligaaufstiegsrunde bestritt der zuverlässige Mannschaftsspieler alle acht Gruppenspiele gegen Hertha BSC, Borussia Neunkirchen, FC Bayern Hof und Schwarz-Weiß Essen und zwar jeweils als linker Außenläufer. Seine Mannschaft belegte mit 7:9 Punkten den 3. Rang.

Die Titelverteidigung glückte 1967/68 in der Rückrunde nach langer Aufholjagd, wiederum vor dem punktgleichen Göttingen und einen Punkt vor dem VfL Wolfsburg. Den Spielerkader hatte der Titelverteidiger mit Hendrikus van Meteren, Winfried Mittrowski, Edgar Puchmüller und Hans-Peter Lamparth verstärkt. In der Bundesligaaufstiegsrunde hatten die Mannen um Klaus Forbrig und Meinhardt Messner aber gegen Kickers Offenbach, Bayer Leverkusen, TuS Neuendorf und Tennis Borussia Berlin keine Chance. Mit 4:12 Punkten belegten sie den 5. Rang.[2]

Zum Meisterschaftshattrick reichte es 1968/69 dann aber nicht, die Hipp-Mannschaft belegte mit 38:26 Punkten den 5. Rang und der Höhenflug vom VfL Osnabrück begann. Messner absolvierte 26 Ligaspiele und erzielte einen Treffer an der Seite des 16-fachen Torschützen Hendrikus van Meteren. Messner stürmte in 19 Spielen auf Rechtsaußen, lief in vier Spielen als Halbstürmer auf und wurde in drei weiteren Spielen eingewechselt. Das Spiel der Arminen wurde durch eine zuverlässige Defensive getragen, welche in den Auswärtsspielen lediglich 15 Gegentreffer zuließ und damit den Bestwert der Regionalliga Nord erreichte. Die Lila-Weißen aus Osnabrück gewannen unter Trainer Radoslav Momirski souverän mit neun Punkten Vorsprung die Meisterschaft und stellten mit Mittelstürmer Wolfgang Kaniber (30 Tore) auch den Regionalliga-Torschützenkönig.

In der letzten Runde der alten zweitklassigen Regionalliga, 1973/74, belegte Messner unter Trainer Kurt Krause mit Arminia den 9. Rang. Er hatte zwischenzeitlich die Liberorolle übernommen und hatte in 23 Ligaeinsätzen neun Tore erzielt. Beide Spiele gegen den Lokalrivalen OSV Hannover endeten mit einem Unentschieden; das Heimspiel 1:1, das Auswärtsspiel 3:3 und jeweils war Messner dabei als Libero aktiv gewesen. Mit dem 38. Spieltag, den 5. Mai 1974, bei einer 2:3-Auswärtsniederlage gegen den FC St. Pauli, beendete der Regionalligarekordspieler seine Vertragsspielerkarriere.

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 336.
  • Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine Norddeutschland. Agon Sportverlag. Kassel 2004. ISBN 3-89784-223-8. S. 301–305.
  • Harald Igel/Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (Hrsg.): Oberliga Nord 1947 – 1963, Band 2: 1956 bis zur Bundesliga. Sulingen 2023.
  • Harald Igel/Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (Hrsg.): Regionalliga Nord 1963 – 1974, Band 1: 1963 bis 1969. Sulingen 2024.

Einzelnachweise

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  1. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 336
  2. Ulrich Merk, Andre Schulin, Maik Großmann: Bundesliga Chronik 1967/68. Agon Sportverlag. Kassel 2006. ISBN 978-3-89784-087-4. S. 193/194