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Open-Access-Zeitschrift

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(Weitergeleitet von Mega-Journal)

Open-Access-Zeitschriften sind wissenschaftliche Fachzeitschriften, die im Internet nach dem Prinzip von Open Access frei zugänglich sind. Meistens werden die Inhalte unter freien Lizenzen wie Creative Commons veröffentlicht, mit denen unter anderem eine Weiterverbreitung über Repositorien zulässig ist.[1] Diese Anforderung ist unter anderem in der von der überwiegenden Zahl deutscher Forschungseinrichtungen getragenen Berliner Erklärung festgeschrieben. Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Informationen in Open-Access-Zeitschriften wird auch als „Goldener Weg“ des Open Access bezeichnet.

Einen Überblick über qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften bieten das Directory of Open Access Journals (DOAJ) und die Elektronische Zeitschriftenbibliothek, in der Zeitschriften nach Zugänglichkeit gefiltert werden können. Weltweit wurden seit Beginn der Open-Access-Bewegung tausende neuer Open-Access-Zeitschrift gegründet, viele davon waren bereits von Anfang an Diamond Open Access. Für den Betrieb und Aufbau von Open-Access-Zeitschriften stehen zahlreiche Informationsressourcen und Werkzeuge zur Verfügung, beispielsweise das Open-Access-Journals-Toolkit das seit 2022 vom DOAJ gemeinsam mit OASPA erstellt wurde.[2]

Von reinen Open-Access-Zeitschriften zu unterscheiden sind die „hybriden“ Zeitschriften, die einer Subskriptionspflicht unterliegen, und bei denen nur einzelne Artikel gegen eine Zusatzgebühr unter eine freie Lizenz gestellt werden können.

Es gibt zahlreiche Softwarelösungen im Open-Source-Bereich für die Verwaltung und Publikation einer Open-Access-Zeitschrift, beispielsweise Open Journal Systems, Scholastica oder Janeway.

Probleme durch Open-Access-Zeitschriften

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Bei Open-Access-Journalen, die sich über Publikationsgebühren (Article Processing Charges) finanzieren, entstand ein Anreiz für die Verlage, den Fokus nicht mehr primär auf Qualität von Artikeln zu legen, die für die Rechtfertigung hoher Abonnementgebühren wichtig wäre. Stattdessen geht das wirtschaftliche Interesse der Anbieter nun vielfach zu mehr Quantität, um möglichst viel Gewinn zu erzielen. Dies äußert sich unter anderem in teilweise mangelhaft oder sogar nur scheinbar durchgeführten Peer-Review-Prozessen.[3]

Als Megajournals (auch Mega-Journals) werden Open-Access-Zeitschriften bezeichnet, die keinen speziellen thematischen Fokus haben und eine sehr große Zahl von Artikeln in kurzer Zeit veröffentlichen. Als erstes Journal dieser Art gilt PLOS ONE der Public Library of Science (PLOS), das 2006 gegründet wurde und jährlich bis zu 30.000 Artikel veröffentlichte. Seit 2013 gehen die Output-Zahlen von Plos One wieder zurück.

Nach dem Vorbild von Plos One gründeten andere Wissenschaftsverlage ebenfalls Megajournals, beispielsweise PeerJ, mBIO der American Society for Microbiology, Cell Reports von Cell Press, Sage Open von Sage und Scientific Reports von Nature.[4]

Als Mirror journal wird eine Open-Access-Zeitschrift bezeichnet, die als Reaktion auf die Ankündigung der Forschungsförderer (siehe z. B. Plan S), keine Artikel in hybriden Zeitschriften mehr finanziell zu fördern, gegründet wurde. Große Verlage wie Elsevier begannen seit 2018 damit, ähnlich klingende, reine Open-Access-Zeitschriften ihrer bereits etablierten, Closed-access-Zeitschriften zu lancieren, die überwiegend aus denselben Herausgeberteams bestehen und diese etablierten Journals somit „spiegeln“.[5] Deshalb werden diese Journals von den meisten Publikationsfonds für eine Förderung ausgeschlossen.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Über Lizenzen für open access Veröffentlichungen. Informationsplattform open-access; abgerufen am 10. September 2019.
  2. ↑ OASPA und DOAJ: About the Open Access Journals Toolkit. Webseite des Toolkits, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  3. ↑ John Bohannon: Who’s Afraid of Peer Review? In: Science, 2013, 342, 6154, 60–65
  4. ↑ Medizin-Bibliothek Münster: PeerJ: All you can publish Blog, 28. November 2012
  5. ↑ Michaela Voigt: Spieglein, Spieglein an der Wand… Mirror Journals gezielt erkennen. Blog Der DINI AGs FIS & EPUB, 2022. doi:10.57689/dini-blog.20220815