Mediavision
MediaVision war eine kurzlebige digitale Pay-TV-Plattform zur Übertragung digitaler Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie digitaler Datendienste in Deutschland und gehörte zur Deutschen Telekom Gruppe. Eine weitere Bezeichnung war Telekom-Kabel, unter der die Dienstleistung auch angeboten wurde.
Geschäftstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die MSG MediaServices GmbH mit Sitz in München wurde Anfang 1999 durch die Umbenennung der seit 1997 bestehenden Kabel Service GmbH[1] als anfängliche Betreiberin von Mediavision und hundertprozentige Tochter der Deutschen Telekom gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Mutterunternehmen selbst für alle Belange rund um das Kabelnetz verantwortlich gezeichnet.[2] Im Zuge einer Restrukturierung des Breitbandkabelgeschäfts zählten Entwicklung und Angebot neuer Dienste für Breitbandkabel und Digital-TV sowie der Betrieb der digitalen Plattform und die Vermittlung von Programmangeboten zu den ersten Aufgaben der MSG.[1]
Es folgte einer erneute Umstrukturierung, die Mitte 2001 in Kraft trat: Der Geschäftsbereich Contentvermarktung, so auch Mediavision, wurde in die Deutsche Telekom eingegliedert[3]. Neben dem Unternehmenssitz München verfügte Mediavision über Standorte unter anderem in Darmstadt und Freiburg. Unter dem Slogan: MediaVision. Fantastische Aussichten auf morgen bot Mediavision seine Aktivitäten digitale Programme an. Es war jedoch notwendig, zum vollständigen Empfang des Angebots eine Smartcard – die Mediavision Card, sowie ein Dekoder, die d-box, zu nutzen.[4]
Die Deutsche Telekom AG veräußerte kurz darauf ihr Kabel-TV-Geschäft. Daraufhin stellte Mediavision zum 1. November 2002 bundesweit den Sendebetrieb ein.[5] Alle weiteren Entwicklungen zu Programmangeboten und Bereitstellung von Kabelanschlüssen gingen in Folge auf das Unternehmen Kabel Deutschland GmbH über. 2011 erfolgte die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung mit Kabel Deutschland.[3]
Zum Angebotsumfang gehörte der Vision Programm-Manager. Dieser bot dem Zuschauer die Möglichkeit, durch die digitalen Rundfunk- und Fernsehangebote zu navigieren. Dabei war eine Gliederung nach verschiedenen Kriterien möglich, etwa nach aktueller Ausstrahlung, Genres oder selbst festgelegten Favoriten.[6]
Produktfamilie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mediavision bot verschiedene Programmpakete an:
- VisionBasic: Basispaket
- VisionSelect: individuelles Pay-TV-Paket
- VisionGlobe: fremdsprachiges TV-Programm-Paket
- VisionSpecial: Pay-TV-Programm für spezielle Interessen
- VisionProfi: für professionelle Abonnenten
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Handelsregister B des Amtsgerichts München, Historischer Auszug zur Registernummer 122932, abgerufen unter handelsregister.de.
- ↑ MSG Media Services Programme im T-Punkt, Kontakter vom 15. November 1999.
- ↑ a b Handelsregister B des Amtsgerichts München, Chronologischer Auszug zur Registernummer 122932, abgerufen unter handelsregister.de.
- ↑ PremiereWorld Kooperation mit Telekom, Kontakter vom 24. Juli 2000.
- ↑ Telekom stellt defizitäres Pay-TV-Angebot ein, Berliner Zeitung vom 5. Juni 2022.
- ↑ MediaVision EPG für das Kabelnetz, Kontakter vom 6. März 2000.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anteilsübersicht Deutsche Telekom AG 2002 (PDF-Datei; 12 kB)
- Firmenlogo MediaVision