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Meanwhile in Namibia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Meanwhile in Namibia
Produktionsland Deutschland, Namibia
Originalsprache Afrikaans, Deutsch, Englisch, Otjiherero
Erscheinungsjahr 2026
Länge 118 Minuten
Stab
Regie Jonas Spriestersbach
Drehbuch Jonas Spriestersbach
Produktion Jonas Spriestersbach
Musik Joel Toromba
Kamera Jonas Spriestersbach
Schnitt Jonas Spriestersbach

Meanwhile in Namibia ist ein deutsch-namibischer Dokumentarfilm von Jonas Spriestersbach aus dem Jahr 2026.

Von 1904 bis 1908 verübten deutsche Kolonialtruppen im heutigen Namibia den Völkermord an den Herero und Nama. Die deutsche Regierung hat den Völkermord anerkannt, ist aber nicht bereit, Reparationszahlungen zu leisten. Stattdessen werden Entwicklungshilfe betrieben und Museen in der Region gefördert. Der Film offenbart den Zynismus dieser Haltung: So treffen heute in Namibia Einheimische in traditioneller Kleidung auf deutsche Touristen, die sich rassistisch über die Einheimischen und den Völkermord äußern. Der Film zeigt diese Begegnungen und auch die Meinungen der Namibier über die Deutschen.[1]

Die Rede des ehemaligen Außenministers Heiko Maas zum Völkermord an den Herero und Nama in Namibia[2] veranlasste den Regisseur Spriestersbach, sich genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für den Film erhielt er nach eigenen Angaben keine Förderung. Trotz der rassistischen Aussagen von Deutschen im Film habe er mit diesen vor Ort kein Problem gehabt. Grundsätzlich habe er sich die Frage gestellt, ob es als weißer Europäer überhaupt sinnvoll sei, einen Film über Probleme von Schwarzen in Namibia zu drehen.[3]

Der Film feierte im April 2026 im internationalen Wettbewerb des Visions du Réel Premiere[4][5] und wurde im Mai beim DOK.fest München gezeigt. Dort gewann er den deutschen Wettbewerb.[6]

Lida Bach für Moviebreak: „[Der Film] zeigt mit doppelmoralischer Dialektik auf deutsche Entwicklungshilfe als fadenscheinigen Ausgleich für Kolonialschuld, während es mit der Ausstellung dieser Thematik Festival-Prestige verdient. Das pseudo-kritische Panoptikum neokolonialistischen Narzissmus verrät den gleichen Mangel an Selbstreflexion, den es vorführt, überzeugt von der eigenen humanistischen Hegemonie. Ziel ist nicht Erkenntnis historischer Schuld, sondern die dramaturgische Distanzierung von dieser.“[7]

Auszeichnungen (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Meanwhile in Namibia. In: dokfest-muenchen.de. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  2. Heiko Maas - Statement zum Völkermord in Namibia: »Wir werden um Vergebung bitten«. In: Der Spiegel. 28. Mai 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. Mai 2026]).
  3. Geoffrey Macnab: Visions du Réel Int’l Comp: Meanwhile In Namibia by Jonas Spriestersbach. In: Business Doc Europe. 17. April 2026, abgerufen am 18. Mai 2026 (britisches Englisch).
  4. Georg Szalai: Swiss Documentary Film Festival Visions du Réel Unveils Lineup for 57th Edition. In: The Hollywood Reporter. 25. März 2026, abgerufen am 18. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  5. Meanwhile in Namibia – Films. In: Visions du Réel. Abgerufen am 18. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  6. Die Preisträger*innen des 41. DOK.fest München. In: dokfest-muenchen.de. Abgerufen am 17. Mai 2026.
  7. Lida Bach: Meanwhile in Namibia - Kritik | Film 2026. In: moviebreak.de. 17. April 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.