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Max Hari

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Max Hari (* 30. Juni 1950 in Thun, Bürgerort Kandersteg (BE)) ist ein Schweizer Maler und Zeichner.

Max Hari besuchte in Thun die obligatorischen Schulen. Anschliessend liess er sich zuerst zum Primarlehrer und dann zum Gymnasiallehrer für Bildnerisches Gestalten am Zeichenlehrerseminar der Schule für Gestaltung Bern ausbilden. Als Kunstpädagoge unterrichtet er von 1980 bis 2010 am Seminar und am Gymnasium Langenthal und von 2007 bis 2012 auch an der Hochschule der Künste Bern. Als bildender Künstler stellt er seit 1982 regelmässig aus. Er ist Mitbegründer des Kunstvereins Oberaargau und amtete von 1991 bis 1995 als Mitglied der Kunstkommission des Kantons Bern.

Hari lebt und arbeitet in Langenthal, von 2005 bis 2023 auch in Berlin.[1]

Haris Werk fusst in der figurativen Malerei der 1980er Jahre im Stil der «Neuen Wilden». Der expressive Ausdruck manifestiert sich in einer gestischen, heftigen und oft grossflächigen Malerei, die vor allem im Frühwerk zum Teil an Arbeiten von Martin Disler erinnern.[2] Anstelle einer Entscheidung für die Figuration tritt jedoch bald ein bewusst zwischen Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit stehendes Spiel mit der Wahrnehmung.[3] Seit den 90er Jahren dienen kunstgeschichtliche Beispiele immer wieder als Bezugspunkte für Paraphrasen und freie Interpretationen.[4] Die Zeichnung steht bei Hari als eigenständige Gattung neben der Malerei. Nach 2010 entstehen raumfüllende Holzschnitte, in welchen die Frage der Möglichkeit der Darstellung des Schreckens und Grauens im Zentrum steht. Hari hat auch Werke am Bau realisiert, so im Hotel «Bergwelt» in Grindelwald, im Parkhaus SRO in Langenthal und in der Volksbank Langenthal.

  • 2000: Kulturpreis der Stadt Langenthal[5]
  • 2006: Preisträger im Wettbewerb der Kantonalen Kommission für Kunst und Architektur für die Kunstmonografien des Kantons Bern
  • 2011: Finalist Prix FEMS für Malerei der Fondation Edouard et Maurice Sandoz, Pully

Einzelausstellungen (Auswahl):

  • 2026, 2017, 2014 Kunstraum Oktogon, Bern
  • 2025, 2017, 2008 Galerie Rössli, Balsthal
  • 2024: Galerie CRMI, Langenthal
  • 2023: Haus der Kunst St. Joseph, Solothurn[6]
  • 2022, 2018/19: Galerie Mönch, Berlin
  • 2020: Kunsthaus Langenthal, Langenthal[7]

Einzelnachweise

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  1. https://maxhari.ch/biografie/
  2. https://www.galeriemoench.de/kuenstler/max-hari/
  3. Raffael Dörig: Ich schaue mir beim Sehen zu. In: Raffael Dörig, Kunsthaus Langenthal (Hrsg.): Max Hari. Ich schaue mir beim Sehen zu. Ausst.-Kat. Kunsthaus Langenthal, Langenthal 2020. S. 4–7.
  4. Max Hari, Die Überarbeitungen und Werke 1994-2003. Mit Texten von Lukas Gloor und Peter Killer, Stämpfli Verlag AG, Bern 2003
  5. https://www.langenthal.ch/_rte/publikation/44893
  6. Max Hari stellt im Haus der Kunst aus: «Ich bin kein geduldiger Mensch, deshalb griff ich zur Elektrosäge». Solothurner Zeitung, 14. März 2023, abgerufen am 14. Juli 2024.
  7. Max Hari – Ich schaue mir beim Sehen zu Soft Shell. Kunsthaus Langenthal, 2020, abgerufen am 14. Juli 2024.