Max Engeli
Max Engeli (* 26. März 1934 in Winterthur; heimatberechtigt in Engishofen TG) ist emeritierter Professor für Fertigungsinformatik an der ETH Zürich.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgewachsen in Arbon, studierte Engeli nach seiner Schullaufbahn an der ETH zunächst Physik und schloss seinen Diplomstudiengang erfolgreich ab. Daran schloss sich 1962 seine Promotion in Mathematik bei Eduard Stiefel an. Ein Jahr verbrachte Engeli anschliessend an der University of California in Berkeley und ein weiteres als Assistant Professor an der University of Minnesota in Minneapolis.[1]
Ab Mitte der 1960er Jahre war Engeli wieder in der Schweiz. Seine Habilitation machte er auf dem Gebiet der Symbolischen Mathematik am Institut für Angewandte Mathematik mit einer Arbeit zu «Design and Implementation of an Algebraic Processor». Für ein Jahr war er 1967/1968 ein zweites Mal in den USA, dieses Mal an der University of Texas.[1]
Nach seiner Rückkehr begann er ab 1971 mit dem Aufbau eines Rechenzentrums für Fides, Profitcenter und Treuhandtochter der Credit Suisse in Zürich. 1973 erhielt die so entstandene Software den Namen Euklid. Prioritäres Ziel war zu Beginn die Berechnung von Strömungsflächen. Das numerisch gesteuerte Fräsen ermöglichte ab den 1970er-Jahren die präzise und effiziente Fertigung komplexer Freiformflächen für Turbinenschaufeln sowie exakte Verrundungsberechnungen. Kurz nach der Berufung von Professor Engeli an die ETH Zürich im Jahr 1990 verkaufte die Eigentümerin Fides das marktführende System an ein deutsches Unternehmen. In der Zeit von zwei Jahrzehnten verschob sich die anfängliche Entwicklung des CAD/CAM-Systems zum Aufbau eines internationalen Bankenkommunikationsnetzes SWIFT. Ab 1968 war er zusätzlich Privatdozent und Lehrbeauftragter der ETH.[2] Der Tages-Anzeiger würdigte die Tätigkeit Engelis als Meilensteine.[3]
Im Juli 1990 berief ihn der Bundesrat zum ordentlichen Professor für Fertigungsinformatik der ETH. In dieser Zeit kümmerte sich Engeli um die Entwicklung von Standards (Standard for the exchange of product model data, kurz STEP), die für den Austausch von Konstruktions- und Produktionsdaten essentiell sind.[4]
Zusammen mit Jörg Waldvogel und Thomas Schnider reichte er die weiterentwickelte Steuerungsmethode am 20. September 2000 zum Patent ein, welches ihnen am 26. November 2002 unter der Nummer 6485236 erteilt wurde.[5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 CV Engeli, Max. ETH, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung, 2. Juni 1998.
- ↑ Eine traditionsreiche Erfolgsgeschichte setzt sich fort. Euklid Solutions, History.
- ↑ Werner Vontobel: Fides will Büro und Werkstatt kurzschliessen. Tages-Anzeiger, 11. März 1986, S. 41.
- ↑ Vision und Praxis gehören zusammen. Argus Press Review, aus: Precision CH, Solothurn, August 1992.
- ↑ Patents by Inventor Max Engeli, abgerufen am 16. Mai 2026 auf Justia
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Engeli, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Fertigungsinformatiker |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1934 |
| GEBURTSORT | Winterthur |