Matrox Electronic Systems
| Matrox Electronic Systems Ltd. | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited |
| Gründung | 1976 |
| Sitz | Dorval, |
| Branche | Software, Elektronik |
| Website | www.matrox.com |
Matrox Electronic Systems Ltd. ist ein kanadischer Hersteller von Grafik- und Videohardware, insbesondere für Grafikkarten und Videoschnittkarten.
Matrox wurde 1976 von Lorne Trottier und Branko Matic in Montreal gegründet. Der Name „Matrox“ leitet sich ab von „Ma“ aus Matić und „tro“ aus Trottier – kombiniert mit einem „x“ für „excellence“.[1] Noch heute befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz. Es ist nicht an der Börse notiert.
Matrox-Grafikkarten hauptsächlich dort eingesetzt, wo eine hohe Bildqualität bei hoher Auflösung und mehreren Monitoren wichtig ist, v. a. im medizinischen Bereich, bei Grafikern und an Börsen- und Kassenterminals.[2]
Matrox Electronic Systems ist in zwei Geschäftsbereiche unterteilt:
Ehemalige Geschäftsbereiche:
- Matrox Imaging, wurde 2022 von Zebra Technologies akquiriert.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während der 1990er-Jahre war Matrox ein führender Hersteller von Grafikkarten für den Profibereich und ein großer Konkurrent von Number Nine.
1994 stellte man die Matrox Impression vor, eine Zusatzkarte, die in Verbindung mit einer 2D-Karte für 3D-Beschleunigung sorgte. 1995 wurde die Millenium vorgestellt.[4] 1996 wurde die Matrox Mystique vorgestellt, die durch ihre schlechte 3D-Bildquallität den Spitznamen „Mystake“ bekam.[5]
1998 stellte man die G100 und G200 vor.[6]
Im Geschäftsjahr 1998/1999 erzielte Matrox einen Umsatz von 550 Millionen US-Dollar.[7] Ende der 1990er-Jahre zog sich das Unternehmen angesichts der extrem hohen Entwicklungs- und Fertigungskosten aus dem wenig profitablen 3D-Spielemarkt zurück. Da Intel mittlerweile den Markt für Büro-Grafikkarten in Form von Onboard-Lösungen beherrschte, musste sich Matrox eine eigene Nische suchen und spezialisierte sich in der Folgezeit auf Profi-Grafikkarten mit mehreren Monitoranschlüssen. Mit der Neuausrichtung sank die Mitarbeiterzahl von mehr als 1450 im Jahr 2002[8] zeitweise bis auf 800 und lag 2009 wieder bei mehr als 900.[9]
2002 wurde die Matrox Parhelia vorgestellt, die jedoch nicht mit den Karten von Nvidia und ATI mithalten konnte.[10]
2016 wurde die C-Serie, bestehend aus C420 und C680, vorgestellt.[11]
2019 gab die Firma bekannt das der Mitgründer Trottier 100 % der Anteile an der Firmengruppe besitzen würde.[12]
2022 kaufte die niederländische Zebra Technologies den Geschäftsbereich „Imaging“.[3]
2023 stellte Matrox die LUMA Grafikkarten, basierend auf Intel-Arc-Chips, vor.[13]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bertrand Marotte: Engineer makes philanthropic connection. In: The Globe and Mail. 1. November 2000, abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Graphics Cards ( vom 1. Juli 2017 im Internet Archive)
- 1 2 Zebra Technologies Completes Acquisition of Matrox Imaging. In: Zebra Technologies. Abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
- ↑ DOS Days - Matrox MGA Millennium (1995). In: www.dosdays.co.uk. Abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Hattix Hardware. In: www.hattix.co.uk. Abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Matrox Shipping G200. GameSpot, 27. Juli 1998, archiviert vom am 1. März 2000; abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Matrox, Medienmitteilung vom 28. Juni 1999 ( vom 8. Juli 2004 im Internet Archive)
- ↑ Matrox Company Info, Website Stand 5. Dezember 2002 ( vom 5. Dezember 2002 im Internet Archive)
- ↑ Matrox Company Info, Website Stand 20. November 2009
- ↑ Matrox's Comeback Kid - The Parhelia-512. Archiviert vom ; abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Michael Günsch: C420 und C680: Die C-Serie von Matrox setzt als erste auf AMD. In: ComputerBase. 12. September 2014, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Lorne Trottier Acquires Full Ownership of Matrox, to Lead New Era of Tech Innovation. In: Matrox. 6. September 2019, archiviert vom am 9. September 2019; abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ LUMA Series | Matrox Video. In: video.matrox.com. Archiviert vom am 20. Mai 2024; abgerufen am 30. April 2023 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
