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Mathias Intlekofer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mathias Intlekofer (* 17. Dezember 1811 in Ofteringen; † 16. März 1887 in Offenburg) war ein deutscher Gymnasialprofessor und Politiker.

Nach dem Besuch der Volksschule in Untereggingen und Ofteringen erhielt er Privatunterricht durch einen Geistlichen und konnte 1826 das Gymnasium in Donaueschingen besuchen. 1831 studierte er an der Universität Freiburg zunächst Philosophie und dann ab 1833 Theologie. Nebenbei begeisterte er sich unter Franz Joseph von Buß für Neue Sprachen, insbesondere für Englisch und Schwedisch, und entschied sich 1836 gegen das Priesterseminar. 1837 bestand er die Prüfungen zum Lehramt und wurde zunächst am Gymnasium in Konstanz angestellt. 1939 an das Gymnasium in Donaueschingen versetzt, konnte er 1841 die Staatsprüfung ablegen. 1845 wurde er als Gymnasiallehrer angestellt. Im Februar 1852 wurde er in Donaueschingen zum Professor ernannt und nach Freiburg versetzt. 1856 wurde er Vorstand und erster Lehrer am Progymnasium in Offenburg, 1868 Direktor. Die Stadt Offenburg wählte ihn 1870/71 und 1872/73 zum Landtagsabgeordneten. Er wurde Mitglied der Nationalliberalen Partei und setzte sich vor allem für die Belange der Altkatholiken ein.

Aus seiner Ehe mit Elisabeth Straub hatte er zwei Söhne. 1867 begab er sich in den Ruhestand.

  • Andeutungen zur Theorie der menschlichen Freiheit vom Standpunkte der reflectirenden Anschauung, eine philosophische Abhandlung, Freiburg, Wagner 1837 (wohl Dissertation)
  • Bemerkungen zu Schulunterricht und J. Otteni & Sohn, Offenburg 1862 (36 Seiten)
  • Der Muth als allgemeine Lebenserscheinung A. Reiff & Cie, Offenburg 1871 (32 Seiten)
  • Bemerkungen zur deutschen Wortbildung, Otteni, Offenburg 1860 (32 Seiten)
  • Die sinnliche Auffassung von Raum und Zeit. Otteni und Sohn, Offenburg 1858 (28 Seiten)
  • Propädeutische Einleitung in die Gesammtwissenschaft Freiburg, Wagner 1857 (IV. 85 Seiten)
  • Ein Trauer-"Frühling" : zur Erinnerung an Eulalia Elisabetha geb. Straub (Nekrolog)