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Master Reference Number

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Master Reference Number, auch Hauptbezugsnummer kurz MRN, wird in EU- und NCTS-Staaten von den Zollbehörden Vorgängen in einem Zollverfahren zugewiesen.

Zukünftig sollen EU- und NCTS-weit alle MRN nach gleichem Schema aufgebaut und an ihren Verfahrenskennungen zuzuordnen sein.

Aufbau einer MRN
  • 1.–2. Stelle: Jahr (numerisch)
  • 3.–4. Stelle: Land (gemäß ISO 3166)
  • 5.–16. Stelle: eindeutige Kennung (je nach Land unterschiedlich generiert)
  • 17. Stelle: Verfahrenskennung (s. u.)
  • 18. Stelle: Prüfziffer (numerisch)

Beispiel: 15RO9876AB889012B5

Verfahrenskennungen

Situation in Deutschland

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Von der Deutschen Zollverwaltung wird die MRN über die Anwendung ATLAS für Vorgänge vergeben. Die Verfahrenskennungen werden seit 2022 an den EU-Standard angeglichen.

Aufbau einer deutschen MRN

Deutsche MRN weisen folgende Spezifikationen auf, die sie an der 3. bis 11. Stelle von den übrigen unterscheiden.

  • 1.–2. Stelle: Jahr (numerisch)
  • 3.–4. Stelle: Land (immer „DE“)
  • 5.–8. Stelle: Dienststellennummer der erstellenden Zollstelle (numerisch)
  • 9.–16. Stelle: variable Nummer, je nach Verfahren numerisch oder alphanumerisch. Diese wird nach einem auf dem diskreten Logarithmus beruhenden System erzeugt. Sie ist zwar fortlaufend, jedoch ist eine logische Weiterführung kaum möglich, was einen Betrug nahezu unmöglich macht.
  • 17. Stelle: Verfahrenskennung (s. o.)
  • 18. Stelle: Prüfziffer (numerisch)

Beispiel: 25DE4851LABC1234U5

Verfahrenskennungen (bis 2023)
  • A = entgegengenommener, jedoch noch nicht überlassener Versandvorgang
  • E = Ausfuhrvorgang (ab Entgegennahme)
  • M = in das Versandverfahren überlassener Vorgang (UVV/gemVV)
  • T = in das Versandverfahren überlassener Vorgang (TIR)

Beispiel: 07DE330212345678M9