Martinazzi


Martinazzi Bitter ist ein bekannter Wermut-Aperitif, in der classic-Variante mit 22 Volumenprozent Alkoholgehalt. Er wird nach Herstellerangaben aus 25 Kräutern und Wurzeln hergestellt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das italienische Bittergetränk wurde erstmals 1864 in Turin hergestellt.[1] 1928 kaufte Ernst Luginbühl-Bögli das Rezept für die Martinazzi-Herstellung in der Schweiz,[2] nachdem er das Getränk zuvor acht Jahre lang in der Schweiz vertrieben hatte.[3][4]
Martinazzi wurde 1934 und 1936 mit anderen Produkten, wie z. B. die Ovomaltine der Firma Wander, in einem Ausstellungszug in der ganzen Schweiz präsentiert.[2] Da es in diesem Zug nicht zulässig war, etwas zu verkaufen, versuchte Ernst Luginbühl-Bögli die Degustierenden mit einem Spendenkästchen zur Entrichtung eines freiwilligen Obolus zu animieren.
Seit 1996 wird Martinazzi von der Brennerei Matter-Luginbühl AG im bernischen Kallnach produziert, davor lag die Produktionsstätte in Aarberg.[4]
Trinkweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Martinazzi oder Martinazzi Bitter wird eisgekühlt als Aperitif getrunken, pur oder als Mixgetränk mit Mineralwasser, Grapefruit, Eistee oder Orangina.
Variante
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Produkt gleichen Namens der italienischen Firma Torino Distillati s.r.l. mit 15 Volumenprozent ist als Vino Vermouth rot oder weiß im Handel.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ein Prosit auf den Martinazzi. 24. Juni 2014, abgerufen am 9. Juni 2026.
- 1 2 Urs Bühler, Christoph Ruckstuhl Bilder: Mit der Kraft der alten Rezepte und auf den Flügeln der grünen Fee hat eine Seeländer Brennerei die Welt erobert. 29. Dezember 2020, abgerufen am 9. Juni 2026.
- ↑ Bitte einen Bitter. In: falstaff. Abgerufen am 9. Juni 2026.
- 1 2 «Der Absinthe hat uns gerettet». 20. November 2025, abgerufen am 9. Juni 2026.