Martin Aini
Martin Aini (* 31. März 1959 in Vunapope, Kokopo, East New Britain; † 21. Dezember 2025) war ein papua-neuguineischer Politiker der Pangu Party (PANGU), der unter anderem von 2006 bis 2007 Verteidigungsminister sowie zwischen 2011 und 2012 Minister für Arbeit und Arbeitsbeziehungen war.
Leben
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Martin Aini, Sohn von Rubertus Aini und Magereth Makanvalus Timui, wuchs im Umfeld amerikanischer Missionare auf, bei denen er auch seine schulische Früherziehung erhielt. Seine Familie zog von Vunapope nach Lemakot, wo der Vater als Geistlicher tätig war, bevor sie erneut nach Lovongai übersiedelte. Dort besuchte er die Lovongai Primary School und schloss später die zehnte Klasse an der Mongop High School ab. Anschließend wechselte er an das Ulapia Channel College, um dort ein Propädeutikum für das Priesteramt zu absolvieren, bevor er in Bomana die eigentliche Priesterausbildung aufnahm. Später kehrte er für sein praktisches Ausbildungsjahr in das Dorf Puas zurück und ließ sich schließlich wieder in Lovongai nieder. Seine politische Laufbahn für die Pangu Party (PANGU), die 1967 von Michael Somare[1] gegründete älteste politische Partei des Landes begann er als Mitarbeiter von Samson Gila,[2] der von 1993 bis 1995 das Amt des Premiers der New Ireland Province innehatte, sowie später für Ian Ling-Stuckey,[3] der zahlreiche Ministerämter bekleidete.
Als Nachfolger von Ian Ling-Stuckey wurde Aini für die Pangu Party bei der Parlamentswahl 2002 erstmals Mitglied des Nationalparlaments (National Parliament) und vertrat in diesem nach seiner Wiederwahl 2007 bis zur Parlamentswahl 2012 den Wahlkreis „Kavieng Open“ in der New Ireland Province, woraufhin Ben Micah[4] von der People’s Progress Party neuer Abgeordneter für diesen Wahlkreis wurde. Während seiner Zeit im Parlament wurden ihm maßgebliche Verdienste am Stromversorgungsprojekt Kavieng–Manggai zugeschrieben.
Im Zuge einer Umbildung des dritten Kabinett von Premierminister Sir Michael Somare übernahm er am 7. Juli 2006 den Posten des Verteidigungsministers (Minister for Defence) und bekleidete diesen bis zu seiner Entlassung am 27. Februar 2007, woraufhin Premierminister Somare dieses Ministeramt selbst übernahm.[5][6] Später fungierte er zwischen 2011 und 2012 als Minister für Arbeit und Arbeitsbeziehungen (Minister of Labour and Industrial relations) im Kabinett von Premierminister Peter O’Neill[7] und setzte sich in dieser Funktion für eine Anhebung des Mindestlohns ein.
Martin Aini war verheiratet und Vater von elf Kindern.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Aini, Martin. rulers.org (englisch).
- KAVIENG MOURNS THE DEATH OF FORMER MEMBER AINI. EMTV, 25. Dezember 2025 (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Somare, Sir Michael (Thomas). rulers.org (englisch).
- ↑ Gila, Samson. rulers.org (englisch).
- ↑ Ling-Stuckey, Ian. rulers.org (englisch).
- ↑ Hon. Ben Micah, MP (9th Parliament) ( vom 17. Juli 2014 im Internet Archive)
- ↑ Papua New Guinea: 5 July 2006. rulers.org (englisch).
- ↑ Papua New Guinea: 27 February 2007. rulers.org (englisch).
- ↑ O'Neill, Peter (Charles Paire). rulers.org (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Aini, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | papua-neuguineischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1959 |
| GEBURTSORT | Vunapope, Kokopo, East New Britain |
| STERBEDATUM | 21. Dezember 2025 |