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Marta Fotsch

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Marta Fotsch 2016

Marta Fotsch (* 24. März 1942 in Winterthur; † 12. Februar 2024 in Zürich) war eine Schweizer Menschenrechtsaktivistin und eines der ersten Vorstandsmitglieder der Schweizer Sektion von Amnesty International.[1]

Marta Fotsch wuchs in Winterthur als älteste Tochter eines Gastwirtsehepaars auf. Nach dem Abschluss der Handelsschule und einer Ausbildung als Pianistin heiratete sie 1962 den Ingenieur Walter Fotsch und bekam drei Kinder.[2] 1970 schloss sie sich der frisch gegründeten Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) an.[3] Zwischen 1975 und 1985 amtierte sie als deren Vizepräsidentin.[4]

Jahrzehntelang setzte sich Marta Fotsch für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein, in den 1970er Jahren zunächst für Opfer der Diktaturen in Portugal, Chile und Argentinien, die sie teilweise bei sich zuhause beherbergte.[5] Ab 1984 bereiste sie im Auftrag des Internationalen Sekretariats von Amnesty International Südamerika, wo sie sich vor allem für verfolgte Argentinier und Kolumbianer engagierte.[6] Von 1988 bis 2016 war sie ehrenamtliche Länderexpertin für Kolumbien, zeitweise auch Koordinatorin von Amnesty Schweiz für Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Außerdem arbeitete sie ehrenamtlich in der Zürcher Asyl-Beratung. Noch auf ihrer letzten Kolumbienreise im Januar 2023 besuchte sie mehrere der von ihr unterstützten Projekte.[7]

  • 1998: Jonas-Furrer-Preis[8]
  • 2009: Genfer „Prix d’Honneur“ im Rahmen der Preisverleihung „Femme exilée, femme engagée“[9]
  • Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich, Amnesty International Schweizer Sektion, Handakten Marta Fotsch (AI Z 003, Ar AI Z 003-011)

Einzelnachweise

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  1. ↑ Amnesty International: Trauer um eine grosse Schweizer Menschenrechtsaktivistin. 27. Februar 2024, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  2. ↑ Helene Arnet: Sie setzte sich unermüdlich für politische Gefangene ein. In: Tages-Anzeiger. 28. Oktober 2024, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  3. ↑ Daniel Stern: Präzise und hartnäckig aus der Küche. In: WOZ. 22. Februar 2024, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  4. ↑ Echo der Zeit: 50 Jahre Amnesty International. In: Swissinfo. 28. Mai 2011, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  5. ↑ Diktatur vor Gericht. Amnesty Magazin, 2. August 2018, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  6. ↑ Marta Fotsch – Tejedora de la Esperanza. Amnesty Magazin, 13. Februar 2024, abgerufen am 31. Oktober 2026 (europäisches Spanisch).
  7. ↑ Abschied von Marta. 4. Mai 2024, abgerufen am 1. November 2026.
  8. ↑ Preisträger. In: jonasfurrer.ch. Abgerufen am 31. Oktober 2026.
  9. ↑ GENFER «PRIX D’HONNEUR 2009» FÜR MARTA FOTSCH. In: ch-cultura.ch. 23. Mai 2009, abgerufen am 31. Oktober 2026.