Marsigner
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Die Marsigner – auch Marsigni, Marsingi oder Marsignier – waren ein germanischer Stamm, deren Gebiet in Suebien der römische Geschichtsschreiber Tacitus als dem Gebiet der Markomannen und Quaden nahe beschreibt.
Die Marsigner kommen in den antiken Quellen nur bei Tacitus vor, der sie in der Germania zu den Sueben erwähnt.[1] Sie wohnten demnach nordöstlich von den Markomannen; sind aber offenbar kein ursprünglicher Suebenstamm. Ihr Name – Marsigni aus *Marsingi wohl unter Einfluss des lateinischen Suffixes -ign – zeige an, so der niederländische Sprachwissenschaftler und Namenforscher Moritz Schönfeld, dass sie ursprünglich wohl eine Gruppe Auswanderer aus dem germanischen Stamm der Marsi waren.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beatrix Günnewig, Günter Neumann: Marsen. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 19, Walter de Gruyter, Berlin / New York 2001, ISBN 3-11-017163-5, S. 361–364.
- Moritz Schönfeld: Marsigni. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XIV,2, Stuttgart 1930, Sp. 1981 (Digitalisat).
- Moritz Schönfeld: Wörterbuch der altgermanischen Personen- und Völkernamen nach der Überlieferung des klassischen Altertums. Heidelberg 1911 (Nachdrucke Heidelberg 1965, Darmstadt 1965), S. 164 (Digitalisat).
- Rudolf Much: Marsigni. In: Johannes Hoops (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 3: K–Ro. Straßburg 1915–1916, S. 200–201 (Digitalisat).
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Vgl. Tacitus, Germania 43: reiro Marsigni Cotini, Osi Buri terga Marcomanorum Quadrorumque claudunt. E quibus Marsigni et Buri sermone cultuque Suebos referunt.
- ↑ Vgl. Moritz Schönfeld: Marsigni. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XIV,2, Stuttgart 1930, Sp. 1981 (Digitalisat).