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Mark (Botanik)

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Mark im Holunderzweig

Als Mark, Markparenchym oder Medulla[1] (lateinisch medulla Mark),[2] im Holzbau auch Markröhre,[3] bezeichnet man in der Botanik zentral in der Sprossachse der Kormophyten gelegenes, parenchymatisches Gewebe.

Das aus Zellfäden bestehende Speichergewebe bei den Laminariales wird ebenfalls als Mark oder Medulla bezeichnet.[4.1]

Mark der Zweikeimblättrigen

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h (Eustele): Ringförmig angeordnete Leitbündel; Rinde außen; Mark innen; Markstrahlen verlaufen zwischen Rinde und Mark.
Das Mark ist zentral gelegen. Die dunkelbraunen, horizontalen Balken sind Markstrahlen.

Meist sind die Leitbündel der Zweikeimblättrigen ringförmig angeordnet und unterteilen die Sprossachse in die äußere Rinde und das zentral gelegene Mark (Eustele).[5.1] Das Mark ist mit der Rinde durch parenchymatische Markstrahlen (primäre Holzstrahlen) verbunden, die zwischen den Leitbündeln verlaufen.[4.2]

Gebildet wird das Mark am Sprossapikalmeristem vom Markmeristem, das unter dem Initialenkomplex liegt.[4.3][6]

Eine Markhöhle entsteht, wenn das Mark reißt oder sich auflöst.[4.2][5.1] Dies ist typisch für einige krautige Pflanzen, zum Beispiel den Löwenzahn.[5.1]

Das Mark dient oft als Speichergewebe für Reservestoffe.[4.4] Es kann auch abgestorben sein, dann sind die Zellen gaserfüllt.[4.2]

Getrocknetes Mark des Holunders wird in der mikroskopischen Technik beispielsweise bei der Anfertigung von Blattquerschnitten als Schneidehilfe eingesetzt. Dafür wird das Mark radial zu zwei Dritteln eingeschnitten und das Präparat im Spalt platziert. Mit einer Rasierklinge werden Holundermark und Präparat dünn geschnitten und das Mark anschließend von den Schnitten entfernt.[7]

Einzelnachweise

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  1. Ray Franklin Evert: Esaus Pflanzenanatomie: Meristeme, Zellen und Gewebe der Pflanzen: ihre Struktur, Funktion und Entwicklung. Walter de Gruyte, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-020592-3, S. 3.
  2. Rita Hau: Pons Globalwörterbuch Lateinisch-Deutsch. 2. neubearbeitete Auflage, Nachdruck. Klett-Verlag für Wissen und Bildung, Stuttgart / Dresden 1994, ISBN 978-3-12-517551-8, S. 613.
  3. Helmuth Neuhaus: Ingenieurholzbau: Grundlagen – Bemessung – Nachweise – Beispiele (= SpringerLink Bücher). 4. Auflage. Springer Vieweg, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-14178-3, S. 2, doi:10.1007/978-3-658-14178-3.
  4. Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 34. Auflage. Spektrum, Akad. Verl, Heidelberg Berlin 1999, ISBN 978-3-8274-0779-5.
    1. S. 604
    2. 1 2 3 S. 171 f.
    3. S. 121
    4. S. 124
  5. Günter Vogel, Hartmut Angermann: Dtv-Atlas zur Biologie: Tafeln und Texte. 1 (= dtv. Band 1, Nr. 3221). 11. Auflage. Dt. Taschenbuch Verl, München 2001, ISBN 978-3-423-03221-6.
    1. 1 2 3 S. 97
  6. Carl Wilhelm Nägeli: Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik. Erstes Heft, 1858, S. 11 (Online).
  7. Bettina Rahfeld: Mikroskopischer Farbatlas pflanzlicher Drogen. 3., überarb. u. korr. Aufl. 2017. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-52706-1, S. 395.
  • Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Peter Nick, Uwe Sonnewald, Martin Lay: Strasburger − Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften. 38. Aufl. 2021. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-662-61942-1.
  • Günter Vogel, Hartmut Angermann: Dtv-Atlas zur Biologie: Tafeln und Texte. 1 (= dtv. Band 1, Nr. 3221). 11. Auflage. Dt. Taschenbuch Verl, München 2001, ISBN 978-3-423-03221-6.
  • Ray Franklin Evert: Esaus Pflanzenanatomie: Meristeme, Zellen und Gewebe der Pflanzen: ihre Struktur, Funktion und Entwicklung. Walter de Gruyte, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-020592-3.
  • Ray Franklin Evert, Susan E. Eichhorn, Katherine Esau: Esau's plant anatomy: meristems, cells, and tissues of the plant body: their structure, function, and development. 3. ed Auflage. Wiley, Oxford 2006, ISBN 978-0-470-04738-5.