Manfred Jenke
Manfred Jenke (* 4. April 1931 in Istanbul; † 4. März 2018 in Berlin[1]) war ein deutscher Journalist und Publizist. Er war unter anderem als Hörfunkdirektor tätig.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jenke wurde 1931 als Sohn von Marguerite Jenke, geborener Eichwede, und des deutschen Kaufmanns Willy Jenke in der Türkei geboren. Er wuchs in Berlin und nach 1945 in Hannover auf. Jenke begann seine journalistische Ausbildung 1950 bis 1951 in Hamburg und arbeitete von 1950 bis 1952 bei der Tageszeitung Hannoverschen Presse. Danach berichtete er für ein Jahr als Auslandskorrespondent aus Südafrika. Von 1953 bis 1956 war er Redakteur der gewerkschaftseigenen (DGB) Wochenzeitung Welt der Arbeit in Köln.
Im Jahr 1956 wechselte er zum Norddeutschen Rundfunk (NDR), wo er Leiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde. 1963 moderierte er mehrfach das Politmagazin Panorama. Zuletzt war er als Hauptabteilungsleiter Information bis 1973 tätig. Von 1974 bis 1993 war er Hörfunkdirektor des Westdeutschen Rundfunks Köln (WDR). Außerdem war er von 1976 bis 1993 ARD-Vertreter bei der Radio-Programm-Kommission der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Zusätzlich war er zweimal Vorsitzender der ARD-Hörfunk-Kommission. Von 1994 bis 1997 war er Mitglied des Hörfunkrats bei Deutschlandradio.
Er war seit 1998 Präsident des Kuratoriums der Akademie für Publizistik Hamburg.
Jenke war evangelisch, verheiratet ab 1954 mit Margarete Jenke, geborener Herdieckerhoff, und hat zwei Kinder (Martin und Eva).
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1992: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
- 1994: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zur Geschichte des 1. Mai. Ereignisse der geschichtlichen Entwicklung des 1. Mai. Bund-Verlag, Köln 1959.
- Verschwörung von rechts? Ein Bericht über den Rechtsradikalismus in Deutschland nach 1945. Colloquium Verlag, Berlin 1961.
- Die nationale Rechte. Parteien, Politiker, Publizisten. Colloquium Verlag, Berlin 1967.
- Medien für Menschen. Texte 1963–1993 (= Beiträge zur Kultur und Politik der Medien. Band 1). Kohlhammer, Köln 1993, ISBN 3-17-013031-5.
- als Hrsg.: Bundesweit und werbefrei. Zehn Jahre DeutschlandRadio. Vistas, Berlin 2003, ISBN 3-89158-379-6.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jenke, Manfred. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 583; sowie Norbert Beleke (Hrsg.): Wer ist wer? Das Deutsche Who’s Who. 2007/2008. 46. Ausgabe, ebenda 2007, ISBN 978-3-7950-2044-6, S. 614.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Manfred Jenke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Manfred Jenke bei IMDb
- Wolfgang Steil: Manfred Jenke – 20 Jahre WDR-Hörfunkdirektor. Der Radiomacher. WDR 5, 9. April 2006.
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Früherer WDR-Hörfunkdirektor Manfred Jenke gestorben. 6. März 2018, archiviert vom am 6. März 2018. dpa-Artikel bei t-online.de.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jenke, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1931 |
| GEBURTSORT | Istanbul |
| STERBEDATUM | 4. März 2018 |
| STERBEORT | Berlin |
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- Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen
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- Geboren 1931
- Gestorben 2018
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