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Manfred Huterer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Manfred Huterer (* 28. Dezember 1961 in Regensburg) ist ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter in Belarus und Botschafter in Usbekistan.

Während seiner Schüler- und Studentenzeit war Manfred Huterer in der katholischen Jugendverbandsarbeit (BdKJ) tätig, u. a. von 1980 bis 1983 als Diözesanleiter der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ-GCL) in Regensburg. Nach dem Abitur am Goethe-Gymnasium in Regensburg studierte er von 1981 bis 1990 Politik, Völkerrecht und Osteuropäische Geschichte in Regensburg und München. Während des Studiums war Huterer 1986/87 mit einem DAAD-Stipendium an der Universität Leningrad. Nach dem Abschluss des Studiums arbeitete er von 1990 bis 1992 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Europa (Werner Weidenfeld) an der Universität Mainz.

Huterer ist mit der Slawistin und Osteuropahistorikerin Andrea Huterer verheiratet[1] und hat zwei Kinder.

Manfred Huterer trat 1992 in den Auswärtigen Dienst ein und absolvierte bis 1993 den Vorbereitungsdienst für den höheren Auswärtigen Dienst. Nach einem Einsatz in der politischen Abteilung an der Botschaft Moskau absolvierte er 1996/97 an der John F. Kennedy School der Harvard University ein Studium, das er mit dem Master in Public Administration abschloss.

Von 1997 bis 2002 arbeitete Huterer in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn mit Umzug nach Berlin, bis 1999 in der Abteilung für Abrüstung und Rüstungskontrolle und dann im Planungsstab. Es folgten Einsätze an der Botschaft Peking als Leiter des Pressereferats und stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung, dann von 2005 bis 2009 wiederum im Planungsstab des Auswärtigen Amts und von 2009 bis 2012 als stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung an der Botschaft Washington.

Zurück im Auswärtigen Amt, war Huterer bis 2015 als Referatsleiter für Russland, Belarus, Ukraine, Moldau und die Östliche Partnerschaft und wechselte dann als Gesandter und Ständiger Vertreter des Botschafters an die Botschaft Warschau. 2018 kehrte er als Berater für Osteuropa in den Planungsstab des Auswärtigen Amts zurück, bevor er im Juli 2019 zum Botschafter in Minsk (Belarus) ernannt wurde.[2] 2023 kehrte er ins Auswärtige Amt nach Berlin zurück.[3]

Von 2024 bis 2026 war er Botschafter in Usbekistan und leitete als solcher die Botschaft Taschkent.[4]

Schriften (Auswahl)

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  • (zus. mit Werner Weidenfeld): Osteuropa. Herausforderungen - Probleme - Strategien. Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 1992. ISBN 3-8-9-204-059-1
  • (zus. mit Werner Weidenfeld): Der Westen und die Stabilisierung der Demokratien in Osteuropa. In: Europa-Archiv, 12/1992
  • (zus. mit Arndt Freytag von Loringhoven): Wird Russlands Ferner Osten chinesisch? Unterschiedliche Dynamik und gemeinsame Interessen der beiden Nachbarn. In: Neue Zürcher Zeitung, 8. August 2005
  • Sicherheit mit und vor Russland? Anmerkungen zur aktuellen Russlanddebatte. In: OSTEUROPA, 9-10/2017
  • Security in Europe with Russia and/or from Russia? In: New Eastern Europe, 1/2018
  • The Russia Factor in Transatlantic Relations and New Opportunities for U.S.-EU-Russia-Cooperation. In: Foreign Policy at Brookings, Working Paper no. 4. The Brookings Institution, Washington, D.C., May 2010
  • (zus. mit Astrid Sahm): Bedrohte Souveränität - Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine. SWP-Aktuell 66 (Dezember 2023); engl. Fassung: Sovereignty under Threat - Impacts of the Russian War against Ukraine. SWP Comment 22 (2024)
  • (zus. mit Andrea Schmitz und Giacopo Maria Pepe): Deutsche Zentralasienpolitik nach der Zeitenwende - Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten einer strategischen Partnerschaft. SWP-Aktuell 30 (2024); engl. Fassung: German Central-Asia Policy after the "Zeitenwende" - Challenges and Opportunities for a Strategic Partnership. SWP Comment 35 (August 2024)
  • Lebenslauf. In: Webseite der Deutschen Botschaft Taschkent. Auswärtiges Amt, archiviert vom Original am 9. September 2024; abgerufen am 15. August 2024.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Auswärtiges Amt: Konferenz der öffentlichen Vereinigungen der ehemaligen NS-Opfer. Archiviert vom Original am 26. Oktober 2020; abgerufen am 3. Dezember 2024.
  2. ↑ Meldung im Bundesanzeiger: BAnz AT 08.10.2019 S2
  3. ↑ Auswärtiges Amt: Abschiedsinterview von Botschafter Manfred Huterer vom 4.07.2023. In: minsk.diplo.de. 24. Februar 2022, abgerufen am 26. September 2023.
  4. ↑ Meldung im Bundesanzeiger: BAnz AT 11.10.2024 S1