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Malva Pudding

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Ein Stück Malva Pudding

Der Malva Pudding ist ein Gericht burischen Ursprungs, das zu den beliebtesten Süßspeisen in Südafrika und Namibia gehört. Entgegen dem Namen handelt es sich nicht um einen Pudding im klassischen Sinne, sondern um einen sehr lockeren Kuchen, der nach dem Backvorgang in einer süßen Sauce getränkt wird.

Die Basis des Malva Puddings bildet eine Art Rührkuchen, dessen Teig aus Butter, Zucker, Eiern, Mehl, Natronpulver und Essig bzw. Backpulver und Aprikosenkonfitüre als geschmacksgebende Zutat im Backofen aufgebacken wird.[1] Durch die reichhaltige Zugabe des Triebmittels erhält das Gebäck eine sehr weiche, schwammähnliche Konsistenz.[2] Nach Abschluss des Garvorgangs werden Löcher in die Oberseite eingestochen und der Kuchen anschließend mit einer Sauce aus Sahne, Butter, Zucker und Vanille übergossen, bis er vollständig darin getränkt ist.[3] Er wird üblicherweise warm und mit Custard oder Speiseeis als Beilage gereicht.[4][5]

Angebot von Malva Pudding in der Filiale einer Fast-Food-Kette in Kapstadt

Eine dem heutigen Malva Pudding sehr ähnliche Zubereitung wurde erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts schriftlich festgehalten, enthielt allerdings noch keine Beigabe der charakteristischen Aprikosenmarmelade.[2][6] Gemeinhin anerkannt ist die burische bzw. niederländische Herkunft und Weitergabe verschiedener Zubereitungsvarianten innerhalb von Familien über Generationen.[4][7]

In der heutigen Zubereitung populär wurde das Gericht ab den späten 1970er-Jahren insbesondere in der Region um Kapstadt und wird heute landesweit von vielen Restaurants und Gastronomien in verschiedenen Variationen angeboten.[8][9][10][11]

Die genaue Herkunft der Bezeichnung Malva Pudding ist nicht eindeutig geklärt. Das Oxford English Dictionary listet die Herleitung aus dem Afrikaans-Wort malvalekker für Marshmallow,[12] deren Konsistenz der des Kuchens sehr ähnlich ist.[13] Eine weitere Theorie nennt aus Malvasier-Trauben hergestellten Wein als Herkunft, der sich in Varianten des Kuchens mit der Zugabe von Weinbrand[3] zur Sauce widerspiegle.[13]

Einzelnachweise

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  1. Helmine Myburgh: A Table At The Cape. Jonathan Ball Publishers, Johannesburg 1990, ISBN 0-947464-03-4, S. 111 (archive.org).
  2. 1 2 Genevieve Ko: A Chef’s Favorite Dessert Is Also the Easiest to Make. In: The New York Times. 3. April 2025, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 16. Februar 2026]).
  3. 1 2 The Femina Cookbook. 3. Auflage. Femina Publications, Kapstadt 1991, ISBN 0-620-15328-8, S. 83 (archive.org).
  4. 1 2 C. Mitchell: What Is Malva Pudding? In: Delighted Cooking. 16. Mai 2024, abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).
  5. Sweet, South African Malva Pudding. In: Cape Town Magazine. Abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).
  6. Mrs. P. W. De Klerk: South African Cookery Made Easy. Juta & Co Ltd., Kapstadt / Johannesburg 1924, S. 98.
  7. Sarah Jampel: How One South African Dessert Rose to Icon Status—in Only 40 Years. In: Food52. 1. Dezember 2016, abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).
  8. Malva Pudding: South Africa's Iconic Dessert With Incredible Taste And Texture. In: NDTV Food. (ndtv.com [abgerufen am 16. Februar 2026]).
  9. Malva-Pudding aus Südafrika: Mit nur einer geheimen Zutat wird er unwiderstehlich. 14. November 2025, abgerufen am 16. Februar 2026.
  10. Tony Jackman: Throwback Thursday: Dark Malva Pudding. 24. März 2022, abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).
  11. Dave Malyon: The Must-Try Dishes When You're In South Africa. 9. Oktober 2022, abgerufen am 16. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  12. Malva pudding. In: Oxford English Dictionary. Oxford University Press, abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).
  13. 1 2 Kaunda Selisho: #HeritageDay: Where does malva pudding come from? In: The Citizen. 24. September 2020, abgerufen am 16. Februar 2026 (englisch).