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Lustrier

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Wappen der Lustrier im Siebmacher

Lustrier von Liebenstein ist der Name eines adligen Patriziergeschlechts aus Innsbruck.

Der wohlhabende Tuchhändler, Stadtrat und Bürgermeister von Innsbruck Michael Lustrier, Sohn von Anton Lustrier (* 1528 in Ayas im Aostatal), war mit Anna von Schenk verheiratet.[1] Nach seinem Tod ging sein Handelsunternehmen als Erbe an seine Söhne Michael (II.) und Christoph Lustrier über.[2] Am 22. April 1593 gewährte man den Brüdern Christoph und Michael, Edle (von) Lustrier, den erblichen Adelsstand, eine Wappenbesserung und die Rotwachsfreiheit.[3] Der durch den Barchenthandel[4] zu Reichtum gekommene Erzherzoglich-Österreichische Kammerrat und Rentmeister Christoph Lustrier von Liebenstein, verheiratet mit Regina Löffler von Büchsenhausen, benannte sich nach seinem von ihm errichteten Ansitz Liebenstein[5] in St. Michael bei Eppan an der Weinstraße. In seiner Eigenschaft als Rentmeister ließ Lustrier von Liebenstein eigene silberne Münzen prägen.[6]

„CHRISTOPHORUS zu Liebenstein, Erzherzoglich Österreichischer Rath und Zahlmeister, 1616. Gem. REGINA geborne Lefflerin. Avers: Das ovale Wapen: im 1ten und 4ten Felde ein aufgerichteter Löwe, im 2ten und 3ten Schachfelder; das Wapen ist mit einem gekrönten Helm bedeckt, darauf ein aufgerichteter Löwe. Mit doppelten Umschriften; die Äussere: CHRISTOFF LVSTRIER. Z. LIE. BENSTAIN O: O CAMER, RAT. die Innere: VND. O: ZAL. MA-ISTER. ALDA. 1616. Revers: REGINA. LVSTIRIERIN -AIN. GEBOR-NE. LEFF - darunter LERIN. Ein ovales Wapenschild, darin eine gekrönte Löffelgans, auf dem Helme abermahls die Gans. Schöne silberne Münze. G. 16. w. Lt. 2 Gr. Rar.“

– Joseph Appel: Repertorium zur Münzkunde des Mittelalters und der neueren Zeit, Band 3. Hartleben, 1823, S. 522.

Einer der Söhne von Christoph war der spätere mährische Adlige und Kanoniker in Olmütz Sebastian Lustrier von Liebenstein. 1605 immatrikulierte er sich an der Universität Ingolstadt.[7] Anschließend übernahm er die Stelle des Hofkaplanes der Kaiserin Eleonore. Später agierte er als k. k. Rat, Legationssekretär und kaiserlicher Diplomat in Konstantinopel und am Pariser Hof König Ludwigs XIII.[8] Wegen seines Lebenswandels ließ ihn der Fürstbischof von Olmütz Leopold Wilhelm 1656 auf Schloss Hochwald gefangensetzen.

Persönlichkeiten

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  • Christoph Lustrier von Liebenstein, Erzherzoglich-Österreichischer Kammerrat und Rentmeister, Bürgermeister von Innsbruck
  • Michael (I.) Lustrier († um 1585), Tuchhändler, Stadtrat und Bürgermeister von Innsbruck
  • Sebastian Lustrier von Liebenstein († 1658/59), Hofkaplan der Kaiserin Eleonore, k. k. Rat und Diplomat, Kanoniker in Olmütz

Einzelnachweise

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  1. ↑ Gerhard Gessner: Österreichisches Familienarchiv: ein genealogisches Sammelwerk. Degener, 1963, S. 66.
  2. ↑ Wilfried Beimrohr: Die Geschichte der Verwaltung der Stadt Innsbruck im 17. Jahrhundert. Innsbruck, 1995, S. 410.
  3. ↑ Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg. Das Ferdinandeum, 1873, S. 157.
  4. ↑ Der Österreichische Geschichtsforscher. C. Gerold., 1841, S. 327.
  5. ↑ Gerhard Gessner: Österreichisches Familienarchiv: ein genealogisches Sammelwerk. Degener, 1963, S. 65.
  6. ↑ Joseph Appel: Repertorium zur Münzenkunde des Mittelalters und der neueren Zeit. Band 3. Hartleben, 1823, S. 522.
  7. ↑ Lustrier, Sebastian. In: Oberdeutsche Personendatenbank. Abgerufen am 24. Oktober 2026.
  8. ↑ Hanns Maria Truxa: Der österreichische Geschichtsforscher, Schriftsteller und Dichter. 1900, S. 21.