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Little h

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit Little h werden in der Astronomie ein Parameter und eine Normierungsmethode bezeichnet, die Größenwertangaben relativ zur Hubble-Konstante H0 parametrisieren bzw. normieren.

Der Parameter h kann dazu verwendet werden, Probleme bei der Darstellung von Entfernungen weit entfernter astronomischer Objekte auf Grund der nicht genau bestimmten Hubble-Konstante zu umgehen. So kann eine Entfernung mit der Annahme h=0,7 als 1,0 Megaparsec (Mpc) angegeben werden, oder man kann unter Verwendung von h mit 0,7h−1Mpc als Entfernung das Problem herausnormieren.[1] Zu anderen Möglichkeiten der Verwendung siehe unten.

Der genutzte dimensionslose Parameter h hat folgende Definition:

h=H0100 kms1Mpc

Diese Definition besagt, dass h als Verhältnis des (aus realen Messungen oder einer getroffenen Annahme) verwendeten Wertes der nicht genau bekannten Hubble-Konstante H0 zu dem groben Schätzwert 100 kms/Mpc ist. Es ist nötig, h oder H0 anzugeben, weil oft schon durch relativ kleine Unterschiede die darauf basierenden Aussagen erheblich verfälscht werden können. Viele Autoren nehmen h=0,7 an. Aber auch h=1 kann man in Publikationen antreffen.[1][2]

In der Literatur gibt es vier Varianten, wie h dargestellt wird:[2]

  • H0 wird nicht angegeben und es wird auch keine Abhängigkeit von h zu den Einheiten gegeben. Es bleibt dem Leser überlassen, H0 oder h anzunehmen.
  • H0 wird in der Einführung angegeben, aber es wird nicht angegeben, welche Abhängigkeit h zu den Einheiten hat, wenn Resultate oder Grafiken gezeigt werden.
  • H0 wird in der Einführung angegeben, es wird nicht angegeben, welche Abhängigkeit h zu den Einheiten hat, und zusätzlich wird in den Grafiken oder Resultaten ein h verwendet.
  • H0 wird in der Einführung angegeben, h wird ausgeklammert, so dass die Abhängigkeit der Einheiten klar ist.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Ivan Baldry: Quick guide to h dependence in cosmology. In: astro.ljmu.ac.uk. Astrophysics Research Institute, 2015, abgerufen am 18. Dezember 2022 (englisch).
  2. 1 2 Darren J. Croton: Damn You, Little h! (or, Real-World Applications Of The Hubble Constant Using Observed And Simulated Data). In: Publications of the Astronomical Society of Australia. Band 30, E052, 13. Oktober 2013, doi:10.1017/pasa.2013.31, arxiv:1308.4150, bibcode:2013PASA...30...52C.