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Liste der hellsten Sterne

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Nachfolgende Liste der hellsten Sterne führt die von der Erde aus freiäugig zu sehenden 100 hellsten Sterne nach ihrer scheinbaren Helligkeit auf. Von der gesamten elektromagnetischen Strahlung werden dabei nur die Anteile des sichtbaren Lichts berücksichtigt.[A 1] Für die Rangangabe wurde bei veränderlichen Sternen der Durchschnittswert der scheinbaren Helligkeit, bei freiäugig nicht trennbaren Komponenten von Doppel- oder Mehrfachsternen die kombinierte visuelle Helligkeit herangezogen.

Zum Vergleich sind neben der Sonne auch sehr helle Himmelsobjekte wie der Mond der Erde und einige Planeten des Sonnensystems angeführt.

Aufgrund der Erdrotation folgen Sterne scheinbar einer kreisförmigen Bahn um zwei fixe Punkte, die Himmelspole, die der Verlängerung der Erdachse entsprechen. Ob ein Stern überhaupt beobachtbar ist, hängt von der geographischen Breite am Ort des Beobachters ab und von der Deklination, des Sterns, die im Koordinatensystem des Sternenhimmels dem Breitengrad entspricht.

Von der Stadt Mainz aus gesehen, die auf dem Breitengrad 50° N liegt, befindet sich der Himmelsnordpol (Deklination +90°) in nördlicher Richtung, 50° über dem Horizont, also 40° vom Zenit entfernt. Knapp daneben befindet sich der Polarstern mit Deklination +89,3°. Sterne mit Deklination zwischen +90° und +40° sind nicht weiter als 50° vom Himmelsnordpol entfernt und daher zirkumpolar, d. h. sie befinden sich immer oberhalb des Horizonts. Sie stehen auf ihrer Bahn am niedrigsten, wenn sie sich im Norden unterhalb des Polarsterns befinden, und am höchsten, wenn sie 12 Stunden später gegenüber stehen. Sterne mit Deklination zwischen +90° und +50° bewegen sich dabei ausschließlich in der nördlichen Himmelshälfte, während Sterne zwischen +50° und +40° am höchsten Punkt ihrer Bahn (Meridiandurchgang) in die südliche Himmelhälfte wechseln. Beispielsweise steht Capella im Sternbild Fuhrmann mit Deklination +46° am tiefsten Punkt ihrer Bahn 6° über dem Horizont im Norden und 12 Stunden später 4° vom Zenit entfernt, also 86° über dem Horizont, in südlicher Richtung. Alle diese Gradangaben gelten für das Beispiel Mainz. In Flensburg (55° N) sinkt Capella nie tiefer als 11° über dem Horizont und ragt am höchsten Punkt bis 9° in den Südhimmel; in Bozen oder Klagenfurt (je 46½° N) sinkt sie bis auf 2½° und kommt fast nicht (nur ½°) über den Zenit hinaus.

Der Himmelssüdpol (Deklination −90°) ist nur von der Südhalbkugel aus zugänglich. Sterne mit Deklination zwischen −40° und −90° sind von Mainz aus nie zu sehen. Fomalhaut mit Deklination −30° erscheint kurzzeitig im Süden, maximal 10° über dem Horizont. Mintaka liegt mit 0° auf dem Himmelsäquator, geht genau im Osten auf, erreicht im Süden eine Höhe von 40° über dem Horizont und geht im Westen unter.

Die Rektaszension gibt nun an, um wie viele Stunden dieser Stand vom Mittagsstand der Sonne bei Frühlingsanfang abweicht. Ein Stern mit einer Rektaszension von 0 h und einer Deklination von 0° stünde z. B. am Frühlingsanfang exakt mit der Sonne mittags um 40° (Klagenfurt: 43,4°; Flensburg: 35°) über dem Horizont. Allerdings wäre er genau zu diesem Zeitpunkt für uns unsichtbar, da er von der Sonne überstrahlt würde. Am besten sichtbar wäre er exakt ein halbes Jahr später, bei Herbstanfang, um Mitternacht.

Ein Stern, der wiederum eine Rektaszension von 2 Stunden aufwiese, wäre relativ dazu um 2/24 = 1/12 gedreht. Ein Zwölftel Jahr, also einen Monat, nach Frühlingsanfang stünde er mit der Sonne im Süden und stünde 6 Monate danach, also um den 21. Oktober, um Mitternacht im Süden.

Die mitteleuropäische Normalzeit (umgangssprachlich häufig Winterzeit) richtet sich nach der tatsächlichen Zeit am 15. östlichen Längengrad, an dem Görlitz im äußersten Osten Deutschlands liegt. Dort ist während der Normalzeit tatsächlich Mittag um 12 und Mitternacht um 0 Uhr, im Sommer während der Sommerzeit entsprechend eine Stunde später. In Aachen, am 6. Längengrad, verschiebt sich diese Uhrzeit um die 36 Minuten nach hinten, da die Sonne dort später im Süden steht. Auch in Bern oder Basel (knapp bzw. gut 7,5°) ist die Sonne erst eine halbe Stunde später als in Görlitz, während sie im Osten Wiens (16,5°) noch einmal 6 Minuten früher gewesen war.

Für den fiktiven Stern mit Rektaszension 0 h und Deklination 0° hieße das, dass er um den Herbstanfang, an dem ja noch die Sommerzeit gilt, um 0:54 Uhr am Wiener und um 1:36 Uhr am Aachener Nachthimmel im Süden stünde, und zwar exakt so hoch wie die Sonne am vorhergehenden und folgenden Mittag.

Beispielrechnung

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Sirius, der hellste Stern am irdischen Himmel, hat eine Deklination von rund −17° und eine Rektaszension von 06 h 45 m. Er steht von Mainz (50° N) aus gesehen also maximal (90°–50°)−17°=23° über dem Horizont und steht 3 Monate und etwa 11 Tage nach Frühlingsanfang, also Anfang Juli, mit der Sonne im Süden, wodurch er unsichtbar ist. In Mainz wird er deshalb Anfang Januar um Mitternacht, bei 8,3° östlicher Länge ist das bei Normalzeit um 0 Uhr 27, im Süden stehen.

Aldebaran, der hellste Stern im Stier, hat aufgrund einer Deklination von +16,5° seine Südstellung bei 56,5° und steht aufgrund einer Rektaszension von 04 h 36 m dort mit der Sonne etwa 2 Monate und 9 Tage später, also Anfang Juni. Dass dieses nicht ins Tierkreiszeichen Stier fällt, sondern ins darauffolgende der Zwillinge, liegt an der Präzession der Erdachse (Wanderung des Frühlingspunktes) – seit 1700 bis 3000 Jahren hat sich das Sternbild um rund einen Monat verschoben. Anfang Dezember steht Aldebaran um Mitternacht im Süden.

In der Liste sind zum Vergleich,  grün hinterlegt und ohne Rang, die Sonne, der Mond und die hellsten Planeten mit aufgeführt.

In Mitteleuropa (50° N; entspricht etwa der Mündung des Mains in den Rhein bei Mainz) sind die 28 der hellsten Sterne, deren Deklination unterhalb von –40° liegt, nie sichtbar; deren Zeilen sind  abgedunkelt dargestellt. Im äußersten Süden Österreichs (Klagenfurt: 46,6° N) und der deutschsprachigen Schweiz wären dies nur 23, im äußersten Norden Deutschlands (55° N; Flensburg) 31.

Umgekehrt stehen in Mitteleuropa die 20 der hellsten Sterne immer über dem Horizont, deren Deklination über +40° liegt; deren Zeilen sind  aufgehellt dargestellt. In Klagenfurt würde sich diese Zahl auf 17 verringern, in Flensburg würde sie sich auf 22 erhöhen. Von den nur im Norden nie untergehenden Sternen steht die Wega, der fünfthellste Stern und in Mitteleuropa sogar der dritthellste, bereits ab einer Linie DüsseldorfLeipzig durchgehend am Sternenhimmel. Da ein sehr großer Anteil der deutschen Bevölkerung (Ruhrgebiet, Berlin, Hamburg) nördlich dieser Linie lebt, wurde sie mit aufgehellt. Sie ist auch weiter südlich zumindest noch in jeder sternklaren Nacht deutlich zu sehen, wenngleich nicht immer die ganze Nacht hindurch.

Zu beachten ist, dass die fünf hier abgedunkelten Sterne, die von Klagenfurt aus theoretisch noch sichtbar sind, dies dort nur für einen sehr kurzen Zeitraum im Jahr und nur unmittelbar über dem Horizont sind, weshalb sie, eines verlängerten Lichtweges durch die Atmosphäre wegen, deutlich dunkler erscheinen als es der tabellarische Wert besagt.

Legende:
 … Himmelskörper unseres Sonnensystems zum Vergleich
 … Stern ist immer * sichtbar, geht nie unter. (Deklination > +40°)
 … Stern ist manchmal * sichtbar, geht auf und unter. (Deklination zw. +40° und −40°, Ausnahme: Wega)
 … Stern ist nie * sichtbar, geht nie auf, befindet sich immer unterhalb des Horizonts. (Deklination < −40°)
var  … Wert variiert

* 
Gilt für Orte auf der Erde, die auf 50° nördlicher Breite liegen
1 
Positive Deklination: nördlicher Sternhimmel (Nordhimmel), negative Deklination: südlicher Sternhimmel (Südhimmel)
Rang Scheinb. Helligkeit Abs. Helligkeit Bezeichnung Eigenname Entfernung (Lj) Deklination 1 Rektaszension
−26,73 4,83 Sonne 0,000016 −23,44°
bis +23,44°
var
−12,7 var Mond 0,00000004 −28,6°
bis +28,6°
var
−5,0 var Venus 0,000004 bis
–0,000028
var var
−2,94 var Jupiter 0,000062 bis
–0,000102
var var
−2,94 var Mars 0,000006 bis
–0,000042
var var
−2,56 var Merkur 0,000008 bis
–0,000023
var var
1 −1,46 1,43 α CMa Sirius 8,6 −16° 42′ 57″ 06h 45m 09s
2 −0,73 −5,64 α Car Canopus 312 −52° 41′ 44″ 06h 23m 57s
−0,55 var Saturn 0,000126 bis
–0,000175
var var
3 −0,27 4,13 α Cen AB Alpha Centauri 4,4 −60° 50′ 02″ 14h 39m 36s
4 −0,05 var −0,31 α Boo Arktur 37 +19° 10′ 57″ 14h 15m 40s
5 0,03 0,58 α Lyr Wega 25,3 +38° 47′ 01″ 18h 36m 56s
6 0,08 −0,49 α Aur Capella 42 +45° 59′ 53″ 05h 16m 41s
7 0,18 −6,72 β Ori Rigel 770 −8° 12′ 06″ 05h 14m 32s
8 0,36 2,64 α CMi Prokyon 11,4 +5° 13′ 30″ 07h 39m 18s
9 0,42 var −5,04 α Ori Beteigeuze 640 +7° 24′ 26″ 05h 55m 10s
10 0,50 −2,77 α Eri Achernar 145 −57° 14′ 12″ 01h 37m 43s
11 0,61 −5,42 β Cen Hadar / Agena 525 −60° 22′ 22″ 14h 03m 49s
12 0,76 2,21 α Aql Altair 16,7 +8° 52′ 06″ 19h 50m 47s
13 0,77 −4,17 α Cru Acrux 320 −63° 05′ 57″ 12h 26m 36s
14 0,87 var −0,64 α Tau Aldebaran 65 +16° 30′ 33″ 04h 35m 55s
15 0,98 −3,56 α Vir Spica 262 −11° 09′ 41″ 13h 25m 11s
16 1,06 var −5,39 α Sco Antares 604 −26° 25′ 55″ 16h 29m 24s
17 1,16 1,07 β Gem Pollux 33 +28° 01′ 34″ 07h 45m 19s
18 1,17 1,72 α PsA Fomalhaut 25,1 −29° 37′ 20″ 22h 57m 39s
19 1,25 −3,91 β Cru Becrux 352 −59° 41′ 19″ 12h 47m 43s
20 1,25 −8,47 α Cyg Deneb 1550 +45° 16′ 49″ 20h 41m 26s
21 1,36 −0,52 α Leo Regulus 78 +11° 58′ 02″ 10h 08m 22s
22 1,50 −4,1 ε CMa Adhara 430 −28° 58′ 20″ 06h 58m 38s
23 1,58 0,59 α Gem Castor 52 +31° 53′ 18″ 07h 34m 36s
24 1,59 −0,52 γ Cru Gacrux 88 −57° 06′ 48″ 12h 31m 10s
25 1,62 −5,05 λ Sco Shaula 700 −37° 06′ 14″ 17h 33m 36s
26 1,64 −2,72 γ Ori Bellatrix 243 +6° 20′ 59″ 05h 25m 08s
27 1,65 −1,36 β Tau Elnath 131 +28° 36′ 27″ 05h 26m 17s
28 1,67 −0,99 β Car Miaplacidus 113 −69° 43′ 02″ 09h 13m 12s
29 1,69 −6,38 ε Ori Alnilam 1340 −1° 12′ 07″ 05h 36m 13s
30 1,73 −0,72 α Gru Al Na'ir 101 −46° 57′ 40″ 22h 08m 14s
31 1,74 −5,25 ζ Ori Alnitak 820 −1° 56′ 34″ 05h 40m 46s
32 1,75 −5,25 γ Vel Gamma Velorum 840 −47° 20′ 12″ 08h 09m 32s
33 1,76 −0,2 ε UMa Alioth 81 +55° 57′ 35″ 12h 54m 02s
34 1,79 −4,49 α Per Mirfak 592 +49° 51′ 40″ 03h 24m 19s
35 1,79 −1,39 ε Sgr Kaus Australis 143 −34° 23′ 05″ 18h 24m 10s
36 1,81 −1,09 α UMa Dubhe 124 +61° 45′ 03″ 11h 03m 44s
37 1,83 −6,87 δ CMa Wezen 1800 −26° 23′ 36″ 07h 08m 23s
38 1,85 −0,59 η UMa Alkaid / Benetnasch 100 +49° 18′ 48″ 13h 47m 32s
39 1,86 −4,57 ε Car Avior 630 −59° 30′ 34″ 08h 22m 31s
40 1,86 −2,75 θ Sco Sargas 272 −42° 59′ 52″ 17h 37m 19s
41 1,90 var −0,1 β Aur Menkalinan 82 +44° 56′ 51″ 05h 59m 32s
42 1,91 −3,61 α TrA Atria 415 −69° 01′ 39″ 16h 48m 40s
43 1,93 −0,6 γ Gem Alhena 105 +16° 23′ 57″ 06h 37m 43s
44 1,93 0,01 δ Vel Alsephina 80 −54° 42′ 30″ 08h 44m 42s
45 1,94 −1,82 α Pav Peacock 185 −56° 44′ 06″ 20h 25m 39s
46 1,97 var −3,62 α UMi Polarstern 430 +89° 15′ 51″ 02h 31m 50s
47 1,98 −3,95 β CMa Murzim 500 −17° 57′ 22″ 06h 22m 42s
48 1,99 −1,7 α Hya Alphard 177 −8° 39′ 31″ 09h 27m 35s
49 2,01 0,48 α Ari Hamal 66 +23° 27′ 07″ 02h 07m 40s
50 2,01 −0,93 γ Leo Algieba 125 +19° 50′ 30″ 10h 19m 58s
51 2,04 −0,3 β Cet Diphda / Deneb Kaitos 95 −17° 59′ 12″ 00h 43m 35s
52 2,05 −2,14 σ Sgr Nunki 225 −26° 17′ 48″ 18h 55m 16s
53 2,06 0,7 θ Cen Menkent 61 −36° 22′ 11″ 14h 06m 40s
54 2,07 −0,3 α And Alpheratz 97 +29° 05′ 26″ 00h 08m 23s
55 2,07 −4,65 κ Ori Saiph 720 −9° 40′ 11″ 05h 47m 45s
56 2,07 −1,86 β And Mirach 200 +35° 37′ 14″ 01h 09m 43s
57 2,07 −0,87 β UMi Kochab 126 +74° 09′ 19″ 14h 50m 08s
58 2,07 −1,52 β Gru Tiaki 170 −46° 53′ 05″ 22h 42m 40s
59 2,08 1,3 α Oph Ras Alhague 47 +12° 33′ 36″ 17h 34m 56s
60 2,09 var −0,18 β Per Algol 93 +40° 57′ 20″ 03h 08m 10s
61 2,10 −3,08 γ And Alamach 355 +42° 19′ 47″ 02h 03m 54s
62 2,14 1,92 β Leo Denebola 36 +14° 34′ 19″ 11h 49m 03s
63 2,15 −4 γ Cas Tiansi 550 +60° 43′ 00″ 00h 56m 43s
64 2,20 −0,81 γ Cen Muhlifain 130 −48° 57′ 36″ 12h 41m 31s
65 2,21 −5,95 ζ Pup Naos 1400 −40° 00′ 11″ 08h 03m 35s
66 2,21 −4,42 ι Car Aspidiske / Turais (Tureis) / Scutulum 690 −59° 16′ 31″ 09h 17m 05s
67 2,22 0,42 α CrB Gemma / Alphecca (Alphekka) 75 +26° 42′ 53″ 15h 34m 41s
68 2,23 −3,99 λ Vel Suhail 575 −43° 14′ 00″ 09h 06m 10s
69 2,06 0,33 ζ UMa Mizar 83 +54° 55′ 31″ 13h 23m 55s
70 2,23 −6,12 γ Cyg Sadr 1500 +40° 15′ 24″ 20h 22m 14s
71 2,24 −1,99 α Cas Schedir 230 +56° 32′ 14″ 00h 40m 30s
72 2,24 −1,04 γ Dra Etamin 148 +51° 29′ 20″ 17h 56m 36s
73 2,25 −4,99 δ Ori Mintaka 920 −0° 17′ 57″ 05h 32m 00s
74 2,28 1,17 β Cas Caph 54 +59° 08′ 59″ 00h 09m 11s
75 2,29 −3,02 ε Cen Epsilon Centauri 375 −53° 27′ 59″ 13h 39m 53s
76 2,29 −3,16 δ Sco Dschubba 400 −22° 29′ 00″ 15h 57m 24s
77 2,29 0,78 ε Sco Larawag 64 −34° 17′ 36″ 16h 50m 10s
78 2,30 −3,83 α Lup Alpha Lupi 550 −47° 23′ 18″ 14h 41m 56s
79 2,33 −2,55 η Cen Eta Centauri 310 −42° 09′ 28″ 14h 35m 30s
80 2,34 0,41 β UMa Merak 79 +56° 22′ 57″ 11h 01m 50s
81 2,35 −1,69 ε Boo Izar 210 +27° 04′ 27″ 14h 44m 59s
82 2,38 −4,19 ε Peg Enif 670 +9° 52′ 30″ 21h 44m 11s
83 2,39 −3,38 κ Sco Girtab 465 −39° 01′ 48″ 17h 42m 29s
84 2,40 0,52 α Phe Ankaa 77 −42° 18′ 22″ 00h 26m 17s
85 2,41 0,36 γ UMa Phecda 83 +53° 41′ 41″ 11h 53m 50s
86 2,43 0,37 η Oph Sabik 84 −15° 43′ 29″ 17h 10m 22s
87 2,44 −1,49 β Peg Scheat 200 +28° 04′ 58″ 23h 03m 46s
88 2,45 1,58 α Cep Alderamin 49 +62° 35′ 08″ 21h 18m 35s
89 2,45 −7,51 η CMa Aludra 2000 −29° 18′ 11″ 07h 24m 06s
90 2,47 −3,62 κ Vel Markeb 540 −55° 00′ 39″ 09h 22m 07s
91 2,48 0,76 ε Cyg Aljanah 72 +33° 58′ 13″ 20h 46m 13s
92 2,49 −0,67 α Peg Markab 140 +15° 12′ 19″ 23h 04m 46s
93 2,54 −1,61 α Cet Menkar 220 +4° 05′ 23″ 03h 02m 17s
94 2,54 −3,2 ζ Oph Zeta Ophiuchi 460 −10° 34′ 02″ 16h 37m 10s
95 2,55 −2,81 ζ Cen Zeta Centauri 385 −47° 17′ 18″ 13h 55m 32s
96 2,56 1,32 δ Leo Zosma 58 +20° 31′ 25″ 11h 14m 07s
97 2,56 −3,5 β Sco Akrab 530 −19° 48′ 19″ 16h 05m 26s
98 2,58 −5,4 α Lep Arneb 1300 −17° 49′ 20″ 05h 32m 44s
99 2,58 −2,84 δ Cen Delta Centauri 400 −50° 43′ 21″ 12h 08m 21s
100 2,59 −0,79 γ Crv Gamma Corvi 165 −17° 32′ 31″ 12h 15m 48s

Vergangenheit und Zukunft

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Aufgrund der Eigenbewegung sowohl der Sonne als auch der anderen Sterne innerhalb der Milchstraße verändern sich ihre Entfernungen zueinander und damit auch die scheinbare Helligkeit, von der Erde aus betrachtet, innerhalb langer Zeiträume. So ist Sirius seit etwa 90.000 Jahren der von der Erde aus (abgesehen von der Sonne) hellste Stern am Himmel. Zuvor hatte mehrfach Canopus diesen Rang inne, während in rund 210.000 Jahren Wega Sirius als hellsten Stern ablösen wird. In den letzten fünf Millionen Jahren gab es zudem einige Sterne, die von der Erde aus deutlich heller erschienen als Sirius heute. So erreichte Adhara (ε Canis Majoris) vor knapp fünf Millionen Jahren eine scheinbare Helligkeit von beinahe −4 mag, vergleichbar dem Planeten Venus.

Die folgende Liste aus dem Jahr 1998 enthält die von der Erde aus gesehen hellsten Sterne innerhalb der letzten und der nächsten fünf Millionen Jahre.[1] Durch eine Auswertung der neuen Gaia Satellitendaten wurde später entdeckt, dass Gliese 710 in 1,35 Millionen Jahren wahrscheinlich eine Helligkeit von −2,7 mag erreichen wird und damit zu diesem Zeitpunkt der hellste Stern von der Erde aus betrachtet sein wird.[2]

Stern
Klasse
Beginn der Zeit
als hellster Stern
(Kilojahre)

Ende der Zeit
als hellster Stern
(Kilojahre)

Zeitpunkt
der größten Helligkeit
(Kilojahre)

Größte
Scheinbare
Helligkeit

Entfernung
bei größter Helligkeit
(Lichtjahre)

Heutige
Scheinbare
Helligkeit

Heutige
Entfernung
(Lichtjahre)
Adhara B2Iab ... −4.460 −4.700 −3,99 34 1,50 431
Murzim B1II/III −4.460 −3.700 −4.420 −3,65 37 1,98 499
Canopus F0Ib −3.700 −1.370 −3.110 −1,86 177 −0,62 313
Askella A2III+A4IV −1.370 −1.080 −1.200 −2,74 8 2,60 89
Zeta Leporis A2Vann −1.080 −950 −1.050 −2,05 5,3 3,55 70,2
Canopus F0Ib −950 −420 −950 −1,09 252 −0,62 313
Aldebaran K5III −420 −210 −320 −1,54 21,5 0,87 65,1
Capella G6III+G2III −210 −160 −240 −0,82 27,9 0,08 42,2
Canopus F0Ib −160 −90 −160 −0,70 302 −0,62 313
Sirius A0m −90 +210 +60 −1,66 7,8 −1,46 8,6
Wega A0V +210 +480 +290 −0,81 17,2 0,03 25,3
Canopus F0Ib +480 +990 +480 −0,40 346 −0,62 313
Menkalinan A2IV+A2IV +990 +1.150 +1.190 −0,40 28,5 1,90 82,1
Delta Scuti F2IIIp +1.150 +1.330 +1.250 −1,84 9,2 4,70 187
Etamin K5III +1.330 +2.030 +1.550 −1,39 27,7 2,24 148
Ypsilon Librae K5III +2.030 +2.670 +2.290 −0,46 30 3,60 195
NR Canis Majoris F2V +2.670 +3.050 +2.870 −0,88 14 5,60 280
Omikron Herculis B9.5V +3.050 +3.870 +3.470 −0,63 44 3,84 347
Albireo K3II+B9.5V +3.870 +5.000 +4.610 −0,52 80 2,90 385
  1. Die scheinbare Helligkeit macht nur einen Teil der bolometrischen Gesamthelligkeit aus, zu der die über das gesamte elektromagnetische Spektrum emittierte Strahlung beiträgt.

Einzelnachweise

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  1. Jocelyn Tomkin: Once and Future Celestial Kings. (PDF) Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Dezember 2015. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
  2. Filip Berski, Piotr A. Dybczyński: Gliese 710 will pass the Sun even closer. In: Astronomy and Astrophysics. 2016, Band 595, S. L10 doi:10.1051/0004-6361/201629835