Zum Inhalt springen

Leiterstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Blick durch den Ostteil der Leiterstraße zum Breiten Weg, 2026

Die Leiterstraße ist eine Straße in Magdeburg in Sachsen-Anhalt.

Lage und Verlauf

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße befindet sich in der Magdeburger Altstadt. Sie geht vom Breiten Weg nach Westen ab und verläuft dann weiter in westliche Richtung, bis sie nach etwa 220 Metern auf die Otto-von-Guericke-Straße mündet. In der westlichen Hälfte mündet von Süden die Prälatenstraße ein. Im östlichen Teil besteht eine große platzartige Erweiterung. Die Leiterstraße ist auf ihrer vollen Länge als Fußgängerzone ausgewiesen.

Historisch verlief die Straße nur über etwa 150 Meter, bis sie auf die Prälatenstraße mündete, ohne dass weitere Straßen abgingen.

Eine erste urkundliche Erwähnung der Straße ist aus dem Jahr 1275 in Latein als vicus corii (deutsch Lederdorf) überliefert. Eine andere Angabe nennt das Jahr 1263.[1] Der Straßenname ist im Prinzip seit dieser ersten urkundlichen Erwähnung im Kern unverändert, wurde jedoch durch eine Verwechslung letztlich von Leder zu Leiter. 1276 wurde die Straße als ledderstrate bezeichnet. Diese ersten Erwähnungen stehen im Zusammenhang mit einem Magdeburger Bürger, dessen Beinamen als Günther de vico corii bzw. Günther von der Lederstraße angegeben wurden. Bei einer noch früheren Erwähnung eines Leder- oder Gerbermarkts aus dem Jahr 1227 (forum coriariorum) ist die konkrete räumliche Zuordnung unklar. Ein Markt so weit ab von den sonstigen Marktplätzen wird für unwahrscheinlich gehalten. Möglicherweise bestand dieser Markt auf dem Alten Markt am Innungshaus der Gerber, dem Lederhof (ehemals Alter Markt 25).

Noch bis 1670 wurde weitgehend einheitlich der Name Lederstraße genutzt. Als Nebenname wurde zeitweise, wie auch bei benachbarten Straßen wie der Himmelreichstraße, die Bezeichnung Auf dem Brande genutzt. Dieser Name nahm Bezug auf einen in diesem Bereich erfolgten Stadtbrand. Erstmals in einem Verzeichnis aus dem Jahr 1683 findet sich die Bemerkung „Leiter = alias Lederstraße“. Noch bis um 1750 wurde parallel zur Leiterstraße auch noch der Name Lederstraße verwandt, dann wurde ausschließlich noch der eigentlich falsche Name Leiterstraße genutzt.[2]

Westlicher Abschnitt Anfang des 20. Jahrhunderts

Im Zuge der Stadterweiterung wurde ab 1872 die Leiterstraße nach Westen über das Grundstück des Hauses Zum König von Preußen (Prälatenstraße 27) in Richtung Otto-von-Guericke-Straße verlängert. Die Arbeiten für den Straßendurchbruch wurden am 23. Juni 1873 abgeschlossen.[3]

Luftaufnahme der Einmündung der Leiterstraße auf die Otto-von-Guericke-Straße, 1929

Dieses neue westliche Teilstück wurde zunächst der Hasselbachstraße zugeordnet, später jedoch in die Leiterstraße eingegliedert.[4]

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg war die Bebauung der Leiterstraße, anders als weite Teile der Innenstadt, in wesentlichen Teilen erhalten geblieben. Von 1945 bis in die 1970er Jahre wurde der Magdeburger Weihnachtsmarkt in der Leiterstraße durchgeführt. 1949 sah das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs eine Verbreiterung der Leiterstraße vor. Dieses Vorhaben fand Eingang in den Aufbauplan. Zur Umsetzung gelangte das Vorhaben jedoch erst ab 1975. Im Rahmen einer Neukonzeption des Magdeburger Stadtzentrums in der Zeit der DDR wurde die erhaltene, aber durch Vernachlässigung stark beeinträchtigte[5] Bebauung abgerissen und 1977 der Grundstein für die Neugestaltung als Fußgängerzone mit Gebäuden in Plattenbauweise gelegt. Der städtebauliche Entwurf stammt von Hanspeter Kirsch und Burkhard Leu, die Entwürfe für die Hochbauten von Johannes Schroth, Horst Freytag, Günter Schmidt und H. Robra. Als Landschaftsarchitektin war Erika Becker tätig.

Faunbrunnen, 1986

Es entstanden hohe Wohnhäuser mit einer zum Teil zweigeschossigen Unterlagerung mit Ladengeschäften. Zur Ausführung kam – in einer modifizierten Variante – der Wohnungsbautyp P2. Die Ladengeschosse wurden in Stahlbetonskelettbauweise, die Obergeschosse als Plattenbauten errichtet. Während die Nordseite als achtgeschossige geschlossene Wohngebäude gestaltet wurden, entstanden auf der Südseite vier- bis sechsgeschossige Verwaltungsbauten, in denen auch Geschäfte und Kultureinrichtungen untergebracht wurden. Auf der Nordseite entstand darüber hinaus als Flachbau der Fruchthof. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme in der DDR und der Konzentration der Baukapazitäten in Berlin ergaben sich erhebliche Verzögerungen bei der Umsetzung der Maßnahme. Eine Einweihung erfolgte erst 1989.[6] 1986 wurde in der Straße der von Heinrich Apel geschaffene Faunbrunnen aufgestellt.

In der Zeit von 1998 bis 2004 wurde der Komplex architektonisch überformt, wobei jedoch die bisherige Konzeption bestehen blieb. In diesem Zusammenhang wurde auch im Jahr 2002 am westlichen Ende der Leiterstraße die Kunstinstallation Stabwerk errichtet. Ein von dort ausgehendes, die Elbe symbolisierendes Band, schlängelt sich seitdem auf voller Länge durch die Leiterstraße.[1]

Im Jahr 2003 gab es ein Vorhaben die platzartige Erweiterung der Leiterstraße in Charles-de-Gaulle-Platz umzubenennen. Der Vorschlag scheiterte jedoch im Stadtrat.[7] 2021 wurde nach dem Tod Heinrich Apels die unmittelbare Umgebung des Faunbrunnens formal aus der Leiterstraße ausgegliedert und ihm zu Ehren als Heinrich-Apel-Platz benannt.[8]

Hausnummerierungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach diversen Umnummerierungen beginnt die Hausnummerierung mit der Nummer 1 am nordwestlichen Ende und verläuft dann aufsteigend nach Osten bis zur Nummer 5 in der Nähe des Breiten Wegs. Von dort geht es von der Nummer 6 ausgehend nach Westen bis zur Nummer 12 an der Otto-von-Guericke-Straße. Einzelne rückwärtig angeordnete Häuser sind in die Nummerierung entsprechend eingeordnet.

Die Nummerierung begann ursprünglich am nordöstlichen Ende und verlief dann aufsteigend auf der Nordseite nach Westen bis zur Nummer 11 an der Prälatenstraße. Auf der Südseite lief die Nummerierung dann weiter aufsteigend wieder nach Osten bis zur Nummer 19 am Breiten Weg. Mit der Eingliederung des östlichen Abschnitts der Hasselbachstraße als westlichen Abschnitt der Leiterstraße machte sich eine neue Vergabe von Hausnummern geltend. Die Nummern wurden, wohl in den 1930er Jahren, nun so angeordnet, dass sich die ungeraden Nummern auf der Südseite und die geraden auf der Nordseite befanden, wobei die Nummerierung weiterhin an der Ostseite am Breiten Weg begann und nach Westen hin anstieg, bis sie mit den Nummern 21 bzw. 24 an der Otto-von-Guericke-Straße endeten. Diese Nummerierung bestand bis zur Neugestaltung der Straße in der Zeit der DDR, seitdem gilt die aktuelle.

(Historische) Häuser der Leiterstraße

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgend werden die Grundstücke der Leiterstraße tabellarisch aufgeführt. Dabei werden sowohl die aktuellen Grundstücke als auch ggf. davon abweichende historische Grundstücke benannt. Soweit diese sich überschneiden, sind sie ungefähr räumlich zugeordnet, wobei das jeweils räumlich zuvor beginnende Grundstück oder Element auch zuvor eingeordnet ist. Die historischen Elemente befinden sich so tatsächlich zwischen dem Beginn des vorherigen und des nachherigen heutigen Grundstücks. Aktuelle Adressen sind fett geschrieben, historische Grundstücksnummern mit (alt) oder (älter) gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Straßeneinmündungen eingeordnet. Nicht mehr bestehende Straßen sind mit (historisch) gekennzeichnet. Aktuelle Hausnummern sind fett geschrieben.

Die Darstellung folgt hier in der Reihenfolge der bis in die 1930er Jahre üblichen durchgehenden Nummerierung beginnend am nordöstlichen Ende nach Westen und von dort aus auf der Südseite wieder nach Osten. Aufgrund von Problemen bei der Zuordnung von Nummern fehlen derzeit für die Grundstücke auf der Nordseite die von den 1930er bis in die 1970er bestehenden Hausnummerierungen.

HausnummerNameBemerkungenBild
Breiter Weg 193
Breiter Weg 195 (alt)
Breiter Weg 193siehe Hauptartikel, am Haus befindet sich das Portal des Hauses Zum güldenen Kreuz2026
5Wohn- und Geschäftshaus, an der Westfassade ist ein den Namen Leiterstraße aufnehmendes Wandbild mit integrierter Uhr angebracht.2026
1a (alt)Das Grundstück gehörte zum Breiten Weg 195 und wurde im 19. Jahrhundert abgetrennt.
1b (alt)
1 (älter)
Zum großen GoliathIn der Zeit vor 1631 gehörte das Brauhaus Hans Freytag, dann der Witwe von Simon Freitag. Sie veräußerte das Haus noch vor 1631 an Joachim Meinecke. Die Erben Meineckes veräußerten die Stelle im Jahr 1641 für 250 Taler an Gottfried Steinacker, dem auch das Haus Breiter Weg 195 gehörte. 1663 war die Witwe Steinackers Eigentümer, 1679 und 1683 Dr. Gottfried Christoph Steinacker. Er bebaute die Fläche mit einem Haus, das 1688 seiner Witwe gehörte. Von ihr erwarb es 1695 der Seidenhändler Johann David Steinacker für 2000 Taler, der es 1698 für 2400 Taler an Pastor Franz Boelius verkaufte. Der Name des Hauses diente wohl als Inspiration für das Hauszeichen Zum goldenen Goliath an der Hauszeichenstele in der Himmelreichstraße. In zwei Erwähnungen wird für dieses Anwesen auch der sonst für die benachbarte Nummer 2 genutzte Name Zum kleinen David verwandt.
4Wohn- und Geschäftshaus, zurückgesetzt hinter der Nummer 5 und nördlich des historischen Straßenverlaufs errichtet.2026
Durchgang zur Krügerbrücke (vormals Krummer Ellbogen)2026
1 bis 3Wohn- und Geschäftshaus, In dem Gebäudekomplex befindet sich die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt sowie die Spielstätte der Magdeburger Zwickmühle.2026
Heinrich-Apel-PlatzFaunbrunnensiehe Hauptartikel2008
2 (alt)Zum kleinen David1631 gehörte das Haus Simon Prinz. Bei der Zerstörung der Stadt im Jahr 1631 wurde auch das Gebäude zerstört. An der Ruine schlug man oberhalb der Haustür den Putz ab und fand dabei eine fußhohe Figur aus Sandstein. Sie stellt den David dar und ist mit Stiefeln und Pluderhosen bekleidet. In der rechten Hand hält die Figur eine Schleuder, während er die linke Hand hinter dem Rücken versteckt. Die Figur sah dabei nach Osten in Richtung des Brauhauses Zum großen Goliath. Die Witwe von Prinz schenkte die Stelle der Ulrichskirche, von der sie 1688 der Stellmacher Franz Schröder erwarb. Zu diesem Zeitpunkt war das Grundstück voller Schutt. Schröder bebaute die Stelle neu. Der Hausstein trägt allerdings die Jahreszahl 1678. Im Jahr 1704 veräußerten seine Erben das Haus für 450 Taler an den Stellmacher Hans Arnd. Von dessen Erben kaufte es 1717 der Stellmacher Asmus Dingel (auch Düngel). Dingel veräußerte es 1720 für 700 Taler an den Gastwirt Bartel Müller. Im Jahr 1823 wurde der Musiker Christian Walter als Eigentümer geführt. 1942/1943 gehörte das Grundstück W. Floß, der im Haus ein Geschäft für Linoleum und Tapeten betrieb. Außerdem befand sich hier die evangelische Buchhandlung E. Holtermann sowie die Maßschneidereien von Hoffmann und Drews. Nach 1945 wurde das Hauszeichen geborgen und später eingelagert.[9] Der Name Zum kleinen David ist zum Teil auch für das Haus 1b und zudem für die Nummer 3/4 gebräuchlich. Der Name des Hauses diente als Inspiration für das Hauszeichen Zum kleinen David an der Hauszeichenstele in der Himmelreichstraße.Originales Hauszeichen
3 (alt)1631 gehörte das Haus den Erben des Malers Valentin Weger (auch Weigers). Zum Anwesen gehörte auch die benachbarte Nummer 4. Im Jahr 1651 wurde als Eigentümerin des wüsten Grundstücks die Witwe des Kunstmalers Johann Kaspar Gericke geführt. Sie veräußerte 1694 wohl nur das Haus der Nummer 3 für 100 Taler an den Schiffknecht Friedrich Markwart, von dem es 1697 der Kornmesser Andreas Herwig für 170 Taler erwarb. Er kaufte 1701 auch das benachbarte Grundstück Nummer 4 (siehe dort). In der Zeit bis 1750 wurden beide Grundstücke dann wieder getrennt. In einer Erwähnung wird für dieses Anwesen auch der sonst für die benachbarte Nummer 2 genutzte Name Zum kleinen David verwandt. Es gibt auch, die wohl aber unrichtige Vermutung, für das Haus hätte der Name Zum goldenen Hufeisen bestanden. Hier dürfte es sich jedoch um eine Verwechslung mit dem Haus Breiter Weg 9 handeln.
4 (alt)Zumindest bis 1694 gehörte das Grundstück mit zur benachbarten Nummer 3. Die abgetrennte Nummer 4 wurde 1701 von der Witwe von Krispin Grabenstedt für 124 Taler an den Kornmesser Andreas Herwig verkauft. Der Musketier Johann Dietrich Herwig erbte beide Grundstücksteile und veräußerte sie 1716 für 800 Taler an den Kornmesser Bastian Nitsche. Von ihm erwarb sie 1724 für 540 Taler Johann Ludwig Ouedenfeld. In der Zeit bis 1750 wurden beide Grundstücke dann wieder getrennt. In einer Erwähnung wird für dieses Anwesen auch der sonst für die Nummer 2 genutzte Name Zum kleinen David verwandt.
5 (alt)Wohl 1651 gehörte die Stätte Simon Prinz. Seine Witwe schenkte diese und die benachbarte Stätte Nummer 6 der Ulrichskirche. 1688 veräußerte die Gemeinde beide Stätten für 40 Taler an den Stellmacher Franz Schröder. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Grundstücke voller Schutt. Schröder bebaute zunächst die Nummer 6 mit einem Haus. Sein Schwiegersohn, der Stellmacher Hans Arnd, erbte beide Grundstücke und veräußerte sie 1699 für 145 Taler an den Schneider Stephan Quast. Quast bebaute die Nummer 5 und veräußerte das Haus im Jahr 1711 für 588 Taler an den Kornmesser Christian Hoffmann, der zuletzt 1718 erwähnt wurde. Das Grundstück wurde dann später wieder mit der Nummer 6 vereint.
6 (alt)Im Jahr 1631 gehörte das Haus Christian Schobert (auch Schubert), auf den die Witwe von Simon Prinz folgte. Bis 1711 war das Grundstück mit der benachbarten Nummer 5 vereint (siehe dort). Noch bis 1718 war der Schneider Stephan Quast Eigentümer. Später erwarb Christian Leberecht Faber das Gebäude für 680 Taler. Das Grundstück wurde dann wieder mit der Nummer 5 vereint.
7 (alt)1631 und 1651 war der Leineweber Heinrich Reifenstein Eigentümer. Im Jahr 1683 gehörte das Grundstück dem Leineweber Michael Ulich, dann Steinacker auf den der Marktrichter Peter Neukranz folgte. Er tauschte die Stätte 1693 mit der Nummer 10 des Gastwirts Hans Truckenbrod. Truckenbrod veräußerte sie noch im gleichen Jahr für 16 Taler an den Botenmeister der magdeburgischen Landstände, Hans Müller. Müller bebaute das Grundstück. 1715 verkauften seine Erben das Haus für 500 Taler an den Acciseinspektor Johann Daniel Badewasser. Schon 1716 verkauften dann seine Erben für 650 Taler an den Gastwirt August Wilhelm Christ. Von ihm erwarb es 1717 für denselben Preis an den Peruquier Johann Andreas Holzthiem, der es noch im gleichen Jahr für 660 Taler an den Schlosser Martin Christian Walter veräußerte. Walter verkaufte 1724 an den Aktuar Johann Wilhelm Rumpf.
8 (alt)Auf dem Grundstück befanden sich das Hinterhaus und die Ausfahrt des Gasthofs Zum roten Adler (Krummer Ellbogen 12). Dies blieb so bis ins 18. Jahrhundert (siehe Krummer Ellbogen 12).
9 (alt)1651 gehörte das Grundstück Sebastian Siegeler, der als Vikar am Magdeburger Dom tätig war. 1680 waren seine Erben, der Diakonus Johann Eilers (auch Elers) und Pastor Tobias Klessel Eigentümer. Im Jahr 1683 wurde keine Eigentümer benannt. In der Zeit bis 1694 veräußerten die Erben von Siegeler die Stätte an den Eigentümer des benachbarten Grundstücks Krummer Ellbogen 12, wohl der brandenburgische Sergeanten und Schneider Hans Heinrich Tremely. 1694 verkaufte der neue Eigentümer des Krummen Ellbogens 12, der Weinschenk Anton Brehmer, die Stätte für 24 Taler an den Polierer Michael Fischer. Er bebaute die Stätte neu und blieb bis 1736 Eigentümer.
10 (alt)In den Jahren 1631 und 1651 war der Braumeister Joachim Schulze (auch als Joachim der Baumeister bezeichnet) Eigentümer. Es folgte der Pastor von Wolmirsleben und 1683 Braumeister Georg Scheibener. Dann erwarb Johann Heinrich Tremely, Gastwirt des angrenzenden Gasthofs Roter Adler (Krummer Ellbogen 12) die Stätte. Auf ihn folgte Gastwirt Hans Truckenbrod, der sie 1693 mit der Nummer 7 des Marktrichters Peter Neukranz tauschte. Neukranz veräußerte die Stätte 1695 an den Stiftskämmerer Johann Platz für 40 Taler. Er wurde zuletzt 1719 erwähnt.
11 (alt)Zum Haus gehörte als Nebenhaus die Prälatenstraße 12. Im Jahr 1652 war das Grundstück mit einem Haus bebaut und gehörte, wie auch 1666, dem Schuhflicker Martin Knichtel (auch Knöchtel oder Knüttel). Seine Kinder veräußerten das Haus 1678 für 150 Taler an Dr. Gottfried Christoph Steinacker. Die zwischenzeitlich wieder wüste Stätte wurde von ihm dann 1689 an Peter Neukranz verkauft. Von Neukranz erwarb 1697 der Landkutscher Hans Sporleder das Haus für 150 Taler. Sporleder wurde zuletzt 1719 erwähnt.
Einmündung Prälatenstraße (Nordseite) (historisch)2026
20 (alt)
Hasselbachstraße 1 (älter); zum Teil Straßenfläche der Leiterstraße
Zum König von Preußensiehe Hauptartikelzwischen 1900 und 1907
Hasselbachstraße 2 (alt)Um 1914 gehörte das Haus A. Purcel.
Otto-von-Guericke-Straße 86 cGeschäftshaus, Standort des Restaurants Qilin.2026
Hasselbachstraße 3 (alt)In der Zeit um 1914 war der Berliner Buchhändler A. Wollbrück Eigentümer.
Otto-von-Guericke-Straße 88 (alt)Das Eckhaus gehörte 1939 Frau G. Kuhran aus Quedlinburg. Im Erdgeschoss war die am 24. Juli 1919 eröffnete Phönix-Apotheke untergebracht. Inhaber war bis 1924 der Apotheker Zernial.[10] Die Apotheke war von 1939 bis 1941 Lehrapotheke.[11]
Stabwerksiehe Hauptartikel2026
Einmündung auf die Otto-von-Guericke-Straße (vormals Kaiserstraße)19292026
Otto-von-Guericke-Straße 87 (alt)1939 gehörte das Grundstück der Heeres-Standort-Verwaltung. Untergebracht war hier die Wehrersatz-Inspektion.
12 / Otto-von-Guericke-Straße 86aWohn- und Geschäftshaus, Eckhaus an der südwestlichen Ecke zur Otto-von-Guericke-Straße2026
Hasselbachstraße 10 (alt)Als Eigentümer wurde 1914 Rentiere A. Schmidt geführt.
10 bis 11Wohn- und Geschäftshaus mit großflächigem Kunstwerk von Bruno Groth am Verbindungsbau zur Nummer 12. In das Gebäude ist der Durchgang zur Prälatenstraße integriert. Im Durchgang befindet sich das 1983/1984 von Dietmar Witteborn geschaffene Glaskunstwerk Jugend aller Nationen2026
Einmündung Prälatenstraße (Südseite)2025
13, 15, 17 (alt)
12 (älter) und Prälatenstraße 9a (älter)
In der Zeit vor 1631 befand sich hier das Haus des erzbischöflichen Offizials Paul Curdes (auch Curdessen), das 1631 bereits seiner Witwe gehörte. Neben diesem Haus stand 1631, bereits in der Fluchtlinie der kreuzenden Prälatenstraße, das Haus des Domlektors Thomas Nievendorf. Nach der Zerstörung der Stadt von 1631 blieben beide Flächen bis 1680 wüst, wobei auf dem Grundstück Nievendorfs eine Hütte stand. Bis etwa 1690/vor 1700 gehörte die Fläche vermutlich dem Domsyndikus Joh. August Struve, der sie wohl als Hausgarten nutzte. Andere Vermutungen nahmen an, dass die Stätten um 1670 dem Steuerkommissar Kilian Rudolf gehörten. Noch vor 1700 bebaute der Kommissarius Samuel Baumgarten das Areal neu und verkaufte es dann 1709 für 1400 Taler an Steuerkommissar Kilian Rudolf. Er verkaufte es 1712 für 1670 Taler an die Deutsch-reformierte Gemeinde, die im Gebäude ein Pfarrhaus für die jeweils ersten Prediger der Gemeinde einrichtete. Jährlich waren 16 Groschen Erbzins an die Fabrik des Domkapitels Magdeburg und vier Taler Wassergeld zu zahlen. Das Haus wird zu diesem Zeitpunkt als geräumig und in gutem Zustand beschrieben. Mit dem Kauf gelangten auch einige im Haus gebliebene Mobilien an die Gemeinde. Es bestanden ein zweigeschossiges Vorderhaus mit Seitenflügel, ein Seiten- und ein Hinterhaus. Durch das Seitenhaus führte eine Durchfahrt zur Prälatenstraße. Gegenüber lag der Gasthof Zum König von Preußen. Insgesamt hatte das Grundstück eine Fläche von 20,5 Quadratruten. Das Vorderhaus war 28 Fuß lang und 35 Fuß tief. Das Seitengebäude maß 27 mal 13 Fuß, das Hinterhaus 46 mal 10,5 Fuß.[12] Die Nutzung als Predigerhaus blieb bis 1805 bestehen. Im Haus lebten in dieser Zeit die Prediger Wahrendorff, Stubenrauch, Lobethan, Zepper, Kuhn und von 1768 bis 1804 Küster, nach dessen Tod es verkauft wurde.[13] Mit Bewilligung des königlichen Kirchendirektoriums veräußerte es die Gemeinde 1805 an den Tuchmachermeister Jakob Defoy und den Tischlermeister Heinrich Keller für 2500 Taler. Beide waren Bürger der Pfälzer Kolonie. Schon 1806 traten die Erben Defoys ihre Rechte an Keller für 1245 Taler ab.
11 (alt)
vormals 12 (älter)
Vor 1631 standen zwei Häuser auf dem Grundstück. Im westlichen Gebäude lebte Joh. Pickart, im anderen Joh. Görke. Nach der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1631 lagen die Stätten wüst. Das Grundstück unterlag der Gerichtsbarkeit der Domvogtei Magdeburg. In der Zeit um 1670 errichtete Philipp Thiemann eine Behausung auf der Stätte. 1669 veräußerten Dr. Valentin Kaspar Rupitz und seine Geschwister eine wüste Stelle für 50 Taler an den Amtsschreiber Michael Meinecke. 1680 gehörten ihm dann beide Stätten. Im Jahr 1685 wurden seine Erben als Eigentümer geführt. Zu ihnen gehörte auch sein gleichnamiger Sohn. In der Zeit um 1700 war der Sohn des Möllenvogts Barthold Struve, der Domsyndikus Joh. August Struve Eigentümer. Auf ihn folgten nach seinem Tod im Jahr 1704 seine Erben, die auch noch 1724 als Eigentümer geführt wurden. Zu den Erben gehörte auch seine Tochter Sophie Katharina, die den Kanonikus Hansen geheiratet hatte. Sie verstarb 1756. Gegen eine Abfindungssumme von 1500 Talern überließen die acht Erben das Grundstück der Frau Hofrat Marie Elisabeth Stoll, geborene Hansen. Sie starb 1769 und vererbte das Haus den Kindern ihrer Schwester, dem Leutnant Wilhelm Hertling und der Frau Agnese Juliane Bertram, geborene Hertling. Die Erben veräußerten es noch im gleichen Jahr an den Kammerkanzlisten Samuel Heinrich Niemann und seine Ehefrau Luise Sophie, geborene Wisian, für 1500 Taler. Von deren Erben erwarb es 1796 der Lohnkutscher Johann Andreas Schulze für 2535 Taler. Schulze bemühte sich um eine Genehmigung zur Einrichtung eines Fuhrgeschäfts auf seinem Grundstück. Die Domvogtei wies das Ansinnen jedoch zurück, da zunftmäßige Gewerbe im Gebiet der Stiftsfreiheit, zu der die Südseite der Leiterstraße gehörte, verboten sei. 1796 bestätigte die Kriegs- und Domänenkammer Magdeburg diese Entscheidung und forderte Schulze auf, das Grundstück zu räumen. Schulze verlegte seinen Betrieb in die Altstadt und vermietete das Haus. Er verstarb 1805. Seine Witwe aus zweiter Ehe, Elisabeth Marie Susanne Zimmermann wurde Eigentümerin des Hauses.
9 (alt)
zuvor 13a, b (älter)
In der Zeit vor 1631 befanden sich auf dem Grundstück zwei Häuser. Eines der Häuser gehörte dem Prokurator der Dompropstei Benedix Sartorius. Um 1600 lebte die Witwe von Hieronymus Martelli im Haus, etwas später Achim Timme. Bei dem anderen Haus handelte es sich um den Erbhof von Rohr. Ungefähr ab 1597 war der Domherr Joachim Bernhard von Rohr Eigentümer. Nach der Zerstörung der Stadt im Jahr 1631 wurde im Jahr 1642 auf dem Hof wieder etwas Wirtschaft betrieben. 1685 wurde der Hof als „Rohrische, nachhero Bausische wüste Stätte, itzo das Waldecksche Haus“ bezeichnet. Bei dem so angegebenen Bause handelte es sich um den seit 1652 als Domsyndikus tätigen Joachim Reinhold Bause. Den Erben Bauses gehörten 1714 auch Ackergrundstücke in Groß Ottersleben. 1687 wurde die ehemalige Hausstelle Martellis, die sich neben der Waldeckschen befand, als Garten genutzt. In der Zeit um 1690 veräußerte Oberstwachtmeister von Waldeck sein neu errichtetes Haus samt Garten an den Amtsschreiber Michael Meinecke. Von diesem erwarb 1694 der königlich großbritannische Oberst Hartmann Friedrich von Erffa das Anwesen für 1200 Taler. Auf ihn folgte der kurfürstlich brandenburgische Steuerrat und Landrentmeister Heinrich Wilhelm Heuckenroth, dem auch das Haus Breiter Weg 204 gehörte. Heuckenroth verkaufte 1701 für 3000 Taler an den braunschweigischen Geheimen Rat und Oberhauptmann Karsten Werner von Schenk auf Flechtingen und Dönstedt. Noch im gleichen Jahr kaufte von Schenk auf 99 Jahre auch die angrenzende wüste Hausstätte vom Abt und Konvent des Klosters Groß Ammensleben für 150 Taler. Dem Kloster war ein Erbzins von jährlich vier Groschen zu zahlen. Diese Fläche war nur mit einer Hütte bebaut und das Kloster sah sich außerstande eine Neubebauung vorzunehmen. Für das ehemalige Haus von Heuckenroth war der Baumeisterei des Domkapitels ein jährlicher Zins in Höhe eines Talers und 17 Groschen zu entrichten. Von Schenk starb im Jahr 1706. Erbin des Allodialvermögens wurde die Witwe Anna Ehregott, geborene von Hakeborn. Die Hausstätte, wie auch die benachbarte Nummer 7, ging an den Bruder von Schencks, Hauptmann Jakob von Schenck auf Flechtingen. Allerdings hatte die Witwe ein lebenslanges Wohnrecht im Haus. Jakob von Schenck verstarb 1732, die Witwe erst 1750. Die Erbengemeinschaft nach Jakob von Schenck umfasste zehn Erben und veräußerte das Haus schnell für 2300 Taler an den Regierungspräsidenten Philipp Ferdinand von Kühlewein. Das Grundstück umfasste ein Haupt- und ein Nebenhaus sowie einen Garten. An das Haus schloss sich eine 17 Ellen lange Mauer an. Das Haus war ein sogenanntes Freihaus und – abgesehen von den Erbzinsen – von Abgaben freigestellt. Von Kühlewein legte im Garten an der Leiterstraße Weinspaliere an, die zu einem Rechtsstreit mit der Nachbarin Hansen (Nummer 11) führten, da die Spaliere ihre Stube verdunkelt hätten. Von Kühlewein verstarb 1755 und vererbte das Anwesen an seine Witwe Henriette Luise, geborene von Arnstedt. Sie veräußerte das Hinterhaus und das vom Kloster Ammensleben auf Zeit erworbene Nebenhaus für 4250 Taler an Oberstleutnant Albrecht Ehrenreich von Rohr. Das Kloster willigte hinsichtlich seines Anteils ein und übernahm auch Reparaturkosten. Noch im gleichen Jahr verkaufte von Rohr für gleichfalls 4250 Taler beide Häuser an das Kloster. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Haus als alt und baufällig beschrieben. 1796 erwarb der Geheime Rat und Kammerdirektor Joh. Ludwig Schönwald die beiden Häuser (Nummer 7 und 9) für 4500 Taler vom Kloster. Schönwald verkaufte beide Anwesen 1804 für 8000 Taler an den Kaufmann und Bürgermeister der Pfälzer Kolonie.
7 (alt)
zuvor 14a, b (älter)
1574 wurde das Haus als Klosterhaus in der Lederstraße in einem Rechtsstreit zwischen dem Kloster Ammensleben und dem Domherren und Thesaurarius von St. Gangolphi, Andreas von Holzendorf, erwähnt. Abt Ludgerus (Hüffgen) ließ das Haus 1590 unter erheblichen Kosten von Grund auf neu erbauen. Beabsichtigt war, dass es den Brüdern des Klosters in Kriegs- und Krisenzeiten als Zuflucht dienen sollte. Am Haus wurde dabei die nachfolgende lateinische Inschrift angebracht: Hoc anno aedificavi magnis expensis domum illam in Magdeburg pro refugio fratrum nostrorum cum illorum substantia a tempore belli. A Christo bis lustra novem et ter saecula quinque transierant, quando haec sunt loca facta nova justos, non pravos Dominus construxit in usus. Abbas Ludgerus fratribus ista suis Si Mars ingruerit, vel signa, vel siqua pericula saeva Utile asylum illis haec Domus, haec casa erit. Die Funktion als sichere Zuflucht konnte das Haus aber letztlich nicht erfüllen. 1621 wurden auf Veranlassung des Abts Johann Heyden sämtliche Kostbarkeiten und Barmittel des Klosters in den Brauhof der Domvogtei geschafft. Die meisten Konventualen des Klosters hielten sich nachts in der Sudenburg auf. Das Grundstück unterstand der Gerichtsbarkeit der Domvogtei. 1631 wohnte der Möllenvogt Barthold Struve als Mieter im Haus. Bei der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1631 brannte auch der Klosterhof ab. 1687 war das Grundstück wieder mit einem kleinen Häuschen bebaut. Das Kloster sah sich finanziell nicht in der Lage das Grundstück wieder zu bebauen, so dass die Fläche samt Häuschen 1701 für 150 Taler auf 99 Jahre an den braunschweigischen Geheimen Rat und Oberlandeshauptmann Karsten Werner von Schenk auf Flechtingen verkauft wurde, dem auch das benachbarte Grundstück Nummer 9 gehörte. Die Grundstücke waren so vereint. Zur weiteren Geschichte siehe Nummer 9.
9
Breiter Weg 200 (alt)
Luisenschulesiehe Hauptartikel, von der eigentlichen Gebäudeflucht der Leiterstraße zurückgesetzt stehendes Gebäude.2012
platzartige Erweiterung der Leiterstraße nach Süden2026
Einfahrt zur Brauerei des Domkapitels und zum Amt der Domvogtei (historisch)Noch in den 1950er Jahren war die Einfahrt zu erkennen.
5 (alt)
vormals 15 (älter)
Das Grundstück unterstand der Gerichtsbarkeit der Domvogtei und wurde als Hof der Brand von Lindau geführt. Im Jahr 1631 gehörte der Hof Benno Friedrich Brand von Lindau. Nach der Zerstörung der Stadt im Jahr 1631 lag der Hof lange wüst. 1687 war die Stätte noch unbebaut. Eigentümer war der Fürstlich Anhaltsche Landdrost Joachim Friedrich Brand von Lindau. Im Jahr 1700 veräußerten Hans Friedrich und August Friedrich Brand von Lindau die Stätte an den Domvogt und Kanonikus zu St. Sebastian Stephan Wlöme. Wlöme bebaute das Grundstück neu und vererbte das Anwesen an seine Witwe Maria Elisabeth Wlöme, geborene Rosenthal. Sie vermachte das Grundstück ihren Verwandten Gerhard Levin von Lüdicke und seiner Schwester Frau Geheimrat Augusta Christiana von Pawlowsky, geborene von Lüdicke. Von den beiden erwarb es 1754 für 2100 Taler der preußische Kriegskommissar Joh. August Hagen. Festgelegt war, dass der jeweilige Eigentümer auch ein Recht auf eine Begräbnisstätte in der Sebastianskirche hatte. Nachdem Hagen 1761 verstorben war, ging das Haus an seine Witwe Margarete Elisabeth, geborene von Syborg. Mit ihrem Tod erbten 1777 ihre Tochter Anna Dorothea, verheiratete Kriegskommissar Peguilh, deren Schwester Sophie Elisabeth Hagen und deren Bruder Kammersekretär Joh. August Hagen in Königsberg. 1789 zahlte Sophie Elisabeth Hagen ihre Geschwister aus und wurde Alleineigentümerin. Ihr Rechtsbeistand war der Auditeur Gottlieb Leberecht Immermann, Vater des bekannten Dichters Immermann.
8Bürogebäude der Magdeburger Stadtverwaltung an der südöstlichen Ecke der platzartigen Erweiterung der Leiterstraße. Nördlich des Hauses führt ein Durchgang nach Osten zum Breiten Weg2026
3 (alt)
vormals 16 (älter)
In der Zeit um 1600 gehörte das Haus Busso von der Asseburg. Das Grundstück unterstand der Gerichtsbarkeit der Domvogtei. 1631 war der Advokat und Landsyndikus Dr. Adolf Marcus Eigentümer. Er war 1642 dann Hofrat in Halle (Saale), das Grundstück lag wüst. 1687 erwarb Vikar Rost, dem das benachbarte Grundstück Breiter Weg 215 gehörte, die Fläche und nutzte sie als Garten. Um 1700 bebaute sie der Kanonikus bei den Stiften St. Gangolph und Sebastian Paul Friedrich Neumann. Er vererbte das Anwesen an seine Witwe Sophie Justine, geborene Wegner. Sie verstarb 1739, worauf ihre beiden Nachkommen, der Kommissionsrat Georg Friedrich Neumann in Halle und Frau Oberstwachtmeister Sophie Dorothea Barboneß, geborene Neumann, das Grundstück übernahmen. Frau Major Sophie Dorothea Barboneß wurde 1753 als Alleineigentümerin geführt, der das Haus für 3600 Taler zugeschrieben wurde. Von ihr erwarb es 1765 samt Garten für 4600 Taler der Kriegsrat Friedrich Wilhelm Braun. Nach dem Tode Brauns überließen seine fünf Töchter für 3200 Taler das Anwesen ihrem Bruder, dem Regierungsadvokaten Karl Friedrich Braun. Der Provinzialeinnehmer Karl Siegmund Ursinus erwarb das Grundstück 1793 für 4600 Taler.
6Wohn- und Geschäftshaus, mit seiner Westfassade zur platzartigen Erweiterung der Leiterstraße ausgerichtet. Nur die schmale Nordfront nimmt die Bauflucht der Leiterstraße auf.2026
Breiter Weg 200
vormals Breiter Weg 196
siehe Breiter Weg 2002026
Einmündung auf den Breiten Weg2026
  • Ernst Neubauer, Häuserbuch der Stadt Magdeburg 1631–1720, Teil 1, Herausgeber: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Magdeburg 1931, Seite 359 ff.
  • Ernst Neubauer: Häuserbuch der Stadt Magdeburg Teil II, Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1956, Seite 92 ff.
  • Iris Reuther: Fußgängerzone Leiterstraße. In: Magdeburg – Architektur und Städtebau, Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün OT Dößel 2017, ISBN 978-3-89923-390-2, Seite 81.
Commons: Leiterstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Andreas Hornemann: Von so weit her bis hier hin. Quadrat Art Verlag, Magdeburg 2009, ISBN 978-3-935971-53-9, Blatt 2.
  2. Ernst Neubauer, Häuserbuch der Stadt Magdeburg 1631–1720, Teil 1, Herausgeber: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Magdeburg 1931, Seite 269.
  3. Ernst Neubauer: Häuserbuch der Stadt Magdeburg Teil II, Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1956, Seite 98.
  4. Ernst Neubauer: Häuserbuch der Stadt Magdeburg Teil II, Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1956, Seite 122.
  5. Andreas Hornemann: Von so weit her bis hier hin. Quadrat Art Verlag, Magdeburg 2009, ISBN 978-3-935971-53-9, Blatt 3.
  6. Iris Reuther: Fußgängerzone Leiterstraße. In: Magdeburg – Architektur und Städtebau, Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün OT Dößel 2017, ISBN 978-3-89923-390-2, Seite 81.
  7. Straßenname, DS0563/03 vom 19. August 2003.
  8. Benennung "Heinrich-Apel-Platz", DS0177/21 vom 19. April 2021.
  9. Günter Hammerschmidt, Häuser mit Hauszeichen in der ehemaligen Altstadt von Magdeburg, Magdeburg 2004, Seite 43.
  10. Katharina Albrecht, Geschichte der Apotheken der Stadt Magdeburg, Drei Birken Verlag, Freiberg (Sachsen), 2007, ISBN 978-3-936980-13-4, Seite 119.
  11. Katharina Albrecht, Geschichte der Apotheken der Stadt Magdeburg, Drei Birken Verlag, Freiberg (Sachsen), 2007, ISBN 978-3-936980-13-4, Seite 127.
  12. Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Erster Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 142.
  13. Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Erster Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 143.

Koordinaten: 52° 7′ 41,7″ N, 11° 37′ 56,9″ O