Lego Der Hobbit
| Lego Der Hobbit | |||
| Originaltitel | Lego The Hobbit | ||
|---|---|---|---|
| Entwickler | Traveller’s Tales | ||
| Publisher | Warner Bros. Interactive Entertainment | ||
| Komponist | Howard Shore | ||
| Veröffentlichung | OS X: 18. Dezember 2014 | ||
| Plattform | Android, iOS, Windows, macOS, Nintendo DS, PlayStation 3, PlayStation Vita, Wii, Xbox 360 | ||
| Genre | Action-Adventure | ||
| Thematik | Der Hobbit | ||
| Spielmodus | Einzelspieler, Koop-Modus | ||
| Steuerung | Gamepad, Touchscreen | ||
| Medium | DVD, Download | ||
| Sprache | u. a. Deutsch, Englisch und Französisch | ||
| Altersfreigabe |
| ||
| PEGI-Inhaltsbewertung | Gewalt, Angst/Horror | ||
Lego Der Hobbit (englischer Originaltitel: Lego The Hobbit) ist ein Action-Adventure, das von Traveller’s Tales bzw. TT Fusion (Mobile- und Handheld-Version) entwickelt wurde und von Warner Bros. Interactive Entertainment bzw. Feral Interactive (OS X) erstmals 2014 veröffentlicht wurde. Das Spiel adaptiert die ersten beiden Filme der Trilogie von Peter Jackson im Lego-Stil und übernimmt dabei auch wesentliche Änderungen und Erweiterungen der Filme gegenüber der literarischen Vorlage. Der Soundtrack von Howard Shore und szenische Tonausschnitte der Filme wurden integriert. Wie für Lego-Videospiele typisch, wurde die Handlung durch humoristische Elemente und viel Slapstick kindgerechter gestaltet als es die jeweilige Vorlage ist.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Handlung und Gestaltung des Spiels hält sich eng an die Filme Der Hobbit: Eine unerwartete Reise und Der Hobbit: Smaugs Einöde, welche die Erzählung des relativ kurzen Romans bereits erheblich ausschmücken und teilweise verändern (beispielsweise durch das Auftreten von Legolas und Radagast mit eigenen Handlungssträngen oder der Neuschaffung ganzer Figuren wie Tauriel). In insgesamt 16 Missionen wird die Geschichte linear verfolgt, dazwischen eröffnet sich dem Spieler die Möglichkeit, Mittelerde zu erkunden und hier verschiedene Gegenstände zu sammeln und Charaktere freizuschalten. Da der abschließende Film Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere erst rund ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Spiels in den Kinos anlief, endet die Handlung des Spiels mit einem Cliffhanger: Der Drache Smaug ist unterwegs, um die Stadt Esgaroth zu zerstören, die im Spiel eröffneten Handlungsstränge um Bard, dessen schwarzen Pfeil und die Windlanze oder Bilbos Heimkehr nach der Schlacht der fünf Heere werden weder spielerisch, noch filmisch zu Ende erzählt. Die ursprüngliche Absicht der Entwickler, die Geschichte mittels eines DLCs zu vollenden, wurde letztlich nicht umgesetzt.[1][2]
Wie in den vorherigen Lego-Spielen wird ein Level im „Free-Play“-Modus freigeschaltet, wenn es im Story-Modus durchgespielt wurde. Der „Free-Play“-Modus erlaubt es, die verfügbaren Level mit jeder der freigespielten Spielfiguren zu wiederholen und so an vorher nicht zugängliche Orte zu gelangen, um besondere Extras, die im Story-Modus unmöglich zu erreichen sind, einzusammeln. Gleiches gilt für alle Regionen in Mittelerde, da hier erst nach Abschluss des Story-Modus alle Gebiete frei zugänglich sind und einige nötige Fähigkeiten verschiedener Charaktere erst jetzt zur Verfügung stehen. Zudem öffnet sich ein Bonuslevel, in welchem eine Mini-Version von Mittelerde zerstört und 1.000.000 Münzen gesammelt werden müssen.
Spielprinzip
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Spielprinzip ist vergleichbar mit den vorangegangenen Lego-Spielen, welche verschiedenen Franchises entstammen: Die Spieler steuern ihre Spielfiguren durch lineare Level, in welchen sie Rätsel lösen oder Feinde besiegen müssen. Hierbei stehen ihnen Spielfiguren mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur Verfügung, die es entsprechend einzusetzen gilt. Da der größte Teil der Handlung die Gruppe der Zwerge rund um Thorin Eichenschild begleitet, wurden ebenjene ebenfalls mit divergierenden Fähigkeiten ausgestattet, um den Puzzle-artigen Charakter des Spiels zu wahren: So kann beispielsweise Bofur mit einer Spitzhacke notwendige Erze für Lego-Konstrukte abbauen, während Ori mit einer Zwille auf Zielscheiben schießen kann, die auf die Pfeile von Kilis Bogen nicht reagieren (in vorangegangenen Lego-Spielen war es üblich, dass Angehörige derselben Spezies/Gruppe identische Fähigkeiten haben).
In jedem Level finden sich 10 Schatzkisten, welche zu sammeln sind; ebenso ist in jedem Level eine bestimmte Anzahl an Münzen zu sammeln, um die Auszeichnung „Meisterdieb“ zu erhalten. Für das erfolgreiche Absolvieren dieser Aufgaben, sowie das Lösen kleiner Rätsel überall in Mittelerde, erhält der Spieler jeweils einen Mithril-Erzbrocken, aus welchen sich in der Schmiede in Bree verschiedene Utensilien schmieden lassen. Diese Gegenstände sind zum Teil eine sinnvolle Ergänzung des eigenen Inventars, zum anderen aber auch Gegenstände, die von Figuren überall in Mittelerde gesucht werden. Sobald man diesen den jeweils gesuchten Gegenstand übergibt, erscheinen die aus früheren Spielen bereits bekannten roten Power-Steine, mit welchen sich verschiedene Extras freischalten lassen (z. B. ein Münz-Multiplikator oder Regeneration der eigenen Herzen). Viele Orte Mittelerdes (Hobbingen, Bree, Bruchtal) entsprechen in ihrer Darstellung dem Vorgänger Lego Der Herr der Ringe; Orte wie Moria oder Rohan wurden durch dramaturgisch passende Umgebungen wie Erebor und den Düsterwald ersetzt. Alle Bereiche des Spiels hängen miteinander zusammen und können nach Abschluss der Handlung erkundet werden.
Jedes Level ist alleine oder zu zweit spielbar; um dies zu ermöglichen, wurden Änderungen an der Handlung vorgenommen, die mitunter dramaturgisch der Vorlage zuwiderlaufen: So begleitet Balin den „Meisterdieb“ Bilbo in die Schatzkammer auf der Suche nach dem Arkenstein, obwohl Bilbo überhaupt nur Teil der Mission wurde, weil er eben kein Zwerg ist und deshalb auch nicht von Smaug gewittert werden kann. Gandalf wird in seinem Kampf gegen den Nekromanten nun von Radagast begleitet, obwohl dieser von Gandalf eigentlich zuvor entsendet wurde, den Weißen Rat um Galadriel, Elrond und Saruman über die Erstarkung Saurons zu informieren und sich diesem dann alleine stellt.
Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie in Lego Der Herr der Ringe werden kurze Filmszenen mit gesprochenen Texten gezeigt; in den ursprünglichen Lego-Spielen waren die Charaktere dieser Zwischensequenzen stumm und verständigten sich eher pantomimisch. Anders als im Vorgänger wurden in der deutschen Ausgabe des Spiels diese Tonspuren jedoch nicht neu eingesprochen, sondern entsprechen (von einigen notwendigen Kürzungen abgesehen) exakt den Synchronfassungen der Filme.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lego Der Hobbit erhielt von den Kritikern durchschnittliche bis positive Kritiken. Die Bewertungen schwankten dabei leicht zwischen den Umsetzungen für einzelne Plattformen.[3][4][5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Rob Crossley: No Plans to Release LEGO The Hobbit’s Five Armies DLC. In: Gamespot. 13. März 2015, abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Emily Gera: Lego: The Hobbit won't get Battle of the Five Armies DLC. In: Polygon. 16. März 2015, abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
- ↑ PlayStation 4 Critic Reviews. In: Metacritic. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Xbox 360 Critic Reviews. In: Metacritic. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Ian Bonds: Review: LEGO The Hobbit. In: Destructoid. 27. April 2014, abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).

