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Laser-Linienbreite

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Die Laser-Linienbreite ist die spektrale Linienbreite eines Laser-Strahls. In diesem Artikel werden die neuesten Erkenntnisse zur Entstehung der spektralen Kohärenz und Linienbreite eines Lasers dargestellt.

Historie: Erste Herleitung der Laser-Linienbreite

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Die erste von Menschenhand erschaffene kohärente Lichtquelle war ein „Maser“. Das Akronym MASER bedeutet „Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ (auf Deutsch: Mikrowellen-Verstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung). Genauer gesagt war es der Ammoniak-Maser, der auf einer Wellenlänge von 12,5 mm emittiert, welcher 1954 von Gordon, Zeiger und Townes erstmals betrieben wurde.[1] Ein Jahr später leiteten dieselben Autoren[2] theoretisch die Maser-Linienbreite her, indem sie die sinnvollen Näherungen machten, dass ihr Ammoniak-Maser

(i) im Dauerstrahl-Betrieb (englisch: „continuous-wave“, cw) arbeitet,[2]

(ii) ein ideales Vier-Niveau-Energieschema besitzt,[2] und

(iii) keine intrinsischen Resonatorverluste erleidet, sondern lediglich Auskoppelverluste durch die Spiegel.[2]

Bemerkenswerterweise basiert diese Herleitung[2] auf rein semi-klassischen Annahmen. Sie beschreibt die Ammoniak-Moleküle als Quanten-Emitter, während klassische elektromagnetische Felder angenommen werden (dagegen keine quantisierten Felder oder Quantenfluktuationen). Daraus resultiert die halbe Halbwertsbreite (englisch: „half-width-at-half-maximum“, HWHM) der Maser-Emission[2]

ΔνM∗=4πkBT(Δνc∗)2Paus ⇔ ΔνM=2πkBT(Δνc)2Paus,

die hier mit einem Sternchen gekennzeichnet ist und auf die volle Halbwertsbreite (englisch: „full-width-at-half-maximum“, FWHM) ΔνM=2ΔνM∗ der Maser-Emission umgerechnet wird. kB ist die Boltzmann-Konstante, T ist die Temperatur, Paus ist die Ausgangsleistung des Lasers, und Δνc∗ und Δνc=2Δνc∗ sind die passiven HWHM- und FWHM-Linienbreiten des verwendeten Mikrowellen-Resonators.

Im Jahr 1958, zwei Jahre bevor Maiman den ersten Laser baute (welcher zunächst als „optischer Maser“ bezeichnet wurde),[3] transferierten Schawlow und Townes[4] die Maser-Linienbreite in den sichtbaren und nah-infraroten Spektralbereich, indem sie die thermische Energie kBT durch die Photonenenergie hνL ersetzten. h ist die Planck-Konstante und νL die Frequenz des Laserlichts. Dieser Transfer beinhaltet die Näherung, dass

(iv) während der Resonatorabklingzeit τc ein Photon durch spontane Emission in die Laser-Mode eingekoppelt wird,[5]

und führt zur Schawlow-Townes-Linienbreite:[4]

ΔνL,ST∗=4πhνL(Δνc∗)2Paus ⇔ ΔνL,ST=2πhνL(Δνc)2Paus.

Auch der Transfer vom Mikrowellen- zum optischen Spektralbereich beruht auf einer rein semi-klassischen Grundlage,[4] ohne die Annahme von quantisierten Feldern oder Quanten-Fluktuationen. Daher basiert die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung komplett auf semi-klassischen physikalischen Annahmen[2][4] und ist eine vierfache Näherung einer allgemeineren Laser-Linienbreite,[5] die im Folgenden hergeleitet wird.

Passive Resonator-Mode: Resonatorabklingzeit

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Betrachtet wird ein aus zwei Spiegeln bestehender Fabry-Pérot-Resonator[6] der geometrischen Länge ℓ, der homogen ausgefüllt ist mit einem aktiven Laser-Medium, das einen Brechungsindex n hat. Wir definieren als Referenz-Situation die passive Resonator-Mode, deren aktives Laser-Medium transparent ist, d. h., es bewirkt weder Verstärkung noch Absorption von Licht.

Licht bewegt sich im Resonator mit der Geschwindigkeit c=c0/n fort, wobei c0 die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist. Somit sind die Resonator-Umlaufzeit tRT und der freie Spektralbereich ΔνFSR gegeben durch[6][5]

tRT=1ΔνFSR=2ℓc.

Licht in der uns interessierenden longitudinalen Resonator-Mode oszilliert auf der q-ten Resonanzfrequenz[6][5]

νL=qtRT=qΔνFSR.

Die exponentielle Auskopplungszeit τaus und die entsprechende Ratenkonstante 1/τaus ergeben sich aufgrund der Spiegelreflektionen Ri der beiden Resonator-Spiegel i=1,2 zu[6][5]

R1R2=e−tRT/τaus ⇒ 1τaus=−ln⁡(R1R2)tRT.

Die exponentielle intrinsische Verlustzeit τverl und die entsprechende Ratenkonstante 1/τverl ergeben sich aufgrund der intrinsischen Resonatorverluste LRT pro Resonator-Umlauf zu[5]

1−LRT=e−tRT/τverl ⇒ 1τverl=−ln⁡(1−LRT)tRT.

Die resultierende exponentielle Resonatorabklingzeit τc und die entsprechende Ratenkonstante 1/τc betragen somit[5]

1τc=1τaus+1τverl=−ln⁡[R1R2(1−LRT)]tRT.

Alle drei exponentiellen Zerfallszeiten mitteln über die Resonator-Umlaufzeit tRT.[5] Im Folgenden nehmen wir an, dass ℓ, n, R1, R2 und LRT und daher auch τaus, τverl und τc sich innerhalb des Spektralbereichs, der für die Laser-Linienbreite von Interesse ist, nicht wesentlich ändern.

Passive Resonator-Mode: Lorentz-Linienbreite, Q-Faktor, Kohärenzzeit und -länge

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Neben der Resonatorabklingzeit τc kann man die spektralen Kohärenz-Eigenschaften der passiven Resonator-Mode äquivalent durch folgende Parameter ausdrücken. Die FWHM-Lorentz-Linienbreite Δνc der passiven Resonator-Mode, die in der Schawlow-Townes-Gleichung auftritt, erhält man durch Fourier-Transformation der exponentiellen Resonatorabklingzeit τc in den Frequenzraum,[6][5]

Δνc=12πτc.

Der Qualitätsfaktor (Q-Faktor) Qc ist definiert als die Energie Wspeich, die im Resonator gespeichert ist, geteilt durch die Energie Wlost, die pro Oszillationszyklus des Lichts verloren geht,[5]

Qc=2πWspeich(t)Wlost(t)=2πφ(t)−1νLddtφ(t)=2πνLτc=νLΔνc,

wobei φ=Wspeich/hνL die Zahl der Photonen in der Resonator-Mode ist. Die Kohärenzzeit τccoh und die Kohärenzlänge ℓccoh des Lichts, das aus der Resonator-Mode emittiert wird, sind gegeben durch die Gleichung[5]

τccoh=1cℓccoh=2τc.

Aktive Resonator-Mode: Verstärkung, Resonatorabklingzeit, Lorentz-Linienbreite, Q-Faktor, Kohärenzzeit und -länge

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Unter Berücksichtigung der Besetzungsdichten N2 und N1 des oberen und unteren Laser-Niveaus und der effektiven Wirkungsquerschnitte σe und σa der stimulierten Emission und der Absorption auf der Resonanz-Frequenz νL ergibt sich die Verstärkung pro Längeneinheit im aktiven Laser-Medium auf der Resonanz-Frequenz νL zu[5]

g=σeN2−σaN1.

Ein Wert g>0 bedeutet Verstärkung auf der Resonanz-Frequenz νL, während ein Wert g<0 Absorption bedeutet. Dies resultiert in einer entsprechend verlängerten oder verkürzten Resonatorabklingzeit τL, mit der die Photonen sich aus der aktiven Resonator-Mode entfernen:[5]

1τL=1τc−cg.

Die anderen vier Eigenschaften der spektralen Kohärenz der aktiven Resonator-Mode erhält man in derselben Weise wie für die passive Resonator-Mode. Die Lorentz-Linienbreite ergibt sich durch Fourier-Transformation in den Frequenzraum,[5]

ΔνL=12πτL.

Ein Wert g>0 führt zu Verstärkungsreduzierung der Linienbreite, während ein Wert g<0 zu Absorptionsverbreiterung führt. Der Q-Faktor beträgt[5]

QL=2πWspeich(t)Wlost(t)=2πφ(t)−1νLddtφ(t)=2πνLτL=νLΔνL.

Die Kohärenzzeit und -länge betragen[5]

τLcoh=1cℓLcoh=2τL.

Spektraler Kohärenzfaktor

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Der Faktor, um den die Resonatorabklingzeit durch Verstärkung verlängert oder durch Absorption verkürzt wird, wird hier als sogenannter spektraler Kohärenzfaktor Λ eingeführt:[5]

Λ:=11−cgτc.

Alle fünf oben eingeführten Parameter, die gleichbedeutend die spektrale Kohärenz beschreiben, skalieren mit demselben spektralen Kohärenzfaktor Λ:[5]

τL=Λτc,(ΔνL)−1=Λ(Δνc)−1,QL=ΛQc,τLcoh=Λτccoh,ℓLcoh=Λℓccoh.

Lasende Resonator-Mode: Fundamentale Laser-Linienbreite

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Für eine gegebene Zahl φ an Photonen, die sich in der lasenden Resonator-Mode befinden, lauten die stimulierte Emissionsrate und Resonator-Abklingrate:[5]

Rstim=cgφ,
Rabkling=1τcφ.

Der spektrale Kohärenzfaktor beträgt somit[5]

Λ=RabklingRabkling−Rstim.

Die Resonatorabklingzeit der lasenden Resonator-Mode beträgt[5]

τL=Λτc=RabklingRabkling−Rstimτc.

Die fundamentale Laser-Linienbreite beträgt[5]

ΔνL=1ΛΔνc=Rabkling−RstimRabklingΔνc.

Diese fundamentale Linienbreite gilt für Laser mit beliebigem Energie-Niveau-Schema (Vier- oder Drei-Niveau-Schema oder irgendeine Situation zwischen diesen beiden Extremen), im Betrieb unterhalb, an, und oberhalb der Laser-Schwelle, einer Verstärkung, die kleiner, gleich, oder größer als die Verluste ist, und in einem CW- oder transienten Laser-Regime.[5]

Aus dieser Herleitung wird deutlich, dass die fundamentale Linienbreite eines CW-Lasers auf dem semi-klassischen Effekt beruht, dass die Verstärkung die Resonatorabklingzeit verlängert.[5]

Dauerstrahl-Laser: Die Verstärkung ist kleiner als die Verluste

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Die spontane Emissionsrate in die lasende Resonator-Mode hinein ist gegeben durch[5]

Rspon=cσeN2.

Es ist zu beachten, dass Rspon grundsätzlich eine positive Rate ist, weil bei jedem einzelnen Emissionsprozess eine atomare Anregung in ein Photon in der Laser-Mode umgewandelt wird.[7][5] Diese Rate ist der Quellterm der Laserstrahlung und darf keinesfalls als „Rauschen“ missinterpretiert werden.[5] Die Photonen-Ratengleichung für eine einzelne Laser-Mode ergibt sich als[5]

ddtφ=Rspon+Rstim−Rabkling=cσeN2+cgφ−1τcφ.

Ein CW-Laser zeichnet sich durch eine zeitlich konstante Photonenzahl in der Laser-Mode aus. Daher ist dφ/dt=0. In einem CW-Laser kompensieren die stimulierte und spontane Emissionsrate gemeinsam die Resonator-Abklingrate. Daher ist[5]

Rstim−Rabkling=−Rspon<0.

Die stimulierte Emissionsrate ist kleiner als die Resonator-Abklingrate. Anders ausgedrückt: Die Verstärkung ist kleiner als die Verluste.[5] Diese Tatsache ist seit Jahrzehnten bekannt und wurde dazu ausgenutzt, das Verhalten von Halbleiter-Lasern an der Laser-Schwelle quantitativ zu beschreiben.[8][9][10][11] Selbst weit oberhalb der Laser-Schwelle ist die Verstärkung immer noch minimal kleiner als die Verluste. Es ist genau dieser extrem kleine Unterschied, der die endliche Linienbreite eines CW-Lasers hervorruft.[5]

Aus dieser Herleitung wird klar, dass ein Laser grundlegend ein Verstärker spontaner Emission ist und die CW-Laser-Linienbreite durch den semi-klassischen Effekt hervorgerufen wird, dass die Verstärkung kleiner ist als die Verluste.[5] Auch in quantenoptischen Beschreibungen der Laser-Linienbreite,[12] die auf der Dichteoperator-Hauptgleichung beruhen, kann gezeigt werden, dass die Verstärkung kleiner ist als die Verluste.[5]

Schawlow-Townes-Näherung

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Wie oben bereits erwähnt, wird aus ihrer historischen Herleitung klar, dass die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung eine vierfache Näherung der fundamentalen Laser-Linienbreite ist. Ausgehend von der fundamentalen Laser-Linienbreite ΔνL, die oben hergeleitet wurde, erhält man durch explizite Anwendung der vier Näherungen (i)-(iv) genau die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung:

(i) Es ist ein reiner CW-Laser. Entsprechend gilt[5]

Rabkling−Rstim=Rspon⇒
ΔνL=1ΛΔνc=Rabkling−RstimRabklingΔνc=RsponRabklingΔνc.

(ii) Es ist ein idealer Vier-Niveau-Laser. Entsprechend gilt[5]

N1=0⇒cg=c(σeN2−σaN1)=cσeN2=Rspon⇒
ΔνL=RsponRabklingΔνc=cg1τcφΔνc.

(iii) Intrinsische Resonator-Verluste sind vernachlässigbar. Entsprechend gilt[5]

1τverl=0 ⇒ 1τc=1τaus⇒Paus=hνL1τausφ=hνL1τcφ ⇒
ΔνL=cg1τcφΔνc=cghνLPausΔνc.

(iv) Genau ein Photon wird während der Resonatorabklingzeit τc durch spontane Emission in die Laser-Mode eingekoppelt. Geschehen würde dies in einem idealen Vier-Niveau-CW-Laser genau an dem unerreichbaren Punkt, an dem der spektrale Kohärenz-Faktor Λ, die Photonenzahl φ in der Resonator-Mode und die Ausgangsleistung Paus unendlich groß werden, also an dem Punkt, an dem die Verstärkung gleich den Verlusten würde. Entsprechend gilt[5]

Rstim=Rabkling⇒Rspon=cg=1τc=2πΔνc⇒
ΔνL=cghνLPausΔνc=2πhνL(Δνc)2Paus=ΔνL,ST.

Das heißt, wenn man dieselben vier Näherungen (i)-(iv), die bereits in der ersten Herleitung benutzt wurden,[2][4] auf die fundamentale Laser-Linienbreite ΔνL anwendet, erhält man konsequenterweise die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung.[5]

Zusammenfassend lautet die fundamentale Laser-Linienbreite[5]

ΔνL=1ΛΔνc=Rabkling−RstimRabklingΔνc=(1−cgτc)Δνc=Δνc−cg2π,

während die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung eine vierfache Näherung dieser fundamentalen Laser-Linienbreite und daher hauptsächlich von historischer Bedeutung ist.

Zusätzliche Mechanismen der Linienverbreiterung und -verengung

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Nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 1958 wurde die ursprüngliche Schawlow-Townes-Gleichung[4] auf verschiedene Weisen erweitert. Diese erweiterten Gleichungen werden oftmals mit demselben Namen bezeichnet, nämlich der Schawlow-Townes-Linienbreite. Dadurch ist in der publizierten Literatur zur Laser-Linienbreite durchaus Konfusion entstanden, da oft unklar ist, welche Erweiterung der ursprünglichen Schawlow-Townes-Gleichung die jeweiligen Autoren betrachten oder benutzen.

Einige semi-klassische Erweiterungen hatten zum Ziel, eine oder mehrere der oben genannten Näherungen (i)-(iv) zu eliminieren, wodurch diese erweiterten Gleichungen der oben hergeleiteten fundamentalen Laser-Linienbreite in ihrem physikalischen Gehalt ähnlicher wurden.

Folgende mögliche Erweiterungen der fundamentalen Laser-Linienbreite wurden vorgeschlagen:

  1. Hempstead und Lax,[13] sowie unabhängig Hermann Haken,[14] sagten quantenmechanisch vorher, dass nahe der Laser-Schwelle eine zusätzliche Reduzierung der Laser-Linienbreite um einen Faktor zwei auftritt. Allerdings wurde eine solche Reduzierung nur in ganz wenigen Fällen experimentell beobachtet.
  2. Petermann erklärte semi-klassisch eine zuvor experimentell beobachtete Linienverbreiterung in durch optische Verstärkung anstatt durch einen Brechungsindex-Unterschied wellenleitenden Halbleiter-Lasern.[15] Siegman zeigte später, dass dieser Effekt durch die Nicht-Orthogonalität transversaler Moden hervorgerufen wird.[16][17] Woerdman und Mitarbeiter erweiterten diese Idee auf longitudinale Moden[18] und Polarizationsmoden.[19] Daher wird manchmal der sogenannte „Petermann-K-Faktor“ der Gleichung für die Laser-Linienbreite hinzugefügt.
  3. Henry sagte quantenmechanisch eine zusätzliche Linienverbreiterung vorher, die dadurch auftritt, dass Variationen des Brechungsindex aufgrund von Elektron-Loch-Paar-Anregungen in Halbleiter-Lasern (aber natürlich auch in allen anderen Anregungsprozessen) Phasenvariationen im Resonator-Umlauf bewirken.[20] Daher wird manchmal der sogenannte „Henry-α-Faktor“ der Gleichung für die Laser-Linienbreite hinzugefügt.

Messung der Laser-Linienbreite

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Eine der ersten Methoden zur Messung der spektralen Kohärenz eines Lasers war die Interferometrie.[21] Eine typische Methode zur Messung der Laser-Linienbreite ist selbst-heterodyne Interferometrie.[22][23]

Dauerstrich-Laser

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Seltenerd-dotierte dielektrische oder Halbleiter-basierte Laser mit verteilter Rückkopplung durch integrierte Bragg-Spiegel haben typische Linienbreiten in der Größenordnung von 1 kHz.[24][25] Die Laser-Linienbreite stabilisierter CW-Laser kann weit weniger als 1 kHz betragen.[26] Beobachtete Linienbreiten sind größer als die fundamentale Laser-Linienbreite, da technische Einflüsse auftreten (z. B. zeitliche Fluktuationen der optischen oder elektrischen Pumpleistung, mechanische Vibrationen, Brechungsindex- und Längenänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen usw.).

Einzelnachweise

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  1. ↑ J. P. Gordon, H. J. Zeiger, C. H. Townes: Molecular microwave oscillator and new hyperfine structure in the microwave spectrum of NH3. In: Physical Review. 95. Jahrgang, Nr. 1, 1954, S. 282–284, doi:10.1103/PhysRev.95.282 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 J. P. Gordon, H. J. Zeiger, C. H. Townes: The maser−New type of microwave amplifier, frequency standard, and spectrometer. In: Physical Review. 99. Jahrgang, Nr. 4, 1955, S. 1264–1274, doi:10.1103/PhysRev.99.1264 (englisch).
  3. ↑ T. H. Maiman: Stimulated optical radiation in Ruby. In: Nature. 187. Jahrgang, Nr. 4736, 1960, S. 493–494, doi:10.1038/187493a0 (englisch).
  4. 1 2 3 4 5 6 A. L. Schawlow, C. H. Townes: Infrared and optical masers. In: Physical Review. 112. Jahrgang, Nr. 6, 1958, S. 1940–1949, doi:10.1103/PhysRev.112.1940 (englisch).
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 M. Pollnau, M. Eichhorn: Spectral coherence, Part I: Passive resonator linewidth, fundamental laser linewidth, and Schawlow-Townes approximation. In: Progress in Quantum Electronics. In press. Jahrgang, Journal Pre-proof, 2020, S. 100255, doi:10.1016/j.pquantelec.2020.100255 (englisch).
  6. 1 2 3 4 5 N. Ismail, C. C. Kores, D. Geskus, M. Pollnau: Fabry-Pérot resonator: spectral line shapes, generic and related Airy distributions, linewidths, finesses, and performance at low or frequency-dependent reflectivity. In: Optics Express. 24. Jahrgang, Nr. 15, 2016, S. 16366–16389, doi:10.1364/OE.24.016366, PMID 27464090, bibcode:2016OExpr..2416366I (englisch, diva-portal.org).
  7. ↑ M. Pollnau: Phase aspect in photon emission and absorption. In: Optica. 5. Jahrgang, Nr. 4, 2018, S. 465–474, doi:10.1364/OPTICA.5.000465 (englisch).
  8. ↑ H. S. Sommers: Spontaneous power and the coherent state of injection lasers. In: Journal of Applied Physics. 45. Jahrgang, Nr. 4, 1974, S. 1787–1793, doi:10.1063/1.1663491 (englisch).
  9. ↑ H. S. Sommers: Threshold and oscillation of injection lasers: a critical review of laser theory. In: Solid-State Electronics. 25. Jahrgang, Nr. 1, 1982, S. 25–44, doi:10.1016/0038-1101(82)90091-0 (englisch).
  10. ↑ Siegman, A. E. (1986) Lasers, University Science Books, Mill Valley, California, ch. 13, pp. 510–524.
  11. ↑ G. Björk, Y. Yamamoto: Analysis of semiconductor microcavity lasers using rate equations. In: IEEE Journal of Quantum Electronics. 27. Jahrgang, Nr. 11, 1991, S. 2386–2396, doi:10.1109/3.100877 (englisch).
  12. ↑ Sargent III, M.; Scully, M. O.; Lamb, Jr., W. E. (1993) „Laser Physics“, 6th edition, Westview Press, Ch. 17.
  13. ↑ R. D. Hempstead, M. Lax: Classical noise. VI. Noise in self-sustained oscillators near threshold. In: Physical Review. 161. Jahrgang, Nr. 2, 1967, S. 350–366, doi:10.1103/PhysRev.161.350 (englisch).
  14. ↑ Haken, H. (1970) „Laser Theory“, Vol. XXV/2c of Encyclopedia of Physics, Springer.
  15. ↑ K. Petermann: Calculated spontaneous emission factor for double-heterostructure injection lasers with gain-induced waveguiding. In: IEEE Journal of Quantum Electronics. QE-15. Jahrgang, Nr. 7, 1979, S. 566–570, doi:10.1109/JQE.1979.1070064 (englisch).
  16. ↑ A. E. Siegman: Excess spontaneous emission in non-Hermitian optical systems. I. Laser amplifiers. In: Physical Review A. 39. Jahrgang, Nr. 3, 1989, S. 1253–1263, doi:10.1103/PhysRevA.39.1253, PMID 9901361 (englisch).
  17. ↑ A. E. Siegman: Excess spontaneous emission in non-Hermitian optical systems. II. Laser oscillators. In: Physical Review A. 39. Jahrgang, Nr. 3, 1989, S. 1264–1268, doi:10.1103/PhysRevA.39.1264, PMID 9901362 (englisch).
  18. ↑ W. A. Hamel, J. P. Woerdman: Nonorthogonality of the longitudinal eigenmodes of a laser. In: Physical Review A. 40. Jahrgang, Nr. 5, 1989, S. 2785–2787, doi:10.1103/PhysRevA.40.2785, PMID 9902474 (englisch).
  19. ↑ A. M. van der Lee, N. J. van Druten, A. L. Mieremet, M. A. van Eijkelenborg, Å. M. Lindberg, M. P. van Exter, J. P. Woerdman: Excess quantum noise due to nonorthogonal polarization modes. In: Physical Review Letters. 79. Jahrgang, Nr. 5, 1989, S. 4357–4360, doi:10.1103/PhysRevA.40.2785, PMID 9902474 (englisch).
  20. ↑ C. H. Henry: Theory of the linewidth of semiconductor lasers. In: IEEE Journal of Quantum Electronics. 18. Jahrgang, Nr. 2, 1982, S. 259–264, doi:10.1109/JQE.1982.1071522 (englisch).
  21. ↑ O. S. Heavens, Optical Masers (Wiley, New York, 1963).
  22. ↑ T. Okoshi, K. Kikuchi, A. Nakayama: Novel method for high resolution measurement of laser output spectrum. In: Electronics Letters. 16. Jahrgang, Nr. 16, 1980, S. 630–631, doi:10.1049/el:19800437 (englisch, ieee.org).
  23. ↑ J. W. Dawson, N. Park, K. J. Vahala: An improved delayed self-heterodyne interferometer for linewidth measurements. In: IEEE Photonics Technology Letters. 4. Jahrgang, Nr. 9, 1992, S. 1063–1066, doi:10.1109/68.157150 (englisch).
  24. ↑ E. H. Bernhardi, H. A. G. M. van Wolferen, L. Agazzi, M. R. H. Khan, C. G. H. Roeloffzen, K. Wörhoff, M. Pollnau, R. M. de Ridder: Ultra-narrow-linewidth, single-frequency distributed feedback waveguide laser in Al2O3:Er3+ on silicon. In: Optics Letters. 35. Jahrgang, Nr. 14, 2010, S. 2394–2396, doi:10.1364/OL.35.002394, PMID 20634841 (englisch).
  25. ↑ C. T. Santis, S. T. Steger, Y. Vilenchik, A. Vasilyev, A. Yariv: High-coherence semiconductor lasers based on integral high-Q resonators in hybrid Si/III-V platforms. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 111. Jahrgang, Nr. 8, 2014, S. 2879–2884, doi:10.1073/pnas.1400184111, PMID 24516134, PMC 3939879 (freier Volltext) – (englisch).
  26. ↑ L. W. Hollberg, CW dye lasers, in Dye Laser Principles, F. J. Duarte and L. W. Hillman (eds.) (Academic, New York, 1990) Chapter 5.