Magnum (SUV)
| Rayton Fissore Fissore Magnum Laforza | ||||||||
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Rayton Fissore Magnum (1986) | ||||||||
| Magnum | ||||||||
| Produktionszeitraum | 1985–2003 | |||||||
| Klasse | SUV | |||||||
| Karosserieversionen | Kombi | |||||||
| Motoren | Ottomotoren: 2,0–6,0 Liter Dieselmotoren: 2,4–2,5 Liter | |||||||
| Länge | 4570 mm | |||||||
| Breite | 2010 mm | |||||||
| Höhe | 1880 mm | |||||||
| Radstand | 2700 mm | |||||||
| Leergewicht | 2200–2300 kg | |||||||
| Übersicht über die Motorisierungen für den europäischen Markt | ||||||||
| Bauart | Hersteller | Bezeichnung | Zylinder | Hubraum | Bohrung × Hub | Leistung | maximales Drehmoment | Zeitraum |
| Dieselmotor | SOFIM | 8144.21 | R4 | 2445 cm³ | 93 × 90 mm | 66 kW (90 PS) | 196 Nm | 1986–1987 |
| VM | HR492HT | R4 | 2393 cm³ | 92 × 90 mm | 80 kW (109 PS) | 252 Nm | 1987–1989 | |
| BMW | M21D24 | R6 | 2443 cm³ | 92 × 90 mm | 85 kW (116 PS) | 220 Nm | 1989–1992 | |
| VM | HR425CLI | R4 | 2498 cm³ | 92 × 94 mm | 88 kW (120 PS) | 258 Nm | ab 1993 | |
| Ottomotor | Fiat/Lancia | 828 CB.1A.0 | R4 | 1981 cm³ | 84,0 × 90,0 mm | 99 kW (135 PS) | 206 Nm | 1985–1988 |
| Alfa Romeo | Tipo 119 | V6 | 2492 cm³ | 88 × 68,3 mm | 115 kW (156 PS) | 210 Nm | 1986–1988 | |
| BMW | M30B25 | R6 | 3430 cm³ | 92 × 86 mm | 155 kW (211 PS) | 305 Nm | 1989–1992 | |
Maße und Gewichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit einer Länge von 4570 mm und einer Höhe von 1781 mm hat der Magnum nahezu die gleichen Abmessungen wie der britische Range Rover. Das Leergewicht liegt je nach Motorisierung zwischen 2230 und 2380 kg.
Produktionsprozess
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Karosseriebleche des Magnum stellte der Zulieferer Golden Car in Caramagna Piemonte her.
Der Zusammenbau der in Europa verkauften Autos für den europäischen Markt erfolgte bis 1992 bei Rayton Fissore in Cherasco,[12] danach bei Fissore Co. am gleichen Ort. Nachdem Fissore Co. die Magnum-Produktion übernommen hatte, versuchte Giulio Malvino, die Komplettierung des Autos in eine neu errichtete, aber nie in Betrieb genommene Fabrik von Oto Melara in der kalabrischen Gemeinde San Fernandino zu verlagern.[7] Dabei ging es in erster Linie darum, italienische und europäische Strukturfördermittel zu erhalten. Diese Bemühungen ließen sich nicht umsetzen. Die Produktion fand bis zur endgültigen Beteiebseinstellung in Cherasco statt.
Die in die USA exportierten Fahrzeuge wurden nicht bei Rayton Fissore bzw. Fissore Co. komplettiert, sondern zunächst bei Pininfarina und später in einem amerikanischen Montagebetrieb in Michigan.
Produktionsumfang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die meisten Quellen gehen davon aus, dass insgesamt ungefähr 6000 Fahrzeuge hergestellt wurden.[15] Etwa 1200 davon waren Laforzas für die USA. Vieles spricht dafür, dass es keine kontinuierliche Produktion gab: Die wiederholten Insolvenzen und anschließenden Eigentümerwechsel bzw. Neugründungen der herstellenden Betriebe führten zu mehrfachen Produktionsunterbrechungen.
Eine lückenlose Aufschlüsselung der Produktion auf einzelne (Modell-)Jahre ist nicht dokumentiert; die Quellen lassen lediglich einige kontingentartige Zuweisungen zu. Gesichert ist, dass bis 1989 etwa 1500 Magnum mit dem VM-Dieselmotor ausgeliefert wurden,[12] von denen die meisten an die italienische Polizei geliefert worden seien,[7] ferner, dass 120 Autos Alfa Romeos Sechszylindermotor erhielten[6] und dass insgesamt etwa 1200[8] der 6000 Autos als Laforza Käufer in die USA gefunden haben. Im Übrigen gibt es sehr unterschiedliche Darstellungen. Eine Quelle meint, die Produktion des Magnum sei für den europäischen Markt bereits 1993 eingestellt worden, sodass danach nur noch Autos für Nordamerika gebaut worden seien.[12] Dem stehen zahlreiche andere Veröffentlichungen – mit Abweichungen im Detail – entgegen. Einer Quelle zufolge wurden 1987 bis 1997 insgesamt 1300 Magnum in Italien zugelassen.[16] Einem anderen Bericht zufolge habe Fissore Co. im Frühjahr 1993 eine Bestellung der italienischen Behörden über 100 Fahrzeuge erhalten.[14]
Es gibt Hinweise darauf, dass im Laufe der Jahre eine Reihe von Haldenfahrzeugen produziert wurde, die erst mit großer Verzögerung verkauft werden konnten. So stand in den USA im Jahr 2000 ein Laforza-Neuwagen zum Verkauf, dessen Herstellungsjahr mit 1989 angegeben war.[3]
Laforza
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1989 wurde der Magnum in die USA exportiert. Der Verkaufsname lautete dort Laforza (zusammengezogen aus italienisch la forza, deutsch: die Kraft).
Für den nordamerikanischen Markt wurde das Auto in Details verändert. So wurde der Iveco-Rahmen zusätzlich verstärkt.[13] Als Antriebsquelle wurde anfänglich ein 4942 cm großer Achtzylinder-V-Motor von Ford aus der Windsor-Reihe mit einer Leistung von 138 kW (188 PS) eingebaut. Nach der Übernahme der Produktion durch Fissore Co. 1993 war der Motor auf Wunsch mit einem Turbolader erhältlich; in diesem Fall stieg die Leistung auf 320 PS. Später waren alternativ eine 5766 cm³ große Variante des Windsor-Motors mit 240 PS und ein 6,0 Liter großer Achtzylinder-V-Motor von General Motors erhältlich. Anstelle des in Europa üblichen Schaltgetriebes sind die Laforza mit einer Getriebeautomatik ausgestattet.
Anders als die europäischen Autos, wurden die für USA bestimmten Wagen bis 1990 bei Pininfarina in Grugliasco zusammengebaut. Später übernahm der US-amerikanische Magnum-Importeur die Komplettierung.
Bedeutung
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Der Rayton Fissore Magnum gilt als das erste[8][7] oder zumindest eines der ersten Luxus-SUVs.[4] Einige Autoren meinen, er sei bei seiner Markteinführung seiner Zeit voraus gewesen[7][12][6] und sei in einer Zeit, als teure Autos typischerweise ein Stufenheck hatten, nicht verstanden worden.[8]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg Amtmann und Halwart Schrader: Italienische Sportwagen. Stuttgart 1999, ISBN 3-613-01988-4.
- George Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 3 P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)
- Roger Gloor: Alle Autos der 80er Jahre. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03144-9
- Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani. Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gründer des Unternehmens Mario Fissore, seine Schwester Fernanda, deren Ehemann Giulio Malvino sowie Gregorio Bernardi. Die beiden Fissore-Geschwister sowie Malvino waren eng mit dem 1920 gegründeten Karosseriebauunternehmen Carrozzeria Fissore verbunden, Bernardi war bis 1975 dessen Geschäftsführer gewesen.
- ↑ Der Monteverdi Safari basierte auf dem US-amerikanischen Geländewagen Scout von International Harvester (IHC). Die Produktion des Basisfahrzeugs endete in den USA bereits 1980. Zwei Jahre später musste Monteverdi daraufhin seinerseits die Fertigung des Safari einstellen.
- ↑ Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Rayton-Fissore-Manager wegen des Verdachts, Schmiergelder als Gegenleistung für die Erteilung von Staatsaufträgen gezahlt zu haben; vgl. Novelli: Fracanzani indagato per Rayton Fissore. Nachricht vom 7. Mai 1995 auf repubblica.it (abgerufen am 19. Juni 2025).
- ↑ 1990 übernahm das Turiner Investmentunternehmen Dominion Trust die Mehrheit an Rayton Fissore. Dominion Trust führte betrügerische Anlagegeschäfte durch, wegen derer der Inhaber später zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Nach der Insolvenz von Dominion Trust 1991 wurde im folgenden Jahr auch Rayton Fissore zahlungsunfähig.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jan Götze: Kennen Sie dieses italienische Luxus-SUV? In: autobild.de. 20. März 2025, abgerufen am 19. Februar 2026.
- ↑ Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani. Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412, S. 467.
- 1 2 3 4 5 6 Roger Gloor: Alle Autos der 80er Jahre. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03144-9, S. 434.
- 1 2 3 4 Andreas Scheidl: The Rayton Fissore / LaForza Magnum: The first luxury SUV auf carrozzieri-italiani.com (abgerufen am 17. Juni 2025).
- ↑ Rayton Fissore Taxi Torino auf allcarindex.com (abgerufen am 16. Juni 2025).
- 1 2 3 Riccardo Trullo: Rayton Fissore Magnum: il gippone italiano che nessuno ricorda. periodicodaily.com, 28. Juni 2021, abgerufen am 19. Juni 2025.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Nico Patrizi: Rayton Fissore Magnum, il fuoristrada italiano Papà dei SUV. gazetta.it, 1. Dezember 2024, abgerufen am 19. Juni 2025.
- 1 2 3 4 5 italiandesigninstitute.com (abgerufen am 18. Juni 2025).
- ↑ Salvatore Loiacono: Il Magnum torna con Laforza (Geschichte des Magnum auf it.motor1.com (archivierte Version); abgerufen am 16. Juni 2025).
- ↑ Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani. Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412, S. 282.
- ↑ Rayton Fissore 4x4 Magnum von Tom Tjaarda (abgerufen am 19. Juni 2025).
- 1 2 3 4 5 6 Tommaso Lai: La Uno gigante. storiedivecchieauto.com, 11. Januar 2017, abgerufen am 19. Juni 2025.
- 1 2 Corey Lewis: Rare Rides: The SUV Oddity Which is a 1998 Laforza. thetruthaboutcars.com, 17. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2025.
- 1 2 Eugenio Martignani: Un anno vissuto intensamente per rilanciare la sfidia, Auto & Fouristrada, Heft Januar 1993, S. 36.
- ↑ Der Rayton Fissore Magnum auf carrozzieri-italiani.com (abgerufen am 18. Juni 2025).
- ↑ N.N.: La Magnum è ancora viva, Autoroute Mai 2002, S. 6.

