Lufttransportgeschwader 61
|
Lufttransportgeschwader 61 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Internes Verbandsabzeichen (Wappen) | |||||||||||||
| Aktiv | 24. August 1957 bis 31. Dezember 2017 | ||||||||||||
| Staat | |||||||||||||
| Streitkräfte | |||||||||||||
| Teilstreitkraft | |||||||||||||
| Stärke | ca. 200 Soldaten (Nachkommando bis III/2018) | ||||||||||||
| Unterstellung | |||||||||||||
| Ehemaliger Standort | |||||||||||||
| Auszeichnungen | Deutschland (1997) | ||||||||||||
| Führung | |||||||||||||
| Letzter Kommodore | Oberst Daniel Draken | ||||||||||||
| Luftfahrzeuge | |||||||||||||
| Transportflugzeug/ -hubschrauber |
Transall C-160, Bell UH-1D | ||||||||||||
| Kommodore | |||||||||||||
| Stab LTG | |||||||||||||
| Fliegende Gruppe | Technische Gruppe | ||||||||||||
Das Geschwader, vergleichbar einem Regiment beim Heer, setzt sich aus dem Geschwaderstab, der dem Kommodore direkt unterstellt ist, sowie zwei Gruppen (Bataillonsebene) zusammen, der Fliegenden Gruppe (FlGrp) sowie der Technischen Gruppe (TGrp). Geschwader der Luftwaffe bestanden bis zu einer Umgliederung nach dem Ende des Kalten Krieges noch zusätzlich aus einer Fliegerhorstgruppe, die für die Bodenverteidigung aus einer Sicherungsstaffel und anderen Einheiten zum Betrieb des Flugplatzes ausgerüstet war, die Sicherungseinheiten wurden allerdings aufgelöst und die anderen Teileinheiten den beiden anderen Gruppen unterstellt.
Am Standort des LTG befand sich zudem eine Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe, hier wurden jedes Jahr zwölf Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet.
Kommodore
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Nr. | Name | Beginn der Berufung | Ende der Berufung |
|---|---|---|---|
| 1 | Oberst Alfons Vonier | 1957 | 1961 |
| 2 | Oberst Heinz Braun | 1961 | 1964 |
| 3 | Oberst Siegfried Gottschalt | 1964 | 1970 |
| 4 | Oberst Helmut Schwarz | 1970 | 1973 |
| 5 | Oberst Waldemar Heuer | 1973 | 1979 |
| 6 | Oberst Klaus Kemme | 1979 | 1982 |
| 7 | Oberst Friedrich Hans Freisberg | 1982 | 1985 |
| 8 | Oberst Dieter Kellein | 1985 | 1987 |
| 9 | Oberst Bernd Puhl | 1987 | 1990 |
| 10 | Oberst Rolf Korth | 1990 | 1996 |
| 11 | Oberst Roger Evers | 1996 | 1999 |
| 12 | Oberst Norbert Daniel | 1999 | 2003 |
| 13 | Oberst Rolf Fahrenholz | 2003 | 2006 |
| 14 | Oberst Ludger Bette | 2006 | 2010 |
| 15 | Oberst Christian Leitges | 2010 | 2012 |
| 16 | Oberst Markus Bestgen | 2012 | 2015 |
| 17 | Oberst Daniel Draken | 2015 | 2017 |
Zwischenfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das LTG 61 hatte mehrere Zwischenfälle zu beklagen, von denen zwei besonders in Erinnerung geblieben sind (1994 und 1995).
- Am 12. Februar 1969 stürzte eine Nord Noratlas 2501D der Luftwaffe mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 52+57 (Werknummer: D066) nach dem Start vom Fliegerhorst Erding in ein Bauernhaus. Von den 14 Insassen (darunter der Co-Pilot und ein Kind im Haus) kamen 10 ums Leben. Unter den Überlebenden waren drei Mann der Besatzung (LTG 61). Beim Start herrschte heftiges Schneetreiben.[11]
- Am 19. November 1970 stürzte eine Noratlas 2501D mit dem Kennzeichen 52+79 (Werknummer: D095) auf dem Flug von Neubiberg nach Kaufbeuren bei Wolfratshausen ab. Alle fünf Besatzungsmitglieder des LTG 61 kamen ums Leben, darunter der Kommandant, welcher den Absturz vom 12. Februar 1969 überlebt hatte.[12]
- Am 5. Dezember 1994 kollidierte nachts um 3:28 Uhr eine Bell UH-1D des Geschwaders mit der Turmspitze des Fernmeldeturms Mannheim und stürzte über 200 Meter senkrecht ab. Die drei Besatzungsmitglieder der Luftwaffe und der Notarzt wurden beim Aufprall getötet. Das Wrack der UH-1D brannte aus.[13] Der Pilot, welcher als sehr erfahren angesehen war und über 2000 Flugstunden auf der UH-1D hatte, war mutmaßlich einige Grad vom Kurs abgekommen, die genaue Unfallursache wurde nie ermittelt. Am Fuß des Mannheimer Fernmeldeturms befindet sich ein Gedenkstein.
- Am 22. Oktober 1995 stürzte eine Transall beim Start auf dem Flughafen Ponta Delgada (Azoren) ab, alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Maschine mit dem Kennzeichen 50+43 war auf dem Weg in die Vereinigten Staaten und zum Auftanken auf den Azoren gelandet. Beim Start berührte sie einen Telegrafenmast und stürzte daraufhin ins Meer.[14]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- LTG 61 auf Luftwaffe.de
- PC-Flugsimulator u. Hilfs-Projekt des Vereins Gemeinsam helfen e. V.
- Traditionsgemeinschaft LTG 61
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Servus Transall - Penzinger Geschwader meldet sich ab. Homepage der Luftwaffe, 10. Dezember 2017, abgerufen am 16. Dezember 2017.
- ↑ Henrik Hartig: Das Erdbeben in Agadir 1960. Luftwaffe, Heer und Marine im humanitären Einsatz. In: Eberhard Birk, Heiner Möllers, Wolfgang Schmidt: Die Luftwaffe in der Moderne (= Schriften zur Geschichte der deutschen Luftwaffe, Band 1). Essen 2011, ISBN 978-3-941149-26-7, S. 205–213.
- 1 2 Abgesagt: Tag der offenen Tür fällt aus! rth.info, 28. September 2007, abgerufen am 26. Dezember 2015.
- ↑ Die Luftwaffe übergibt den militärischen Such- und Rettungsdienst an das Heer. Deutsche Luftwaffe, 20. Dezember 2012, abgerufen am 15. März 2010.
- ↑ Zusätzliches Personal aus Landsberg wird nachgeführt. Homepage der Deutschen Luftwaffe, 18. Januar 2013, abgerufen am 15. März 2013.
- ↑ Ute Kindler: Luftwaffe bei NATO-Großübung Trident Juncture 2015. In: luftwaffe.de. Luftwaffe, 28. Juli 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015: „Vom portugiesischen Flugplatz Beja aus unterstützen die deutschen Verbände den taktischen Lufttransport.“
- ↑ Thomas Wiegold: Exercise Watch: Trident Juncture 2015 – die deutsche Beteiligung. In: Augen geradeaus! (Blog). 17. Juli 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015: „2 Transall C160, LTG 61 Penzing, ca. 20“
- ↑ Schlange stehen für die Flugzeugschau. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 21. Juni 2017]).
- ↑ Fly-out beim Lufttransportgeschwader 61. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 29. September 2017]).
- ↑ Dieter Schöndorfer: Es bleibt dabei: 2018 ist Schluss. In: Augsburger Allgemeine. 3. Dezember 2015, abgerufen am 15. Dezember 2015.
- ↑ Unfallbericht Noratlas 52+57, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2019.
- ↑ Unfallbericht Noratlas 52+79, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2019.
- ↑ Hubschrauber gegen TV-Turm geprallt, Berliner Zeitung 6. Dezember 1994
- ↑ Tragfläche berührte einen Mast. In: welt.de. Die Welt, 24. Oktober 1995, abgerufen am 26. Dezember 2015.
Koordinaten: 48° 4′ 41,1″ N, 10° 54′ 45,8″ O


