Unter Denkmalschutz steht seit 1996 die zwischen 1881 und 1883 errichtete Dorfkirche Kuślin. Der Bau der neugotischen Saalkirche aus rotem Sichtmauerwerk erfolgte, nachdem Kuschlin 1865 zum Pfarrort einer neuen Kirchengemeinde ernannt worden war.[3] Die ehemals evangelische Kirche wurde nach der polnischen Übernahme der deutsch besetzten Gebiete nach 1945 zur katholischen Kirche und wird Zmartwychwstania Pańskiego (deutsch Auferstehungskirche) genannt.[4]
Historisch und kulturell von Bedeutung, jedoch ohne offiziellen Denkmalstatus, ist der ehemalige evangelische Friedhof, der sich rund 300 Meter vom Kirchengebäude entfernt am südlichen Ortsausgang an der Ulica Parkowa (deutsch Parkstraße) befindet. Der Friedhof, der wohl von 1888 bis 1945 belegt wurde, ist als baumbestandenes Areal erhalten. Seit 2022 erinnert hier ein von der Gemeindeverwaltung gestifteter Gedenkstein an die verstorbenen evangelischen Einwohner von Kuschlin und Umgebung. Die deutsche Übersetzung der polnischen Inschrift lautet: „Hier befand sich von 1888 bis 1945 ein evangelischer Friedhof mit einer Grabkapelle. Zum Gedenken an die verstorbenen Einwohner von Kuschlin und Umgebung, Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde in Kuschlin in den Jahren 1866–1945. Mögen sie in Frieden ruhen. Gemeinde Kuschlin 2022.“
Wilhelm Tank (1888–1967), deutscher Akademie-Professor für plastische Anatomie, Maler und Bildhauer. Tank war ein Sohn des evangelischen Superintendenten Emil Albert Ludwig Tank, der seit 1887 die Pfarrstelle der Kuschliner Kirche innehatte.[3]
Zbigniew Przychodniak (* 1954), polnischer Literaturwissenschaftler, Professor und Hochschullehrer an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen
12Werner Albert: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen. bearbeitet von Johannes Steffani, Königliches Konsistorium der Provinz Posen, Friedrich Ebbeckes Verlag Lissa, S. 185.