Kurt-Helmut Schiebold
Kurt-Helmut Schiebold (* 17. Oktober 1947 in Simbach am Inn) ist ein Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schiebold wurdeim April 1969 als Wehrdienstleistender einberufen mit später als Soldat auf Zeit übernommen. Er zum Offizier der Fernmeldetruppe in Starnberg, Feldafing und München ausgebildet und eingesetzt. 1972 begann er ein Studium der Nachrichtentechnik an der Fachhochschule der Luftwaffe und ab 1973 an der Hochschule der Bundeswehr München, das er 1975 als Diplom-Ingenieur (FH) abschloss. Danach war er Zugführeroffizier in der 2. Kompanie des mittleren Fernmeldeverbindungsbataillons 870 in Weingarten und als S3/Fernmeldeoffizier in jenem Bataillon. 1977 erfolgte die Übernahme zum Berufssoldaten und ein Truppengattungswechsel zur Instandsetzungstruppe sowie Einsatz als Instandsetzungsstabsoffizier der 4. Kompanie des Gebirgsinstandsetzungsbataillons 8 in München. Drei Jahre später 1980 wurde er Kompaniechef der 4. Kompanie des Elektronikinstandsetzungsbataillons 210 in München.
Ab 1981 absolvierte Schiebold den 24. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 1983 bis 1987 war er zunächst Referent, später Sachgebietsleiter im Bundesnachrichtendienst in Pullach im Isartal (legendiert beim Amt für Militärkunde in München), wo er unter Georg Bautzmann diente. 1987 wurde er Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzergrenadierbrigade 30 in Ellwangen (Jagst) unter Brigadegeneral Konrad Bader, 1989 Bataillonskommandeur des Instandsetzungsbataillons 210 in Engstingen, in 1991 Dezernatsleiter II/2 im Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in Bad Neuenahr und im April 1992 Referent im Bundesministerium der Verteidigungim Führungsstab des Heeres in der Stabsabteilung II im Referat 2 (Wehrlage Landstreitkräfte Ost, Militärische Sicherheit im Heer, Regionale Sicherheitslage Bundeswehr) in Bonn.
Ebenfalls 1992 besuchte Schiebold einen Lehrang am NATO Defense College in Rom und war danach Leitreferent im Führungsstab der Streitkräfte II 2 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. 1993 wurde er Senior Research Fellow beim Special Advisor for Central and Eastern European Affairs (CAEE), Chris Donnelly, im Büro von Generalsekretär (Manfred Wörner) im NATO-Hauptquartier in Brüssel und 1994 Planungsstabsoffizier (Policy) beim International Military Staff (IMS)/Plans&Policy (P&P) und Cooperation&Regional Security (C&RS) im NATO-Hauptquartier in Brüssel[1] 1997 absolviert er einen Auslandseinsatz der Bundeswehr als Director Joint Operations Center (JOC) im Hauptquartier der SFOR in Ilidža in Bosnien und Herzegowina. 1998 wurde er Chef des Stabes des Kommandos Luftbewegliche Kräfte/4. Division, später der Division Spezielle Operationen in Regensburg unter den Divisionskommandeuren Volker Löw, Hans-Christian Beck und Hans-Otto Budde.
Nach einer Ausbildung am United States Army War College in Carlisle in Pennsylvania in den Vereinigten Staaten erhielt er den Abschluss Master of Strategic Studies. Von Juli bis November 2002 erfolgte ein Auslandseinsatz als Kommandeur des Deutschen Einsatzkontingentes Operation Amber Fox in Skopje in Nordmazedonien. Danach war er zur besonderen Verwendung bei der Division Spezielle Operationen in Regensburg eingesetzt.
Von April 2003 bis Juni 2005 war Schiebold Stellvertretender Divisionskommandeur der Division Spezielle Operationen in Regensburg unter Rainer Glatz. Von Oktober 2003 bis Januar 2004 war er Kommandeur des ersten deutschen Einsatzkontingents Kundus und Nationaler Befehlshaber in Kundus in Afghanistan.[2] Die Beförderung zum Brigadegeneral erfolgte zum 1. April 2005. Danach wurde er General der Heereslogistiktruppen[3] und Kommandeur der Technischen Schule des Heeres und Fachschule des Heeres für Technik in Aachen.[4] Von Februar bis August 2009 erfolgte ein Einsatz als Deputy Chief of Staff Operations im Hauptquartier von KFOR in Pristina im Kosovo. Am 31. Oktober 2009 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Im Sommersemester 2010 wurde Schiebold Lehrauftragter für Disaster Management, Logistics- und Quality Management an der Bonn-Rhein-Sieg Universität für angewandte Wissenschaften im internationalen berufsbegleitenden MBA Studiengang CSR-NGO Management.[5][6]
Schiebold ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2004)
- Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2009)
- Médaille de la Défense nationale in Gold, Frankreich (2003)
- Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold (1999), Silber (1987)
- Einsatzmedaillen der Bundeswehr SFOR, FOX, ISAF und KFOR, NATO Medaillen OpsFYR, OpsFYROM, OpsISAF und BalkanOps
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 2007/2008. Bernard & Graefe, Bonn 2007, ISBN 978-3-7637-6276-7, S. 204.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Österreichische Militärische Zeitschrift. Band 34. C. Ueberreuter, 1996, S. 485 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Gefahrenstufe „hoch riskant“: Uno stoppt Hilfseinsätze in Südafghanistan In: spiegel.de, 26. Oktober 2013, abgerufen am 29. März 2018.
- ↑ Drucksache 16/4168 vom 31. Januar 2007: Unterstützungsleistungen für Auslandseinsätze am Heereslogistikstandort Aachen In: bundestag.de, abgerufen am 29. März 2018. (PDF; 346 kB)
- ↑ Joachim Rubner: Aachen – Oberst Ohm neuer Kommandeur der Heeresschule ( des vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: aachener-zeitung.de, 16. Oktober 2009, abgerufen am 29. März 2018.
- ↑ 4 \\ Lecturers of the MBA programme | Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) In: h-brs.de, abgerufen am 29. März 2018.
- ↑ Kurt Helmut Schiebold: Grundlagen der Katastrophenlogistik in Grundfragen der Militärlogistik und der Logistik von Einsatzorganisationen. In: Gerhard H. Gürtlich und Stefan Lampl (Hrsg.): Militärwissenschaftliche Publikationsreihe der Landesverteidigungsakademie, 2. Auflage, Wien Januar 2017.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schiebold, Kurt-Helmut |
| ALTERNATIVNAMEN | Schiebold, Kurt Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr |
| GEBURTSDATUM | 17. Oktober 1947 |
| GEBURTSORT | Simbach am Inn |
- Absolvent der Universität der Bundeswehr München
- Brigadegeneral (Heer der Bundeswehr)
- Person (Bundesnachrichtendienst)
- Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
- Deutscher
- Geboren 1947
- Mann