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Kristplon

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Blick auf den Hof Kristplon am Guntschnaberg oberhalb von Gries-Bozen, von Nordwesten (am linken Bildrand); rechts vom Baumstamm der Hof Föhrner

Das Weingut Kristplon (auch Kristplun) ist ein historisch bedeutsames, ländliches Wohn- und Wirtschaftsgebäude, gelegen auf 505 m in örtlich steiler Hanglage am Guntschnaberg in Gries-Quirein, einem Stadtteil von Bozen in Südtirol.

Der Paarhof ist im Kern einer der ältesten Bergbauernhöfe Südtirols. Die Hofstelle ist bereits in den Jahren 1167/70, in der späten Stauferzeit, als „predium Crispian“ in einer Traditionsnotiz des Klosters Schäftlarn genannt, als Hartmann von Russan (in Gries) durch Graf Heinrich II. von Eppan das Gut an die bayerische Benediktinerabtei übertrug.[1]

Seit dem späten 13. Jahrhundert nennen sich zunächst mit Friedrich von Kristplon (Erstnennung 1266) niederadelige Ministerialen nach der Ortslage; sie waren Dienstleute der Edelfreien von Wangen (so noch Friedrich im Jahr 1289[2]), ehe sie in die tirolische Ministerialität überwechselten.[3] Entsprechend erscheint im Tiroler Gesamturbar Graf Meinhards II. von Tirol-Görz von 1288 der Hof unter der Bezeichnung „ze Ganzener“ [= Guntschnaberg] „Chrispianes hof“; er zinst an die landesfürstliche Kammer Wein, Fleisch, Hühner, Eier und 30 schillinge für Vogteirechte.

Im Theresianischen Grundsteuerkataster von 1778 wird der Hof als „Kristblannerhof mer Weinleite beim Mair in Bach“ aufgeführt.[4]

Auch heute wird der Hof weinwirtschaftlich sowie als touristische Unterkunft genutzt.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Alois Weissthanner (Bearb.): Die Traditionen des Klosters Schäftlarn 760–1305 (= Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte. NF 10,1). C.H. Beck, München 1953, S. 152f., Nr. 145.
  2. ↑ Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 1. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2005, ISBN 88-901870-0-X, S. 113, Nr. 84.
  3. ↑ Martin Bitschnau: Burg und Adel in Tirol zwischen 1050 und 1350. Grundlagen zu ihrer Erforschung (= Sitzungsberichte ÖAW. Band 403). Wien 1983, S. 305–306, Nr. 340.
  4. ↑ Josef Tarneller: Die Burg-, Hof- und Flurnamen in der Marktgemeinde Gries bei Bozen (= Schlern-Schriften. Band 6). Innsbruck: Wagner 1924, S. 25f., Nr. 64.

Koordinaten: 46° 30′ 33,4″ N, 11° 19′ 38,7″ O