Kriechende Winde
| Kriechende Winde | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Kriechende Winde (Convolvulus sabatius) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Convolvulus sabatius | ||||||||||||
| Viv. |
Die Kriechende Winde oder Blaue Mauritius (Convolvulus sabatius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winden (Convolvulus) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kriechende Winde ist ein Zwergstrauch oder eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist liegend bis aufsteigend und nicht windend. Die Blätter sind alle ganz. Der Grund der Blattspreite ist schwach herzförmig und gestutzt bis keilig. Die Krone ist 15 bis 22 Millimeter lang und blau bis rosa.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Vorkommen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kriechende Winde kommt ursprünglich in Italien, Marokko und Algerien auf trockenen Kalkfelsen vor.[1] In Großbritannien, Sizilien, auf den Balearen, in Griechenland, Neuseeland und im westlichen Australien kommt sie eingeschleppt vor.[2]

Taxonomie und Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Convolvulus sabatius wurde 1824 von Domenico Viviani in Florae Libycae Specimen Seite 67 erstbeschrieben. Das Epitheton "sabatius" bedeutet "von Vado Ligure" südwestlich Savona. Vado Ligure hieß in der Antike Vada Sabatia.
Man kann folgende Unterarten unterscheiden[1]:
- Convolvulus sabatius subsp. mauritanicus (Boiss.) Murb.: Die Heimat ist Algerien und Marokko.[1] In Sizilien, Griechenland und Neuseeland ist die Unterart ein Neophyt.[1] Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[3]
- Convolvulus sabatius subsp. sabatius: Die Heimat ist das nordwestliche Italien mit Ligurien.[1]
Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kriechende Winde wird selten als Zierpflanze für Steingärten, Alpinhäuser, Ampeln und Pflanzschalen genutzt. Sie ist seit ungefähr 1860 in Kultur.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d e Convolvulus sabatius. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 21. November 2017.
- ↑ Convolvulus sabatius. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 23. November 2025.
- ↑ Convolvulus sabatius subsp. nauritanicus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis