Knollen-Gerste
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Knollen-Gerste (Hordeum bulbosum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hordeum bulbosum | ||||||||||||
| L. |
Die Knollen-Gerste (Hordeum bulbosum), auch Knollengerste[1], ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gerste (Hordeum) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie erfährt ein besonderes Interesse in der Kreuzung mit der Kulturgerste.
Beschreibung
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Im Aussehen ähnelt die Knollen-Gerste der Kulturgerste.
Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Halme weisen eine Länge von 50 Zentimetern bis 1,30 Metern auf. Die wechselständig angeordneten Laubblätter mit einer Länge von 10 bis 20 Zentimetern und einer Breite von 3 bis 7 Millimetern einfach.
Generative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ähnlich wie andere Arten der Tribus Triticeae bildet die Knollen-Gerste Ährchen aus. Die zentrale Reihe dieser Ährchen ist fruchtbar, die beiden anderen hingegen nicht. Die Ährchen sind begrannt.[1]
Knollen-Gerste kann sowohl diploid als auch tetraploid auftreten, also einen doppelten oder vierfachen Chromosomensatz besitzen.[2]
Vorkommen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Knollen-Gerste kommt in Südeuropa, Teilen Nordafrikas und vor allem in West- und Zentralasien natürlich vor. Kultiviert wurde sie in Deutschland, Frankreich, Portugal und Kalifornien.[3]
Sie wächst an verschiedenen Standorten, die von Feuchtgebieten über Brachflächen bis zu trockenen Berghängen reichen können. Sie wächst oft auch an Straßenrändern.
Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Erstveröffentlichung erfolgte 1756 unter dem Namen (Basionym) Hordeum bulbosum durch Carl von Linné in Centuria II. Plantarum ..., 8, 115.[3] Die Neukombination zu Critesion bulbosum wurde 1984 durch Áskell Löve in Feddes Repertorium, Volume 95, 7–8, Seite 441 veröffentlicht, dieser Name ist allerdings nicht akzeptiert. Es gibt viele weitere Synonyme.[3]
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kulturgerste als zweithäufigstes Getreide in Deutschland besitzt eine geringe genetische Vielfalt. Dies erhöht die Gefahr, von Insekten und Pilzen befallen zu werden.[4] Ein Forschungsansatz ist es, die Kulturgerste mit der Knollen-Gerste zu kreuzen, um widerstandsfähigere Pflanzen zu erhalten.[4][5] Dies wird jedoch erschwert, da die Kulturgerste einen doppelten Chromosomensatz besitzt, die Knollen-Gerste hingegen meistens vier, sodass sich die Saat dieser Kreuzung nicht vermehren ließe. Dies lässt sich mit Mutagenen wie Colchizin umgehen.[4]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 BVAL-351039 Knollengerste. In: Genbank.at. Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - Abteilung Pflanzengenetische Ressourcen, abgerufen am 15. Juni 2025.
- ↑ Martin Mascher, Todd A. Richmond et al.: Barley whole exome capture: a tool for genomic research in the genus Hordeum and beyond. In: The Plant Journal. Band 76, Nr. 3, 2013, ISSN 1365-313X, S. 494–505, doi:10.1111/tpj.12294, PMID 23889683, PMC 4241023 (freier Volltext) – (online [abgerufen am 15. Juni 2025]).
- 1 2 3 Hordeum bulbosum L. In: Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens, Kew, abgerufen am 15. Juni 2025 (englisch).
- 1 2 3 Forschungsprojekt Transbulb. In: Pflanzenforschung.de. Genius GmbH, 26. August 2013, abgerufen am 15. Juni 2025.
- ↑ Gail M. Timmerman, Richard A. Pickering, Gilbert Melz: Characterization of Hordeum vulgare – Hordeum bulbosum chromosome substitution lines by restriction fragment length polymorphism analysis. In: Genome. Band 36, Nr. 3, Juni 1993, ISSN 0831-2796, S. 507–511, doi:10.1139/g93-069 (online [abgerufen am 15. Juni 2025]).