In der Französischen Revolution wurde die Abtei aufgelöst und die Gebäude wurden von dem Industriellen Abel François Nicolas Caroillon de Vandeul (1746–1813) – er war mit Marie-Angélique Diderot (1753–1824), der Tochter von Denis Diderot, verheiratet – erworben. 1856 wurde das Kloster in ein Frauengefängnis umgewandelt. 1930 zogen Benediktinermönche ein und 1954 wieder Zisterzienser. Von 1960 bis 2004 diente das Kloster als Ferienkolonie. Nunmehr wird es u.a. für Ausstellungszwecke genutzt.
Die Gebäude wurden um 1750 umgebaut. Vom nördlich der Kirche gelegenen Kreuzgang aus dem 17. Jahrhundert stehen noch drei Flügel mit dem Kapitelsaal mit gotischen Gewölben. Auch eine Wassermühle ist erhalten. Von der Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die am Ende des 18.Jahrhunderts abgebrochen wurde, steht nur noch der flache, mit einer Spitztonne überwölbte Chor mit zwei Reihen Rundbogenfenstern und einem kleinen Okulus.
Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 135.
Gilles Vilain (Text), Patrick Delance (Fotos): L’abbaye d’Auberive. Haute-Marne (= Itinéraires du Patrimoine. Bd. 304). Éditions Dominique Guéniot, Langres 2006, ISBN 2-87825-346-9.
Alexia Volot: L’abbaye d’Auberive: Histoire et archéologie. In: Dossiers d’Archéologie. Nr. 340, 2010, ISSN1141-7137, S. 44–51.