Hemsbach liegt im Kahlgrund am Rand des Spessarts, am Hahnenkamm auf einer Höhe von 295,68mü.NHN[4]. Der Ort befindet sich zwischen Molkenberg und Brücken und teilt sich in Groß- und Kleinhemsbach (⊙50.0728759.124499) auf. Großhemsbach liegt im Tal des gleichnamigen Hemsbachs, Kleinhemsbach befindet sich am südwestlichen Bergrücken der Daunert.
Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung, die zugleich etwa dem Gebiet der Altgemeinde Hemsbach entspricht, befindet sich südlich des Ortes mit 381mü.NHN(Lage)50.0676699.117525, der niedrigste liegt am Hemsbach auf 188mü.NHN(Lage)50.0827389.134289.[5] Der nördlichste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich in der Nähe des ehemaligen Quarzit-Steinbruches, der südlichste liegt zwischen Angelberg und Großhemsbach. Im Osten reicht die Gemarkung bis fast zum Gipfel der Daunert. Der westlichste Punkt befindet sich in der Nähe des Parkplatzes an der Straße zum Hahnenkamm.[5]
Die Gemarkung Hemsbach hat eine Fläche von 1,652km². Sie ist in 1200 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1376,30m² haben.[1] In ihr liegen die Gemeindeteile Großhemsbach und Kleinhemsbach.[6]
Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Hemsbach:[1]
Seinen Namen hat Hemsbach vom gleichnamigen Bach Hemsbach[7][8], welcher der Kahl in Brücken zufließt. Im Volksmund wird der Ort „Hemsbich“ oder auch „Hennsbich“ genannt.[9]
Von 1601 bis 1605 fand im Freigericht Alzenau eine große Hexenverfolgung statt. In deren Folge wurden auch drei Frauen aus Hemsbach auf dem Scheiterhaufen als Hexen lebendig verbrannt.[10]
Mit Graf Johann Reinhard III. starb 1736 der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Erbe des Hanau-Münzenberger Landesteils war aufgrund eines Vertrages der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Ob sich dieses Erbe auch auf das Kondominat erstreckte, war in den folgenden Jahren zwischen Kurmainz und Hessen-Kassel heftig umstritten. Der Streit endete in einem Kompromiss, dem „Partifikationsrezess“ von 1740, der eine Realteilung des Kondominats vorsah. Es dauerte allerdings bis 1748, bis der Vertrag umgesetzt war. Hemsbach fiel dabei an Kurmainz.
Kapelle in KleinhemsbachAltar und Kruzifix in der Kapelle in Kleinhemsbach
Die Kapelle in Kleinhemsbach entstand durch eine Stiftung frommer Bürger. Sie wurde am 19. Juni 1756 geweiht, das Glöckchen 1793 der Heiligen Barbara. Im Laufe der Zeit wurde die Kapelle durch mangelnden Bauunterhalt gefährdet. Zahlreiche Spenden und ehrenamtliche Hilfe ermöglichten es 1963, das kleine Gotteshaus 14m vom alten Standort entfernt neu entstehen zu lassen.[12]
Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Großhemsbach eine kleine Kirche gebaut, die am 20. Oktober 1924 dem Heiligen Wendelin geweiht wurde.
↑Ortsteile.ArchiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am3.August 2022;abgerufen am 4.August 2022.Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moembris.de
↑Unser Kahlgrund 1980. Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN0933-1328.
↑Reihold Hein (Hrsg.):Kahlgrünner Wörderbuch. M.Kroeber, Linsengericht 2015, ISBN 978-3-00-051705-1.
↑Peter Gbiorczyk: Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert. Shaker. Düren 2021. ISBN 978-3-8440-7902-9, S. 163.
↑Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S.418.
↑Unser Kahlgrund 1964. Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN0933-1328.