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Kirche Zschernitz

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Dorfkirche Zschernitz
Innenansicht zum Altar
Innenansicht zur Orgel

Die evangelische Dorfkirche Zschernitz (auch: St. Gallus) ist eine spätromanische Saalkirche im Ortsteil Zschernitz von Wiedemar im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Schenkenberg im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Geschichte und Architektur

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Das Bauwerk ist eine Saalkirche mit mächtigem Querwestturm vom Anfang des 13. Jahrhunderts; im Jahr 1694 wurde der Turm umgebaut. Restaurierungen wurden in den Jahren 1978/79 (außen) und 1984 (innen) durchgeführt.

Das Bauwerk ist ein Bruchsteinbau mit Sandsteingliederung an den Turmecken, der dreiseitig geschlossene Chor ist mit Strebepfeilern und spitzbogigen Fenstern versehen. Am Dachgesims der Sakristei findet sich ein schachbrettartiges Putzornament. An der Südseite des Saales ist ein rundbogiges Sandsteinportal angeordnet; die eingestellten Dreiviertelsäulen sind mit Knospenkapitellen und wulstiger Archivolte gestaltet.

Im Chor sind Netzgewölbe eingezogen; der Saal ist mit einer Holztonne aus dem Jahr 1885 abgeschlossen. Der Chor wird durch einen weiten Spitzbogen auf gekehlten Porphyrkämpfern vom Saal geschieden. An drei Seiten sind eingeschossige Emporen auf Balustersäulen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eingebaut. Die Sakristei ist mit Netzgewölbe geschlossen; die Rippen sind farbig gefasst, und eine Piscina ist eingebaut.

Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Schnitzaltar des 15. Jahrhunderts, der im Jahr 1950 restauriert wurde. In der Predella ist eine Abendmahlsdarstellung aus dem Jahr 1576 gemalt. Im Schrein ist Maria mit dem Kind dargestellt; seitlich sind in zwei Reihen die folgenden Heiligen dargestellt: Nikolaus, Katharina, Georg und Dorothea sowie Margareta, Mauritius, Barbara und Sebastian. In den Flügeln sind ebenfalls in zwei Reihen die Apostel dargestellt.

Die Holzkanzel ruht auf Kandelabersäulen, der Korb ist mit Bildnissen der Evangelisten versehen und stammt von 1576. Ein klassizistischer Taufstein aus Serpentinit stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Orgel ist ein Werk von Wilhelm Rühlmann aus dem Jahr 1912 mit zwölf Registern auf zwei Manualen und Pedal.[1]

Die Kirche steht auf dem historischen Kirchhof, der 1904 am Ortsrand neu angelegt wurde und mit Leichenhalle und Mauerumfriedung versehen ist. Vier darauf befindliche Grabmale sowie die Gesamtanlage sind als Kulturdenkmale geschützt.

Commons: St. Gallus (Zschernitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Website der Firma Rühlmann. Abgerufen am 16. Juli 2026.

Koordinaten: 51° 31′ 41,2″ N, 12° 13′ 41,1″ O