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Kirche Staucha

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Kirche Staucha
Innenansicht
Ansicht mit Gefallenendenkmal (Dezember 2024)
Herrenhaus Staucha

Die evangelische Kirche Staucha (auch: St. Johannis) ist eine aufwändige neugotische Basilika im Ortsteil Staucha von Stauchitz im Landkreis Meißen in Sachsen. Sie gehört zur Friedenskirchgemeinde Staucha im Kirchenkreis Meißen-Großenhain der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur

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Die stattliche neugotische Basilika ist weithin sichtbar auf einem slawischen Burgwall gelegen. Der aufwändige Neubau erfolgte in den Jahren 1861 durch Christian Friedrich Arnold; die Decke und die Ausmalung wurden durch Theodor Quentin ausgeführt. Eine Restaurierung wurde in den Jahren 1986/87 durchgeführt.

Das Bauwerk ist als verputztes Bauwerk mit dreiseitig geschlossenem Chor und Satteldach ausgeführt, das letztere ist über dem Chor abgewalmt. Ein spitzbogiges Westportal mit Wimperg erschließt das Innere. Der Turm ist vierfach gegliedert: das Obergeschoss ist achtseitig ausgebildet; unterhalb des Turmdachs ist eine umlaufende Steinbrüstung angebracht (eine zweite wurde im Jahr 1986 entfernt). Zwei niedrige Türme sind am Ostschluss angeordnet.

Innen ist das Bauwerk mit einer flachen Holzdecke geschlossen; die eingeschossigen Emporen sind in die Seitenschiffe eingezogen. Der Chor mit einjochigem Kreuzgratgewölbe ist durch den Triumphbogen vom Mittelschiff geschieden, der gewölbte dreiseitige Chorschluss ist mit tiefen Kappen zwischen Graten geschlossen.

Die historistische Ausstattung aus der Bauzeit ist geschlossen erhalten. Dazu gehören die Kanzel, die Taufe, der (modern erneuerte) Messingleuchter und die Fenster. Das Hauptstück der Ausstattung ist der Flügelaltar mit Gemälden von Carl Gottlieb Peschel. Die Predella zeigt das Abendmahl (links außen ein Porträt des Architekten Arnold). Auf der Mitteltafel ist die Kreuzigung dargestellt; rechts vom Kreuz ist eine Porträtdarstellung Ludwig Richters zu sehen. Auf den Flügeln sind Christi Geburt und die Auferstehung dargestellt.

Die große Orgel in neugotischem Gehäuse ist ein Werk ursprünglich von Leopold Kohl, das von Franz-Emil Keller im Jahr 1863 mit 27 Registern auf zwei Manualen und Pedal erneuert und im Jahr 2017 von Jehmlich wiederhergestellt wurde.[1]

Beachtenswert ist das ehemalige Herrenhaus (Thomas-Müntzer-Platz 2), ein zweigeschossiger, elfachsiger Barockbau mit ausgebautem Mansarddach, der in den Jahren 1753–56 erbaut wurde. Eine zweiarmige Freitreppe erschließt das Bauwerk, das mit einem durch Pilaster leicht betonten dreiachsigen Mittelrisalit gegliedert ist.

Commons: Kirche Staucha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Disposition auf organindex.de. Abgerufen am 28. Mai 2026.

Koordinaten: 51° 13′ 19,6″ N, 13° 13′ 18″ O