Kirche Kropp

Die Kirche Kropp ist ein geschütztes Kulturdenkmal mit der Objekt-ID 4089 im Denkmalschutzgesetz in Kropp, einer Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Das Gebäude gehört zur Kirchengemeinde Kropp im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Gebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die traufständige Saalkirche wurde um 1200 als Feldsteinkirche errichtet, deren Feldsteine durch Putz verdeckt sind. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, gerade geschlossenen, von Strebepfeilern gestützten Chor im Osten, der 1871/72 aus Backsteinen verlängert wurde, und einem 1843 gebauten Kirchturm im Westen, auf dessen Erdgeschoss aus Backsteinen ein Obergeschoss aus verkleidetem Holzfachwerk sitzt, das den Glockenstuhl beherbergt. Bedeckt ist der Kirchturm mit einem spitzen Helm, der sich zwischen den Giebeln erhebt.
Die Emporen an der West- und Nordseite des Langhauses wurden 1688 eingebaut. Der Chorbogen im Innenraum wurde im 18. Jahrhundert abgebrochen, um einen einheitlichen Raum aus Langhaus und Chor zu schaffen.
Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Orgel wurde 1978 von Paschen Kiel Orgelbau errichtet.
Kirchengemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kirchengemeinde zählt 5074 Gemeindeglieder (Stand 2026).[1] Zu der Parochie gehören die Kapellen in Groß Rheide und Tetenhusen.
Eine prägende Persönlichkeit für die Kirchengemeinde war der Pastor Johannes Paulsen, der von 1870 bis 1916 in Kropp wirkte. Aus seiner Arbeit gingen 1879 die Kropper Anstalten hervor. Die Missionstätigkeiten dieser Institution wirkten prägend auf das kirchliche Leben über die Region hinaus.
Der Posaunenchor, den Paulsen 1877 ins Leben rief, besteht bis heute und gilt als der älteste Posaunenchor in Schleswig-Holstein.[2] Von ihm gingen Impulse zur Gründung weiterer Chöre in Schleswig-Holstein aus.[3]
Die diakonische Arbeit wird heute im Diakoniewerk Kropp fortgeführt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Hamburg, Schleswig-Holstein. Deutscher Kunstverlag, Berlin, München 2009, S. 446–447.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Michael Jastrow: Gemeindebericht der Ev.-luth. Kirchengemeinde Kropp 2025. In: https://www.kirche-kropp.de/. 15. Februar 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ Maike Krabbenhöft: Der älteste Posaunenchor im Norden. Schleswiger Nachrichten, 26. September 2017, abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ Christian Lipovsek: Zwischen Tradition und Tuba: Die bewegte Geschichte des Posaunenchors Hennstedt-Poyenberg. In: Norddeutsche Rundschau. 30. April 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 54° 24′ 40,6″ N, 9° 30′ 50,8″ O