Kirche Culitzsch

Die evangelische Kirche Culitzsch (auch: St. Laurentius) ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Culitzsch von Wilkau-Haßlau im Landkreis Zwickau in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Wilkau-Haßlau im Kirchenbezirk Zwickau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Geschichte und Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kirche ist ein schlichter spätbarocker Saalbau, der in den Jahren 1770–1773 von August Siegert aus Schneeberg erbaut wurde. Eine durchgreifende Erneuerung erfolgte im Jahr 1893. Das Bauwerk ist als Bruchsteinbau mit geradem Chorschluss, Dachreiter und Korbbogenfenstern ausgeführt. Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt, an drei Seiten sind Emporen eingebaut. Im Osten befindet sich eine kreuzgratgewölbte Sakristei mit Farbglasfenstern von 1883.
Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kanzelaltar mit korinthischen Säulen und Sprenggiebel von Möckel aus Kirchberg stammt aus dem Jahr 1770. Darin sind Figuren von Johannes Evangelista und Johannes dem Täufer sowie Petrus und Paulus aufgestellt; alle sind neuere Abgüsse nach Figuren des Schnitzaltars von Peter Breuer mit der Jahreszahl 1504, der südlich des Kanzelaltars aufgestellt ist. Die anmutige Marienkrönung aus der Predella ist verloren, im Schrein befindet sich der Heilige Christophorus, seitlich Johannes der Täufer und der Heilige Laurentius. In den Flügeln sind die Heiligen Petrus und Johannes Evangelista sowie Paulus und Georg dargestellt. Die Außenseiten sind vermutlich mit den Heiligen Nikolaus und Martin bemalt. Die Standflügel sind mit Darstellungen der Heiligen Bartholomäus und Simon versehen. Die Sandsteintaufe stammt aus der Erbauungszeit. An der Ostwand ist ein Relief von Peter Breuer mit der Dornenkrönung aus der Zeit um 1520 angebracht. Ein Grabdenkmal aus weißem Marmor vor den Altarstufen erinnert an den Erbauer der Kirche, Johann Benjamin Petzold, und seine Frau. Es stammt aus der Zeit um 1777. Die Orgel ist ein mehrfach überarbeitetes Werk von Richard Kreutzbach aus dem Jahr 1884 mit zwölf Registern auf zwei Manualen und Pedal.[1]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath, Heinrich Magirius (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen II. Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1998, ISBN 3-422-03048-4, S. 170–171 (dehio.org).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Informationen zur Orgel auf orgbase.nl. Abgerufen am 14. März 2026.
Koordinaten: 50° 39′ 12,6″ N, 12° 30′ 32,8″ O