Zum Inhalt springen

Kippeln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kippelnder Zappel-Philipp bei Heinrich Hoffmann (1845)

Als Kippeln bezeichnet man das Balancieren eines Stuhls. Typisch ist es als selbst stimulierendes Verhalten, insbesondere im Kontext Schule oder Büro.

Kippeln gilt in der Pädagogik als Unruhequelle und ist überwiegend unerwünscht. In der Ergonomie werden auch teilweise körperliche Vorteile betont, die den Gesundheitsrisiken aufgrund verlängerten Sitzens entgegenwirken. Die Möbelindustrie prägte ab den 2010er Jahren den Begriff dynamisches Sitzen und Stühle mit biegsamen Rückenlehnen finden Einzug in die einschlägigen Kataloge.

Mitunter wird auch eine Unfallgefahr aufgrund von Kippeln angeführt, was aber nicht durch Daten zu ernsthaften Verletzungen belegt werden kann.

  • Dieter Breithecker: Lasst den Philipp doch mal zappeln! In: Praxis der Psychomotorik. 28. Jahrgang, Nr. 1, 2023, S. 14–15.