Zum Inhalt springen

Karl Alfred Lanz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karl Alfred Lanz (* 25. Oktober 1847 in La Chaux-de-Fonds; † 1. Mai 1907 in Bern) war ein Schweizer Maler und Bildhauer.

Gedenkstätte im reformierten Kirchhof von Rohrbach für Karl Alfred Lanz (1847–1907). Porträtrelief von Karl Hänny (1879–1972).
Karl Alfred Lanz. Porträtrelief von Karl Hänny in Rohrbach.

Karl Alfred Lanz absolvierte zunächst eine Graveurlehre bei Jakob Häuselmann in Biel und wurde 1871 Werkstattleiter. 1872 studierte er an der Akademie der Schönen Künste in München bei Max von Widmann.[1] Von 1875 bis 1877 konnte er durch ein Stipendium an der École des Beaux-Arts in Paris studieren und eine Lehre in Pierre-Jules Caveliers Atelier machen. Paris wurde zu seinem Wohnsitz.

Lanz war einer der erfolgreichsten Bildhauer der Schweiz seiner Zeit. Im Jahre 1884 errichtete er das Denkmal für Guillaume-Henri Dufour in Genf und erhielt nach diesem Erfolg weitere Aufträge, unter anderen das Pestalozzi-Denkmal in Yverdon-les-Bains 1890 (wofür er eine Goldmedaille an der Weltausstellung 1889 in Paris erhielt), das Isaak-Iselin-Denkmal in Basel 1891 und das Heinrich-Zschokke-Denkmal in Aarau 1894. Er schuf Büsten von diversen politischen Persönlichkeiten, darunter Emil Welti und Niklaus Leuenberger. Weiter fertigte er Skulpturen für das Kunstmuseum Bern, die Universität Bern sowie das Bundeshaus. Von Lanz stammt auch der Obelisk für die Opfer des Schiffsunglücks der Neptun auf dem Bielersee. Ein Teil davon ist als Brunnenstock des Brunnens bei der Wildermethmatte in Biel erhalten geblieben.[2]

In Rohrbach wurde für Karl Alfred Lanz eine Gedenkstätte erstellt. Das Porträtrelief schuf Karl Hänny.

Werke (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bild Jahr Name Gemeinde Ort
1884[3] Stämpfli-Denkmal Bern Universität Bern
1884 Dufour-Denkmal Genf Place Neuve
1887 Hauptpost Luzern (Allegorien der Post, der Eisenbahn, der Schiffahrt und der Telefonie) Luzern Bahnhofplatz
1890 Pestalozzi-Denkmal Yverdon Place Pestalozzi
1891[4] Iselin-Denkmal Basel Schmiedenhof
1891[5] Niggeler-Denkmal Bern Kleine Schanze
1894 Zschokke-Denkmal Aarau Kasinopark
1895 Allegorien der Schönen Künste Bern Kunstmuseum Bern
1903 Niklaus-Leuenberger-Denkmal Rüderswil Dorfstrasse
1905 Statue der Wissenschaft Bern Universität Bern
Commons: Karl Alfred Lanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1872, Matrikelbucheintrag für Karl Alfred Lanz
  2. Die letzte Spur des Obelisken für die Opfer der Neptun-Katastrophe, auf www.memreg.ch (Memento vom 30. Januar 2018 im Internet Archive)
  3. Die Enthüllungsfeier des Stämpflidenkmals. In: Neue Zürcher Zeitung. Erstes Blatt. Nr. 288, 14. Oktober 1884, S. 1 (online).
  4. Basel. In: Neue Zürcher Zeitung. Zweites Blatt. Nr. 261, 18. September 1891, S. 2 (online).
  5. Einweihung des Niggeler-Denkmals in Bern. In: Der Bund. Band 42, Nr. 295, 26. Oktober 1891, S. 2 (online).