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Kardeleben

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Kardeleben war eine Wüstung südsüdöstlich von Zixdorf[1], einem Ortsteil der Gemeinde Rabenstein/Fläming im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geografische Lage

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Die Dorfstelle lag an der Kreuzung der Wege Zixdorf–Boßdorf und GarreyLobbese. Dort wurden blaugraue Scherben gefunden, die Brachwitz zuordnete, sowie die Flurnamen die Höfe am Pfuhl und Wüstemark Cardeleben, die die Lage der ehemaligen Siedlung bestätigten.

Geschichte und Etymologie

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1332 wurde ein Wilhelm de Kadelewe in Treuenbrietzen erwähnt, 1358 die Form Kadeleue und 1791 Kardeleben. Der Name leitet sich aus dem Slawischen für „Erdgrube“[2] ab. Denkbar ist aber auch eine metaphorische Bedeutung wie „großes Faß, Bottich“ oder „Rauchfang“.

1419/1420 war Kardeleben wahrscheinlich bereits wüst. 1506 zinsteten fünf Einwohner von Zixdorf von der wüsten Feldmark Kardeleben. Um 1550 bestanden 19 Hufen der Wüstung. 1565 nutzten sieben Einwohner von Zixdorf zweimal vier, zweimal drei, zweimal zwei und einmal eine wüste Hufe zu Kardeleben; dieselben Verhältnisse bestanden 1591 und 1682. Kirchlich gehörte Kardeleben ursprünglich wohl zu Boßdorf in der Zauche. 1592 erhielt die Kirche zu Boßdorf Einkünfte vom wüsten Kirchhof von Kardeleben; der Pfarrer besaß eine wüste Hufe, und ein Kossät zinste dem Gotteshaus Kardeleben. 1718 wurden erneut 19 Hufen genannt, die von den Einwohnern Zixdorfs genutzt wurden, jede mit einer Aussaat von vier Dresdner Scheffeln und acht Metzen. 1720 gehörten die wüsten Feldmarken Schrobsdorf und Kardeleben kirchlich zu Boßdorf. 1822 wurden diese 19 Hufen, darunter zwei Lehnhufen, weiterhin von Zixdorf bewirtschaftet. Danach ging die Feldmark vollständig in der Feldmark von Zixdorf auf und wurde nicht wieder besiedelt.

Einzelnachweise

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  1. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 187)
  2. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 86, ISBN 3-937233-17-2.

Koordinaten: 52° 1′ N, 12° 41′ O