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Kapfelsenspringer

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Kapfelsenspringer

Kapfelsenspringer (Chaetops frenatus), Männchen

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Chaetopidae
Gattung: Chaetops
Art: Kapfelsenspringer
Wissenschaftlicher Name
Chaetops frenatus
(Temminck, 1826)
Kapfelsenspringer-Männchen mit Jungvogel

Der Kapfelsenspringer (Chaetops frenatus) ist eine endemisch in Südafrika vorkommende Singvogelart aus der Familie der Felsenspringer (Chaetopidae). Der Kapfelsenspringer (Cape Rockjumper) war 2021 Vogel des Jahres in Südafrika.[1]

Kapfelsenspringer erreichen eine Körperlänge von ca. 25 Zentimetern und ein Gewicht von 54 bis 60 Gramm.[2] Die Geschlechter unterscheiden sich farblich. Bei den Männchen sind Kopf, Rücken und Schwanzfedern grau, teilweise geschuppt. Der Überaugenstreif ist weißgrau, Kehle und Zügel sind schwarz. Deutlich hebt sich ein weißer Schnurrbart ab. Die grauen Oberflügeldecken haben weiße Spitzen. Brust, Bauch und Bürzel sind kräftig rostbraun. Die Weibchen ähneln den Männchen, ihr Gefieder ist im Allgemeinen jedoch blasser und weniger kontrastreich. Der weiße Schnurrbart ist nur schwach ausgebildet oder fehlt gänzlich. Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern dunkelgrau, die Iris rot, Beine und Füße sind hellgrau.

Ähnliche Arten

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Der Orangebrust-Felsenspringer (Chaetops aurantius) unterscheidet sich durch seine hell orange gefärbte Unterseite. Da er nur in den Drakensbergen vorkommt, gibt es keine geographische Überlappung der beiden Arten.

Verbreitung und Lebensraum

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Der Kapfelsenspringer kommt ausschließlich in der Kapprovinz in Südafrika vor. Er ist untrennbar mit seinem Lebensraum, dem Bergfynbos, verbunden und stellt eine Schlüsselart innerhalb dieses Lebensraums dar. Die Vögel halten sich in felsigen Lagen zwischen 0 und 2300 Metern auf.[3]

Kapfelsenspringer leben in Paaren oder kleinen Gruppen. Sie suchen am Erdboden hüpfend zwischen Grasbüscheln und Sträuchern nach Insekten. Zuweilen wird das Nahrungsspektrum durch kleine Eidechsen, Geckos, Amphibien, Skorpione und Spinnen ergänzt.[4] Die Brutperiode erstreckt sich von August bis November und findet meist in Gruppen von zwei bis vier Individuen statt. Kapfelsenspringer nisten bevorzugt in zerklüftetem, felsigem Gelände und wählen oft Spalten zwischen Felsen oder Klippen, um sich vor Fressfeinden und rauen Wetterbedingungen zu schützen. Ihre bodennahen schalenförmigen Nester werden von beiden Geschlechtern gebaut und bestehen aus Gräsern, Moos und Federn. Ein Gelege besteht meist aus zwei Eiern. Die Geschlechter wechseln sich bei der Bebrütung ab. Nach 19 bis 21 Tagen schlüpfen die Küken, die von beiden Eltern versorgt werden. Zuweilen beteiligen sich weitere Familienmitglieder an der Brutpflege.[5] Nach 18 bis 21 Tagen verlassen die noch flugunfähigen Jungvögel das Nest. Aufgrund ihrer kräftigen Füße sind sie in der Lage, Fressfeinden durch Weglaufen zu entkommen. Zu den Fressfeinden zählen: Fuchsmanguste (Cynictis penicillata), Kleinichneumon (Herpestes pulverulentus), Zorilla (Ictonyx striatus), Paviane (Papio) und Geierrabe (Corvus albicollis) sowie die Schlangenarten Boomslang (Dispholidus typus) und Kapkobra (Naja nivea). Kapfelsenspringerpaare, die ihre Brut an Fressfeinde verlieren, brüten erneut.[6]

Bestand und Gefährdung

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Aufgrund seines begrenzten Lebensraums wird der Kapfelsenspringer von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt. Die Art ist anfällig für den Klimawandel, da sie eine geringe Toleranz gegenüber steigenden Temperaturen aufweist.[3] Untersuchungen ergaben, dass der Kapfelsenspringer in den wärmeren Teilen seines Lebensraums bereits im Rückgang begriffen ist.[5]

  • Krista Natasha Oswald: Cape Rockjumper (Chaetops frenatus), version 2.0. In Birds of the World (T. S. Schulenberg und B. K. Keeney, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2021
Wikispecies: Kapfelsenspringer – Artenverzeichnis
Commons: Kapfelsenspringer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bird of the Year, Cape Bird Club
  2. Cape Rockjumper, oiseaux.net
  3. 1 2 Rote Liste Cape Rockjumper, iucnredlist.org, eingesehen am 3. Mai 2026,
  4. Cape Rockjumper, Ryan Tippett, Biodiversity & Development Institute, 2024
  5. 1 2 Krista Natasha Oswald: Cape Rockjumper (Chaetops frenatus), version 2.0. In Birds of the World (T. S. Schulenberg und B. K. Keeney, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2021
  6. Richard T. Holmes, Bernhard D. Frauenknecht & Morné A. Du Plessis: Breeding System of the Cape Rockjumper, a South African Fynbos Endemic, The Condor: Ornithological Applications, Volume 104, Issue 1, 1. Februar 2002, S. 188–192 , doi:10.1093/condor/104.1.188