Am 11. August 2015 wurde das Dorf ein Teil der neu gegründeten Stadtgemeinde Nowyj Kalyniw (Новокалинівська міська громадаNowokalyniwska miska hromada)[1], bis dahin bildete es zusammen mit dem Dorf Kruschyky (Кружики) die Landratsgemeinde Kalyniw (Калинівська сільська рада/Kalyniwska silska rada).
Das Dorf entstand im Jahre 1783 im Zuge der Josephinischen Kolonisation. Deutsche Kolonisten katholischer Konfession wurden dort angesiedelt.[2] Die Kolonie wurde Kaisersdorf genannt und wurde unabhängige Gemeinde. In der Kolonie wurde eine römisch-katholische Pfarrgemeinde eingeplant (nur drei josephinische Kolonien sollten eine haben, neben Kaisersdorf: Königsau und Wiesenberg). Die römisch-katholische Kirche wurde 1815–1816 erbaut.[3]
Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Kaisersdorf, Kalinów 104 Häuser mit 623 Einwohnern, davon 452 deutschsprachige, 111 polnischsprachige, 60 ruthenischsprachige, 534 römisch-katholische, 55 griechisch-katholische, 34 Juden.[4]
1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Kaisersdorf zu Polen.
Im Jahre 1921 hatte die Gemeinde Kalinów (Kaisersdorf) 118 Häuser mit 660 Einwohnern, davon 579 Polen, 16 Ruthenen, 53 Deutschen, 12 Juden (Nationalität), 567 römisch-katholische, 64 griechisch-katholische, 1 anderer Christ, 28 Juden (Religion).[5]
Im Zweiten Weltkrieg gehörte es zuerst zur Sowjetunion und ab 1941 zum Generalgouvernement, ab 1945 wieder zur Sowjetunion, heute zur Ukraine.
↑Henryk Lepucki:Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790: z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S.163–165 (polnisch, online).
12Grzegorz Rąkowski:Ukraińskie Karpaty i Podkarpacie, część zachodnia. Przewodnik krajoznawczo-historyczny. Oficyna Wydawnicza "Rewasz", Pruszków 2013, ISBN 978-83-62460-31-1, S.143 (polnisch).
↑Ludwig Patryn (Hrsg.):Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907 (genealogy.net[abgerufen am 8.März 2026]).
↑Główny Urząd Statystyczny:Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo lwowskie. Warszawa 1924 (polnisch, online[PDF]).