Blick vom Pfaffenstein über die Seeau auf die Südweite der Kaltmauer. Links Strenitzkogel und Hochblaser, rechts Zargenkopf. Spielkogel mittig an der Felswand, Leopoldsteiner See knapp links außerhalb des Bildes.
Die Kaltmauer (auch: Kalte Mauer[1]) ist ein 1929mü.A. hoher Berg in der Hochschwabgruppe im österreichischen Bundesland Steiermark. Zum Gebirgsstock der Kaltmauer im weiteren Sinne können auch die östlich gelegenen Gipfel Zargenkopf und der wenig markante Brennkogel gezählt werden. Der südwestlich an die Kaltmauer anschließende Hochblaser kann ebenfalls nur unscharf von der Kaltmauer abgegrenzt werden, er gilt – wohl auch durch seine gute Sichtbarkeit aus der Umgebung der Stadt Eisenerz – jedoch eher als eigenständig.
Die Kaltmauer befindet sich im westlichsten Teil der Hochschwabgruppe. Das ungefähr West-Ost-orientierte Massiv wird im Süden von der Seeau (Talkessel östlich des Leopoldsteiner Sees) und deren Seitengräben begrenzt, zu denen die Kaltmauer in schroffen Felswänden abfällt. Ein aus diesen Wänden erwachsender Felsturm trägt den Namen Spielkogel (1762mü.A.).[2] Als Teil der Nördlichen Kalkalpen ist die Kaltmauer von derartigen Karsterscheinungen geprägt.[3] An der etwas weniger schroffen Nordseite wird sie vom Schwabeltal und dessen Seitengräben begleitet. Unscharf ist wie erwähnt die Abgrenzung zum Hochblaser (1771mü.A.) und den an diesen anschließenden Gipfeln (etwa dem Roßloch, 1649mü.A., über dem Leopoldsteiner See) im Südwesten. Tiefster Punkt zwischen Kaltmauer und Hochblaser ist ein namenloser Sattel auf etwa 1675mü.A. Nach Osten hin schließt nach einem etwa 100 Höhenmeter eingeschnittenen Sattel der Zargenkopf (1792mü.A.) an die Kaltmauer im engeren Sinne an, danach verläuft sich der Rücken ab dem Brennkogel (1639mü.A.) in eine kleinteilig strukturierte Hochfläche. Aus humangeographischer Sicht bildet hier die Eisenerzer Höhe einen Scheidepunkt. In diesem Ostteil befinden sich mehrere (auch aufgegebene und schon verwachsene) Almen, darunter die Rolleralm nordöstlich unter dem Brennkogel und die weiter östlich und tiefer gelegene Arzerbödenalm.
Der höchste Punkt der Kaltmauer ist ein vom Hauptrücken nach Nordwesten vorkragender Felsgrat, dort steht auch das nur kletternd zu erreichende Gipfelkreuz des Berges. In Gipfelnähe am Hauptrücken des Berges befindet sich ein Gedenkort für einen 1969 verunglückten Segelflieger.
Die Kaltmauer ist ein relativ selten besuchter Berg. Markierte Wege führen von Südwesten (aus der Seeau über Roßloch und/oder Hochblaser) oder von Osten (aus der Seeau in einem Bogen über die Eisenerzer Höhe) auf den Berg. Die Wege von Südwesten sind aufgrund ihrer Steilheit,[4][5] jener von Osten aufgrund der Länge[6] herausfordernd. Aus dem Schwabelgraben im Norden führen nur wenige, unmarkierte Steige durch das großflächig mit Latschenkiefern zugewachsene Gelände auf die Kaltmauer. Auch die Gipfel von Brennkogel und Zargenkopf sind aufgrund des Bewuchses quasi unzugänglich.
Ansichten
Kaltmauer von Südwesten (Hochblaser), li. der Gipfelgrat
Kaltmauer von Ostnordost, li. Zargenkopf, re. Gipfelgrat
Grat mit Gipfelkreuz
Gedenkort für verunglückten Segelflieger
Auf der Rolleralm; vorne karsttypische Karren, hinten li. Brennkogel, re. Teil des Zargenkopfs
↑„Kaltmauer“ ist der Name laut amtlicher Karte (ÖK 50), „Kalte Mauer“ ist jedoch in Wanderführern, OpenStreetMap und daraus abgeleiteten Kartendiensten gut etabliert, siehe beispielsweise:
↑Martin Moser:Hochschwab: Zwischen Salzatal und Murtal (=Rother Wanderführer). 8. Auflage. Bergverlag Rother, Oberhaching 2021, ISBN 978-3-7633-4582-3, S.140f. (Nur Weg Seeau-Hochblaser).